23.05.2018 in ?
Freuen sich über eine gelungene Ausstellung: (v.l.) Christa Naaß - Generalsekretärin d. Sudetendeutschen Rat, Bernd Posselt - Volksgruppensprecher, Dr. Christoph Israng - Dt. Botschafter in Prag, Maya Konstantinov - Antikomplex, Georg Eisenreich - Bayerns Europaminister, Steffen Hörtler - Stellvertretender SL-Bundesvorstandsvorsitzender und Bayerns SL-Landesobmann, Albrecht Schläger - Ko-Vorsitzender der Seliger-Gemeinde. Dr. Hans-Diether Dörfler - Agentur Birke & Partner, sowie Konsulin Lydie Holinková - Generalkonsulat d. Tschechischen Republik München.
„So geht Verständigung – dorozumění“
Die Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates Christa Naaß freut sich, dass die neue Ausstellung des Sudetendeutschen Rates nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann.
21.05.2018 in ?
Relief an der Grabstätte von Josef Seliger in Teplitz-Schönau
Auf den Spuren der DSAP nach Nordböhmen
Kultur- und Begegnungsreise der Seliger-Gemeinde München vom 10. bis 13. Mai 2018
Die diesjährige Kultur- und Begegnungsreise der Seliger-Gemeinde München führte vom 10. bis 13. Mai 2018 nach Teplitz/Teplice, Aussig/Ústí nad Labem und Tetschen-Bodenbach/ Děčín - alles für die sudetendeutsche Sozialdemokratie bedeutende Städte. Doch nicht nur die Spuren der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP) sondern auch die aktuelle politische Situation in Tschechien interessierten die rund 30 Teilnehmer. Während der Reise wurden das Grab von Josef Seliger, das Geburtshaus von Volkmar Gabert und schließlich die Gedenktafel für Ludwig Cech in Theresienstadt besucht, wo jeweils den ehemaligen Vorsitzenden der DSAP bzw. der Seliger-Gemeinde gedacht wurde.
21.05.2018 in ?
Demonstration in Eger/Cheb am 1. Mai 1938: Einheiten der Republikanischen Wehr unter der tschechoslowakischen Fahne.
Dr. Thomas Oellermann umriss die Geschichte der „Republikanischen Wehr“ und ging speziell auf die Geschehnisse in Eger/Cheb im Jahre 1938 ein: Die meisten Egerer seien unzufrieden mit der politischen und wirtschaftlichen Situation gewesen und viele betrachteten, seit Hitlers "Machtergreifung" 1933, das Deutsche Reich als Sehnsuchtsland. Die Propaganda der NSDAP wurde nicht durchschaut. Sogar viele fromme Christen glaubten den braunen Versprechungen, dabei war die junge Republik zwischen den Weltkriegen der einzige demokratische Staat in Mittel- und Osteuropa.
15.05.2018 in ?
Die Vorstandsvorsitzenden der Ernst und Gisela Paul-Stiftung, Hans Tomani und Rainer Pasta, mit dem Historiker Dr. Thomas Oellermann bei der Vorstandsklausur in Ústí nad Labem.
Sudetendeutsche Autoren und ihre Werke im Fadenkreuz der Nationalsozialisten
Vorstandsklausur der Ernst und Gisela Paul-Stiftung in Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe)
Die Vorstandsvorsitzenden der Ernst und Gisela Paul-Stiftung trafen sich am 12. und 13. Mai 2018 in Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe) zur Vorstandsklausur. Zusammen mit dem Historiker Dr. Thomas Oellermann sollte ein Aktionsprogramm erarbeitet werden, um die Stiftung wieder mehr in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Da sich derzeit die Bücherverbrennung der Nazis zum 85. Mal jährt und dabei auch einige bekannte Werke sudetendeutscher Autoren verbrannt wurden, beschlossen die Vorstandsvorsitzenden diesen Aspekt für die kommenden Jahre als Arbeitsschwerpunkt aufzugreifen.
15.05.2018 in ?
„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ (Heinrich Heine, 1823)
Vor 85 Jahren verbrannten die Nazis Bücher und Schriften in Regensburg - brennende Bücher waren bereis 1933 mächtige Zeichen von Zensur und Bevormundung – auch sudetendeutsche Autoren betroffen
14.05.2018 in ?
