Regionalgruppe Fichtelgebirge/Steinwald

Regionalgruppe Fichtelgebirge/Steinwald

Die Vorstandschaft der neuen Regionalgruppe Fichtelgebirge/Steinwald: Vorsitzender Peter Heidler (4.v.li.), sein Stellvertreter Herbert Schmid (5.v.re.), Kassiererin Renate Heidler (3.v.li.), Schriftführerin Annette Karl, MdL (4.v.re.) sowie die Beisietzer Albrecht Schläger (5.v.li.), Reneate Imisch (3.v.re.), Irene Unglaub (re.), Jörg Nürnberger (2.v.li.) und Helmut Häcker (2.v.li.)

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen der Seliger-Gemeinde

Am Sonntag den 3. April 2022 hielt die Regionalgruppe Fichtelgebirge-Steinwald der Seliger-Gemeinde ihre Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Meister Bär Hotel in Marktredwitz ab.

In seinem Grußwort erläutert Jörg Nürnberger, MdB, am Beispiel seiner Tante aus Asch in der heutigen Tschechischen Republik, wie Flucht in seiner Familie erlebt wurde. Er selbst habe 1989 und 2022 als Jahre einer zweimaligen Zeitenwende erlebt, vom Kalten Krieg über 30 Jahre Welt in Frieden zu einem Europa mit Krieg. Wenn wirklich 8 bis 10 Mio. Flüchtlinge sich auf den Weg machten, ihre Heimat zu verlassen, verlöre die Ukraine ein Drittel ihrer Bevölkerung.  Nürnberger erinnerte, dass in der Regierungszeit unter dem sozialdemokratischen Bundeskanzler Willy Brandt Deutschland 4 Prozent des Bruttoinlandprodukts für Landesverteidigung ausgegeben habe. Die neue Weltlage erfordere größere finanzielle Anstrengungen von uns allen.

Vorsitzender Peter Heidler aus Hof gab seinen Rechenschaftsbericht seit der letzten JHV im Jahr 2019 im Golf-Hotel in Fahrenbach ab. Er ist seit 43 Jahren Vorsitzender, seit 1979 ursprünglich für die Ortsgruppe der Seliger-Gemeinde in Hof, nach der Erweiterung für die Regionalgruppe Fichtelgebirge-Steinwald. Heidler erklärte, dass aufgrund der CORONA-Maßnahmen nur sehr wenige Aktivitäten möglich waren.  

Noch immer finde, so Heidler weiter, die Festschrift der Seliger Gemeinde Hof aus dem Jahr 2006 zum 50 Jährigen Jubiläum „Verdrängt – Vergessen – Wiederentdeckt“  Beachtung. Der damalige tschechische Regierungschef Jiři Paroubek hatte sich ein Jahr zuvor bei den sudetendeutschen Sozialdemokraten dafür entschuldigt, dass auch sie nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden, obwohl sie die Erste Tschechoslowakische Republik gegen innere und äußere Feinde verteidigt hatten. Heidler: „Der 24. Februar 2022 veränderte die Welt in Europa. Nach nahezu 77 Jahren Frieden kommen den noch lebenden Mitgliedern der sudetendeutschen Sozialdemokratie und ihren Nachfahren Erinnerungen an Krieg und Vertreibung wieder sehr lebendig hoch“.

Renate Heidler berichtete anschließend als Kassiererin von einem soliden Finanzpostler und aktuell 70 Mitgliedern der Regionalgruppe. Nach der Entlastung der Vorstandschaft wurden die Neuwahlen durchgeführt: Peter Heidler wurde einstimmig im Amt bestätigt, auch alle anderen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt. In der Besetzung gab es eine kleine Änderungen:  Herbert Schmid und Irene Unglaub tauschten ihre Positionen, so dass Herbert Schmid nun als stellvertretender Vorsitzender agiert. Jason Wirth aus Hof wurde als jüngster in der Runde als Beisitzer gewählt.

In seinem Ausblick verwies Peter Heidler auf den Sudetendeutsche Tag, der heuer am 3.-5. Juni in Hof stattfinden wird und den die Seliger-Gemeinde mit eigenen Beiträgen bereichert.

 

 

Regionalgruppe Fichtelgebirge/Steinwald gegründet – Peter Heidler wird Vorsitzender

Am 11. Juni wurde im Gasthof Wunderlich in Kirchenlamitz die zweite Regionalgruppe der Seliger-Gemeinde gegründet. Nachdem sich im November 2016 bereits in Niederbayern/Oberpfalz die z.T. nicht mehr aktiven Ortsgruppen zusammengeschlossen hatten, ist die nun ein weiterer Schritt zur Bündelung der verbleibenden Mitglieder in größeren, aktiven Einheiten.

„Sie werden weniger, aber sie geben nicht auf!“- titelte die Frankenpost in ihrem Vorbericht.  „Dies ist auch dringend nötig“, so Peter Heidler, Landesvorsitzender der Seliger-Gemeind ein Bayern. Seit 2004 gehört Tschechien zur EU- und noch immer läuft es nicht richtig rund im nachbarschaftlichen Miteinander. „Probleme lassen sich lösen“, daran glaubt Heidler fest.  Gerade jetzt, wo nationalistische Bewegungen Aufwind haben, sieht Heidler, auch Leiter der Ortsgruppe Hof,  verstärkt Aufgaben für die Gemeinschaft, die sich von Beginn an als Brückenbauer für ein freies Europa   betrachtet hat. Und da die Zahl der Ortsgruppen in Bayern, nicht zuletzt aus demographischen Gründen, schwindet, sollen die Mitglieder im Nordwesten des Freistaats eine neue Heimat erhalten.  So gründete sich am 11. Juni Gasthof Wunderlich in Kirchenlamitz die Regionalgruppe Fichtelgebirge/Steinwald. Den Vorsitz übernahm Peter Heidler, da es die Ortsgruppe Hof nach der Gründung der neuen Regionalgruppe nicht mehr gibt.

„Die Idee hatte unser Bundesvorsitzender Albrecht Schläger“, sagte Heidler. Der frühere Landtagsabgeordnete aus Hohenberg a. d. Eger mobilisierte die Mitglieder und referierte über „Das Schicksal der Sudetendeutschen nach dem Ersten Weltkrieg bis heute“. Immerhin haben viele Mitglieder die Vertreibung nicht selber erlebt. Der Blick soll aber nicht nur zurück in die Vergangenheit gehen, sondern auch nach vorn: „Die Regionalgruppe soll Kräfte bündeln und verstärkt in die SPD einbringen“, erläuterte der Landesvorsitzende. „Damit wollen wir nationalistischen Strömungen entgegenwirken, die uns zuwider sind, weil sie zum Krieg führen“.

 

 

 

 

 

 

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