Gemeinnutz geht vor Eigennutz

Konsum- Zentrale in Komotau: Die übernommenen kleinen Bäckereinen mit den gewöhnlichen Einschussöfen genügten nicht mehr und arbeiten unrationell. Es wurde daher an die Errichtung einer Dampfbäckerei geschritten, die im März 1925 mit zwei Doppelbackauszugöfen in Betrieb genommen und 1 Jahr später auf vier Öfen erweitert wurde. Zu der modern eingerichteten Großbäckerei gehörte auch eine Röstanlage für Kaffee, Korn und Gerste. Der Autopark bestand aus 2 Lastautos, 3 Lieferungsautos und 1 Personenauto.

 

Gemeinnutz geht vor Eigennutz

Konsumgenossenschaften - Stolze Werke genossenschaftlicher Selbsthilfe

Eine Säule der sudetendeutschen sozialdemokratischen Arbeiterbewegung waren die im genossenschaftlichen Großeinkaufs- und Produktionsverband (GEC) vereinigten Konsumvereine.

 

Begonnen hatte die Genossenschaftsidee recht bescheiden. Die Wiege dieser Idee stand in England. Ihr Initiator, Robert Owen (1771-1858) , Miteigentümer einer Baumwollspinnerei, begann in seinem Betrieb freiwillig wirtschaftliche und soziale Verbesserungen für die Arbeitnehmer einzuführen. In Frankreich war es Saint-Simon, eigentlich Claude-Henri de Nouvroy Graf von Saint-Simon (1760-1825), der eine finanzielle Entlohnung der Arbeiter nach Leistung forderte und zusammen mit seinem Landsmann Francois Marie Charles Fourier (1772-1837) das Prinzip der genossenschaftlichen Produktion befürwortete.

 

In Deutschland entstanden etwa um 1850 die ersten Arbeiter-Interessenverbände. Sie waren die Vorläufer der Verbrauchervereine, wie etwa die der Rabatt- und Markenkonsumvereine, die sich dann um die Jahrhundertwende zu Zentralverbänden zusammenschlossen.

 

Zur gleichen Zeit, genau im Jahre 1847, schufen einige mutige Arbeiter in der westböhmischen Stadt Asch eine genossenschaftliche Selbsthilfeorganisation. Es war die erste dieser Art auf dem Boden Österreich-Ungarns überhaupt. Als erste Konsumgenossenschaftsgründung 1849 auf deutschem Boden gilt Eilenburg in Sachsen. Diese strebte als Lebensmittelgenossenschaft die Selbstversorgung ihrer Mitglieder an. Schon vorher gründete Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1847 einen Hilfsverein zur Unterstützung der ländlichen Bevölkerung.

 

24. März 1866 gründete sich der damalige Consum-und Sparverein zu Burg(Zerbst). Der Burger Stadtrat Eduard Fordermann und weitere 13 Männer gründeten vor allem aus sozialer Not die Genossenschaft zur "Selbsthülfe" um notleidende Bauern, Handwerker und Arbeiter mit reiner und unverfälschter Ware zu versorgen. Die Burger Genossenschaft besaß als eine der ersten einen Kahn der über die Elbe aus Böhmen Kohle für seine Mitglieder holte.

 

Am 28.1.1867 wurde ein Konsumverein in Graslitz gegen den Widerstand des Bürgermeisters und der Kaufleute gegründet. Weitere entstanden in Aich und Pirkenhammer.

 

Um 1870 entstand der erste Konsumladen auf dem Gelände des „Eisenwerkes" in Komotau, den die Betriebsleitung für ihre Arbeiter einrichtete, wo diese gegen Kredit die Woche über Waren einkaufen konnten und am Lohntag (Freitag) verrechnet wurden. Mit Schließen des Eisenwerkes schloss auch der Fabrikkonsum seine Pforten. Beim Erwerb der vorhandenen Gebäude durch die Gebrüder Mannesmann im Jahre 1885 und Errichtung der Mannesmannröhrenwerke wurde wiederum ein Konsumladen für die Arbeiter eingerichtet, der einige Jahre bestand.

 

Es bildeten sich zur gleichen Zeit außerhalb der Fabriktore und insbesondere im böhmischen und sächsischen Erzgebirge so genannte „Warenverteilungsvereine", die aber in wirtschaftliche Not kamen und die meisten das Jahr 1900 nicht überlebten, so auch der erste Konsumverein Komotau. Das Borgwesen, große Rückvergütungen und schwache Eigenmittel waren oft der Grund des Scheiterns.