In der Weiße-Rose-Ausstellung in Ústí nad Labem/Aussig: v.l. Rainer Pasta, Ursula Weißgräber, Vera Aßmann, Gerhard Bahrenbrügge und Hans-Jochen Otte
Seliger-Gemeinde besucht Weiße-Rose-Ausstellung in Ústí nad Labem/Aussig
Zeitgleich zum Besuchs des Stadtmuseums in Ústí nad Labem/Aussig durch die Seliger-Gemeinde fand auch die Ausstellung „Weiße Rose“ statt. Gerne nutzten die Mitglieder der Delegation, die sich zum Gespräch mit dem Direktor des Collegium Bohemicum über den Stand der Dauerausstellung „Die Geschichte der Deutschen in Böhmen“ einfanden, die Gelegenheit sich die Ausstellung in Tschechien anzusehen.
10.05.2018 in ?
Christine Haschek, ehemalige Vorsitzende des Sozialwerks der Seliger Gemeinde feiert am 10. Mai ihren 90. Geburtstag
Christine Haschek gehörte zu den Vertriebenen, die nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Dachau eine neue Heimat fanden. 1928 wurde sie in Tscherwenka im ehemaligen Jugoslawien geboren. Mit 14 Jahren musste sie, wie viele andere Deutsche fliehen. Sie landete in Pellheim im Landkreis Dachau. Hier lernte sie Willi Haschek kennen. Er war ein bekennender Sozialdemokrat, SPD-Mitglied und viele Jahre Vorsitzender der Dachauer Seliger Gemeinde. Das Paar heiratete am 3. April 1948. Sie bauten in Dachau ein Haus, bekamen eine Tochter und freuten sich gemeinsam über ihren Enkelsohn Alexander.
08.05.2018 in ?
Festakt im Rathaussaal von Eger/Cheb mit (v.li.) Dr. Helmut Eikam, Johannes Kahrs, MdB, Albrecht Schläger, Bürgermeister Michal Pospíšil und Dr. Thomas Oellermann
Seliger Gemeinde gedenkt beim Frühjahrsseminar 2018 den Ereignissen vor 80 Jahren in Eger/Cheb
Die Führung im Gebäude des ehemaligen Volkshauses, heute Lager und Restaurationswerkstatt des Stadtmuseums Eger, sowie die Feierstunde im Rathaus der Stadt legten ein Augenmerk auf die Ereignisse des Jahres 1938. Hier kam es zu von den Nationalsozialisten hervorgerufenen Unruhen (Sudetendeutscher Aufstand), denen mehrere tschechoslowakische Beamte zum Opfer fielen. Eine gewalttätige Erstürmung des Egerer Volkshauses wurde durch die Republikanische Wehr unter Einsatz von Schusswaffen verhindert. Es ist dies ein wichtiges historisches Beispiel dafür, dass es in der tragischen deutsch-tschechischen Geschichte des 20. Jahrhunderts auch lichte Momente im gemeinsamen Kampf für Freiheit und Demokratie gegeben hat.
06.05.2018 in ?
Das sogenannte Egerer Stöckl (Špalíček) gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Eger/Cheb. Dieses Wahrzeichen des Marktplatzes ist ein Komplex von elf teilweise in Fachwerk ausgeführten Häusern, in denen jüdische Kaufleute wohnten. Nach der ältesten Darstellung aus dem Jahr 1472 gab es ursprünglich drei solcher Häuserblöcke, der Grundriss der beiden anderen Blöcke bleibt bis zur heutigen Zeit nachvollziehbar, doch die verfallene Bausubstanz blieb bei den Restaurierungsarbeiten in den 1960er Jahren nicht erhalten.
Themenspaziergang „Schicksale Egerer Juden“
In Eger bestand - nach Prag - die älteste jüdische Gemeinde Böhmens
Die westböhmische Stadt Cheb (Eger) gehört zu den ältesten und historisch wertvollsten tschechischen Städten. Dank der großen Anzahl hervorragend erhaltener Denkmäler und einer authentischen mittelalterlichen Atmosphäre gehört Cheb zu den schönsten Städten der Tschechischen Republik. Die Stadt Eger ist das historisches Zentrum des Egerlandes. Eger wurde am 13. Februar 1061 das erste Mal urkundlich als Egire genannt. Ab dem 14. Jahrhundert sind beide Ortsnamen Eger und Cheb dokumentiert, 1374 sogar im selben Text, „Egra in boemica lingua Cheb“. Wichtige Persönlichkeiten, die mit der ehemaligen Reichsstadt Eger in geschichtlichem Zusammenhang stehen, sind Kaiser Friedrich Barbarossa, König Friedrich II., Ludwig der Bayer sowie der böhmische König Johann.
06.05.2018 in ?