 

Es vergingen naturgemäß noch viele Jahre, eher dieser Gedanke einen größeren Durchbruch erzielen konnte. Die Errichtung des Zentralverbandes und der Großeinkaufsgesellschaft österreichischer Konsumvereine bewirkte, dass in den Jahren 1902 bis 1908 eine größere Anzahl Konsumvereine gegründet und auf eine gesündere Basis gestellt wurden. Die Konsumvereine Komotau, Klösterle, Schmiedeberg und Weipert sind in dieser Zeit ins Leben gerufen worden. Der Zentralverband bestand auf die Bestellung von verantwortlichen Geschäftsführern, um schwierige finanzielle Situationen aus der früheren Periode zu verhindern.

Im Juni 1900 wurde in Karlsbad die Genossenschaftsbewegung und im Oktober in Altrohlau die erste Verkaufsstelle des Konsum- und Sparverein VORWÄRTS eröffnet.

 

Schließlich bestanden im Jahre 1906 in den Kronländern der k.u.k.-Monarchie Böhmen, Mähren und Schlesien nicht weniger als 128 deutsche Konsumgenossenschaften mit einem Jahresumsatz von über 10 Millionen österr. Kronen. 1913 gab es 225 Konsumvereine mit mehr als 105.000 Mitgliedern.

 

1909 erfolgte z.B. die Gründung einer Konsumgenossenschaft in Wallern.

 

1910 hatte der Konsumverein Komotau vier Verteilungsstellen und einen Jahresumsatz von 172 000 K. Durch die fleißige Mitarbeit der Funktionäre (das Hauptkontingent stellten damals die Genossen Eisenbahner) gelang es bis 1914 die Zahl der Verteilungsstellen zu verdoppeln und den Umatz zu verdreifachen.Im Dezember 1914 wurde die Bäckerei des Konsum- und Sparverein VORWÄRTS auf der Londoner Höhe in Betrieb gesetzt. Schon nach 20 Jahren hatte die Genossenschaft einen Mitgliederstand von 8834 zu verzeichnen.

 

Der Ausbruch des 1. Weltkrieges und die sofortige Einberufung des Geschäftsführers Schalek und die Kriegswirtschaft brachten den Konsumverein 1918 wieder in eine ungünstige Lage.

 

Nach der Zerschlagung des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn nach dem ersten Weltkrieg und der damit verbundenen Trennung von Wien, sahen sich auch die Exponenten der Genossenschaftsbewegung gezwungen, in den Grenzen des neuentstandenen Staatsgebildes nach Wegen einer Überlebenschance zu suchen.

 

„In diesem Bestreben wissen wir uns eins mit den 230.000 sudetendeutschen Familien aus allen werktätigen Schichten der Bevölkerung in Stadt und Land, die ohne Unterschied ihrer politischen Gesinnung in den Konsumgenossenschaften vereinigt sind, um als Verbraucher Schutz zu finden und um ein Selbsthilfewerk zu fördern, bei dem der alte genossenschaftliche Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ seit Anbeginn praktisch geübt wird“, so die Intention der Verantwortlichen.

 

Altrohlau (Karlsbad III) war im Geschäftsjahr 21/22 zum größten deutschen Konsumverein in der CSR emporgestiegen. Neben der Großbäckerei gab es noch eine Bierabfüllung und Limofladenerzeugung in Altrohlau. 1935 hatte die Genossenschaft 12.252 Mitglieder. Welche Bedeutung der Konsum für das Industriegebiet hatte, zeigte sich besonders in der, in den zwanziger Jahren einsetzende Weltwirtschaftskrise.

 

Der Zusammenbruch der deutschen Sparkassen in Prag ließ aus der anfänglichen Absatzkrise bald einen Katastrophe werden, als schließlich Tausende Menschen arbeitslos geworden waren. Auch wenn im  Jahre 1926 in der Tschechischen Republik die staatliche Sozialversicherung eingeführt worden war, hatte sie keine Auswirkung auf die Versorgung der Arbeitslosen, deren Einkommen unter dem Existenzminimum lag Die Konsum- und Sparvereine milderten die allzu große Not.

 

Es wurde der „Verband deutscher Wirtschaftsgenossenschaften“ gegründet, dem dann 1936/37 außer den 135 Konsumgenossenschaften und deren Einkaufszentralen, dem GEC-Verband, noch weitere 28 Genossenschaften angeschlossen waren, darunter 7 Produktiv- und 10 Bau- und Wohngenossenschaften. Dem Ausbau und Ausgestaltung der Verteilerstellen/Konsumläden wurde großes Augenmerk geschenkt. Die Verteilungsstellenleiter und das Konsumpersonal wurden betriebsintern geschult.

 

Wer waren die Kunden des Konsums?

Die Arbeiter der heimischen Industrie, Bergbau und den vielen anderen Unternehmen. Nach dem ersten Weltkrieg gehörten die Familien der arbeitslos gewordenen Landsleute zu den Kunden des Konsums. Die Frauen und Mütter schätzten den Konsum, wo sie billiger einkaufen konnten und 3 %Rabattmarken erhielten. Am Jahresende wurden damit die Weihnachtseinkäufe getätigt.

 

 

Das Rückgrat der genossenschaftlichen Wirtschaft ist die Eigenproduktion

Eine stattliche Reihe von eigenen Produktionsbetrieben „ist schon imstande, in manchem Produktionszweige den Preisdiktaten der Kartelle eine Schranke zu setzen“ (Bericht 1938). Dazu gehörten: Neratowitz (Lebensmittel: Obstverwertung, Kaffee, Kanditen und Schokolade, Suppen, Senf, Fischkonserven, Essig); Herbitz (Mehl und Backwaren: Roggenmühle, Teig- und Süßbackwaren); Bodenbach (Chemieprodukte, Getränke: Wein- und Spirituosen, alkoholfreie Getränke, Gewürze, chem. Fabrik); Znaim (Konserven, Wein), Bärringen (Wäschefabrik), Böhmisch-Kamnitz (Schuhe, Gummiwaren, Textilien).

 

Rund zwei Drittel aller verkaufter Waren wurden damals vom GE-Verband bezogen, auf die Eigenproduktion entfielen rund 65 Millionen Kronen bei einem Gesamtumsatz von 321 Millionen Kronen. Rudolf Kreisky, Genossenschaftsfunktionär, geb. 24.11. 1882  in Prag organisierte nach dem ersten Weltkrieg den Aufbau einer eigenständigen dt. Genossenschaftsbewegung in der CSR. Er war von 1922 bis 1938 Direktor der Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumgenossenschaften in der Tschechoslowakischen Republik (GEC) u. ihr ständiger Vertreter beim DSAP-Parteivorstandes. Ein weiterer Direktor des GEC-Verbandes in Prag war seit 1926 Rudolf Fischer, u.a. Fraktionsvorsitzender der DSAP im Böhmischen Landtag und Abgeordneter im Prager Parlament.

 

Das „Familienblatt“

Das Sprachrohr dieses mächtigen Verbandes war das „Konsumgenossenschaftliche Familienblatt“, das seit 1920 unentgeltlich den Mitgliedern ausgehändigt wurde. Es war ein treuer und redlicher Ratgeber für die Verbraucher, ein ehrlicher Mittler zwischen den Betrieben der GEC und den Konsumenten.

 

Das „Familienblatt“, wie es kurz und liebevoll genannt wurde, erschien zweimal im Monat und hatte naturgemäß den Auftrag zu erfüllen, den Genossenschaftsgedanken zu fördern, die Leser mit den vielseitigen Produkten und ansehnlichen Betriebsstätten der GEC in Schrift und Bild vertraut zumachen – also für sie zu werben. Die letzte Seite war oftmals den regionalen Konsumvereinen vorbehalten, denen hier Gelegenheit geboten wurde, kurz und prägnant, - mit Ware und Preis. Emma Riedl war Redakteurin des „Konsumgenossenschaftlichen Familienblatts“ der deutschen Konsumgenossenschaften in Böhmen zwischen 1921 und 1938.

 

 

Genossenschaftliche Erziehungs- und Schulungsarbeit für Frauen

In den Verteilungsstellen der einzelnen Konsumvereine waren in den Mitgliederausschüssen auch viele Frauen tätig. Die ehrenamtlichen Funktionäre trugen das Blatt von Stube zu Stube. Damit wurde auch eine gute Erziehungsarbeit geleistet. Über die Vorteile des Bareinkaufs, des Sparwesens, des genossenschaftlichen Einkaufs und vor allem auch über die verbilligten Leistungen der Eigenproduktion des eigenen Konsumvereins des Verbandes und der Großeinkauf wurde informiert.

 

Es wurde auch eine tiefgreifende und umsichtige genossenschaftliche Schulungsarbeit für Frauen in Angriff genommen. So entstand z.B. in Dittersbach eine konsumgenossenschaftliche Frauenschule . 50 führende Genossenschaftlerinnen aus 26 Konsumvereinen waren in dieser Schule zusammengefasst. Genossenschaftliche Frauenabenden wiesen Teilnehmerzahlen von 400-900 Personen auf. Auch an internationalen genossenschaftlichen Kongressen in London und Paris nahmen Frauen des Zentralkomitees teil.