Präsentierten beim Frühjahrsseminar der Seliger-Gemeinde den Film FC Roma und prangerten bei der anschließenden Diskussion den alltäglichen Rassismus in Tschechien an: Dr.Thomas Oellermann (li.) und Regisseur Tomás Bojar (re.)
„Wir sind keine Rassisten, wir mögen nur keine Zigeuner“
Diskussion zum Dokumentarfilm FC Roma mit Regisseur Tomás Bojar beim Frühjahrsseminar 2018
Zum Ende des zweiten Seminartages zeigte Dr. Thomas Oellermann den Dokumentarfilm "FC Roma", eine Produktion von HBO Europe, von Tomáš Bojar und Rozálie Kohoutová. Die Regisseure haben einen Dokumentarfilm über den Verein gedreht, der auf dem Spielfeld gegen Diskriminierung kämpft. „Das Verhältnis zwischen Roma und der Mehrheitsgesellschaft ist im nordböhmischen Děčín deutlich „schärfer“ als im Großteil der Republik“, so Tomáš Bojar. Der Film, der 2016 im Dokumentarfilmwettbewerb vorgestellt wurde, versucht auf eine ungezwungene, humorvolle Art eine Antwort auf die Frage zu finden, warum auch die Roma ihrerseits Vietnamesen und Muslime ablehnen. In der anschließenden Diskussion mit Regisseur Tomáš Bojar ging es um die Entstehung des Films sowie den alltäglichen Rassismus in der Tschechischen Republik.
04.05.2018 in ?
Egerer Nischen - Das Mädel mit Teddy
An vielen Häusern der Egerer Altstadt gibt es Nischen, ehemals geschmückt mit kleinen Statuen oder Bildern. Diese waren Zeugnisse des Glaubens, der Familiengeschichte oder der Berufe ihrer Bewohner. Im Laufe der Zeit sind diese Kunstwerke aber verschwunden. Die leeren Nischen wurden von Künstlern aus der ganzen Tschechischen Republik mit neuen Skulpturen gefüllt.
04.05.2018 in Adventskalender
Begegnung in Eger/Cheb: Dr. Thomas Oellermann (re.), Rainer Pasta (li.) sowie Rosamund und Nigel Mykura (Mitte) aus Großbritannien
Auf den Spuren des Großvaters Franz Mykura aus Falkenau/Sokolov
Ein besonderes Glanzlicht des Seminars war die Begegnung mit dem Geschwisterpaar Rosamund und Nigel Mykura aus Dorset in Großbritannien, das auf den Spuren ihres Großvaters Franz Mykura, eines sudetendeutschen Sozialdemokraten aus Falkenau/Sokolov, wanderte und in Eger zur Seminargruppe stießen.
03.05.2018 in ?
Arno Speiser, Koordinator Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern, bekam, wie alle Referenten, die Chronik der Seliger-Gemeinde sowie den zweisprachigen Ausstellungskatalog „Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde“ vom Bundesvorsitzenden Albrecht Schläger überreicht
Gemeinsam stark im Kampf gegen Rechtsextremismus
Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus bietet bayernweit Unterstützung bei Vorfällen mit neonazistischen, extrem rechtem, rechtspopulistischem und rassistischem Hintergrund. Anschließend an den Programmpunkt " Wundsiedel ist bunt" des Jahresseminars 2017 informierte Arno Speiser zum Abschluss des Frühjahrsseminars 2018 über die Arbeit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern mit Sitz in Nürnberg, Regensburg und Ebersberg.
03.05.2018 in ?
Das Frühjahrsseminar 2018 der Seliger-Gemeinde begann an Freitagabend mit dem Vortrag von Stefan Denzler von der „Koordinierungs- und Fachstelle für Partnerschaften der Demokratie“ zum Bundesprogramm "Demokratie leben!"
Demokratie leben in der Mitte Europas
Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in ganz Deutschland die Arbeit zahlreicher Partnerschaften für Demokratie sowie die Landes-Demokratiezentren. „Partnerschaften für Demokratie leisten einen wertvollen Beitrag bei der Förderung von Demokratie und Vielfalt“, so Projektkoordinator Stefan Denzler. Die Landkreise Hof, Wunsiedel, Tirschenreuth und die Stadt Hof engagieren sich im Partnerschaftsprojekt „Demokratie leben in der Mitte Europas“ gemeinsam und haben eine Koordinierungsstelle im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum (EBZ) Bad Alexandersbad mit der operativen Arbeit beauftragt. „Hier können sich Interessierte über Antragsmöglichkeiten für eine Projektförderung und über alle Programm- und Antragsdetails informieren“, so Denzler.

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
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