 

Frauen beklagten bestehende Preisbindungen, Kartellabsprachen, das Aufkaufen und stilllegen von Patenten, aber auch die Werbung über Werbedrucksachen. „Nach unseren genossenschaftlichen Prinzipien steht immer noch viel zu viel Profit zwischen den Verbrauchern und der Wirtschaft.“

 

Genossenschaftsbewegung als ein Dorn im Auge der bürgerlichen Kaufmannschaft

In einem Bericht der Genossenschaftsbewegung an den DSAP-Parteitag, der am 26. und 27. März 1938 in Prag abgehalten wurde, hieß es wörtlich: „Gehässiger als je vorher wurden die Konsumgenossenschaften in der letzten Zeit von ihren Gegnern angefeindet... Die großangelegte Aktion kam freilich nicht überraschend... und immer wieder (wurde) die Forderung erhoben, die Konsumgenossenschaften zu verbieten, oder sie wenigstens mit hohen Sondersteuern zu belasten. Die sozialdemokratischen Parlamentarier und Landesvertreter sind den unerhörten Beschimpfungen und anmaßenden Forderungen wiederholt wirkungsvoll entgegengetreten. In der Stellungnahme zu den Konsumgenossenschaften zeigt sich am besten, von welcher Seite die werktätigen Verbraucher einen Schutz zu erwarten haben.“

 

Dass der stetige, erfolgreiche Anstieg der Genossenschaftsbewegung der bürgerlichen Kaufmannschaft ein Dorn im Auge war, lag auf der Hand.

Mitte des Jahres 1938 unterbreitete der Zentralrat der Kaufmannschaft dem Handelsministerium in Prag eine Denkschrift, die sich speziell mit der Tätigkeit der Konsumgenossenschaften befassten. Der Verband des Privathandels führte darin massive Beschwerden gegen die in vielen Ortschaften existierenden Konsumfilialen, also gegen die Selbsthilfeeinrichtungen der Verbraucher.

 

Die erhobenen Vorwürfe gipfelten in vier Anklagepunkten: Rückvergütung, Preiskalkulation, Bildungspflege und schließlich, dass die Konsumgenossenschaften von den Handelsgremien keine Gutachten darüber einholen, ob die Eröffnung einer Verteilstelle in einem Ort für die ansässigen Kaufleute wünschenswert sei.

 

Im „Familienblatt“ wurden die Vorwürfe scharf zurückgewiesen: „Der Privathandel richtet seine Tätigkeit darauf ein, Gewinn zu erzielen. Das ist sein Zweck. Der erzielte Gewinn kommt einem einzelnen oder einer beschränkten Anzahl von Unternehmern zugute. Die Konsumgenossenschaft ist eine freiwillige Vereinbarung gleichberechtigter Familien, die durch genossenschaftliche Selbsthilfe bestrebt sind, ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern. .. Würde den Gremien (der bürgerlichen Kaufmannschaft, d.Red.) das Recht erteilt, ob die Verbraucher eines Ortes sich genossenschaftlich zusammenschließen und eine Verteilungsstelle errichten dürften, dann gäbe es keine einzige neue Verteilungsstelle mehr. Das Recht der genossenschaftlichen Vereinigung steht den Verbrauchern zu. Es kann ihnen nicht geraubt werden...“

 

Die Situation änderte sich schlagartig, als die deutsche Wehrmacht im Oktober 1938 einmarschierte. Nach dem „Münchner Abkommen“ und dem damit verbundenen „Anschluss“ an das Dritte Reich, gab es für die  GEC und somit auch für die Konsumgenossenschaften – die sich stets als Teil der sudetendeutschen sozialdemokratischen Arbeiterbewegung verstanden – keine Zukunft mehr. Plünderungen durch die Nazis in den sozialdemokratischen Konsumgeschäften, -Lagern und –Fabriken gingen der Auflösung voraus.

 

Weihnachten 1938, zum letzten Male kamen die Frauen in den Konsum, um Einkäufe für die Weihnachtsbäckerei und Geschenke für die Familie zu besorgen. Die Liquidation des Konsums erfolgte zum 31.12.1938. Die Genossenschaftsanteile wurden ausbezahlt. Nicht in bar, sondern in vorhandenen Waren (Lebensmittel, Textilien, Schuhe, Geschirr).

 

Die anfängliche Bekämpfung der ursprünglich basisdemokratischen Konsumgenossenschaftsbewegung wich der Eingliederung 1941 in das Gemeinschaftswerk der Deutschen Arbeitsfront. Diese beinhaltete einerseits den uneingeschränkten Zugriff der Kriegswirtschaft auf die Einrichtungen und drückte sich andererseits in der Beschäftigung von Zwangsarbeitern und der Belieferung von Konzentrationslagern aus.

 

Verwandte Quellen: SJ 1977, 92ff., Maria Günzl - SJ 1978, 111 ff, Freimut Peschanel - SJ 1993, 85ff., Freimut Peschanel - Festschrift "25 Jahre Konsum- und Spargenossenschaft Selbsthilfe Komotau" - internet

 

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