Regionalgruppe Niederbayern-Oberpfalz

Die neugewählte Vorstandschaft um Vorsitzende Rita Hagl-Kehl, MdB (Mitte) und ihrem Stellvertreter Dennis Schötz 4.v.re.): Kassiererin Karin Hagendorn (3.vli.), Schriftführer Rainer Pasta (re), den Revisoren Irene Ilgmeier (2.re.) und Christian Enders (2.li) sowie den Beisitzern Barbara Kasberger (li), Walter Annuß (4.v.li.), Erwin Hadwiger (5.re.) und Joachim Mosler (3.v.re.). Zwei Beisitzer wurden in Abwesenheit bestätigt: Dr. Bastian Vergnon und František Rečác aus Böhmen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  

1. Vorsitzende           Rita  Hagl-Kehl, MdB                                   

                               Nördlicher Stadtgraben 9

                               94469 Deggendorf                                      

                               rita.hagl-kehl.mdb@bundestag.de

 

2. Vorsitzender         Dennis Schötz       

                             schoetz.de@gmail.com"> schoetz.de@gmail.com

                             

 

Kassiererin                 Karin Hagendorn                                         

                                karin.hagendorn@online.de

 

Schriftführer              Rainer Pasta                                                 

                               rainer.pasta@freenet.de

 

Revisorin                    Irene Ilgmeier                                              

                                 irene.ilgmeier@t-online.de

 

Revisor                       Christian  Enders                                          

                                 ChristianEnders@gmx.net

 

Beisitzer                    Joachim Mosler                                          

                                 joachimmosler@gmx.de">jjoachimmosler@gmx.de">joachimmosler@gmx.de">oachimmosler@gmx.de

 

Beisitzerin                  Barbara Kasberger                                             

                                antaris17@icloud.com">antaris17@icloud.com

 

Beisitzer                     Dr. Bastian  Vergnon                                         

                                 vergnon@gmx.de

 

Beisitzer                     František Rečác                                          

                                  frantisek.rezac@gmail.com">frantisek.rezac@gmail.com

 

Beisitzer                      Walter Annuß

                                  walter.annuss@gmx.de">walter.annuss@gmx.de

 

Beisitzer                      Erwin Hadwiger

                                  erwin_hadwiger@t-online.de">erwin_hadwiger@t-online.de

 

Protokoll der Gründungsversammlung am 19.11.2016 in Straubing

Presse: Straubinger Tagblatt: Ankündigung - Bericht

 

Neuwahlen 2021

70 Jahre Seliger-Gemeinde

Mitgliederversammlung und Neuwahlen bei der Regionalgruppe Niederbayer/Oberpfalz

Nachdem die Neuwahlen 2020 wegen den Corona-Auflagen ausfallen mussten, trafen sich die Mitglieder der Seliger-Gemeinde Regionalgruppe Niederbayer/Oberpfalz am Samstag im Landshuter Hof in Straubing. Neben den obligatorischen Rück- und Ausblicken sowie der nötigen Neuwahl der Vorstandschaft drehte sich die inhaltliche Auseinandersetzung um das Jubiläum „70 Jahre Seliger-Gemeinde“ das in diesem Jahr begangen wird. Mit Dennis Schötz, u.a Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Straubing-Bogen, konnte ein junger, engagierter Viechtacher für den stellvertretenden Regionalgruppen Vorsitz gefunden werden.

Die 2016 gegründete Regionalgruppe Niederbayer/Oberpfalz der Seliger-Gemeinde, die die ehemaligen Ortsgruppen Passau, Straubing und Regensburg, sowie die Einzelmitglieder in Niederbayern und dem südlichen Teil der Oberpfalz repräsentiert, ist für ihre stabile Vorstandschaft bekannt. Leider musste der stellvertretende Vorsitzende nach dem plötzlichen Ableben von Manfred Herbinger aus Thurmansbang im vergangenen Jahr neu gefunden werden. Spontan erklärte sich der eingeladene Grußwortredner Dennis Schötz, er stellte sich der Gruppe als SPD-Bundestagskandidat vor, bereit, bereit, sich um das Amt zu bewerben. Schötz war erst kurz vorher der Seliger-Gemeinde beigetreten, weil er die Problematik der Heimatvertriebenen aus den Geschichten seiner (Ur-)Oma, die aus Ostpreußen stammte, und durch die vielen Heimatvertrieben in seiner Heimatstadt Viechtach kannte. Der 27jährige Schötz ist langjähriges Mitglied des SPD-Ortsvereins Viechtach und wurde 2016 zum stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Regen gewählt. Seit Mai 2020 vertritt er die Bürgerinnen und Bürger im Viechtacher Stadtrat. „Es ist mir eine große Ehre und zeitgleich auch ein Ansporn, die Heimatvertriebenen in meiner Heimatstadt und in den Regierungsbezirken Niederbayern und Oberpfalz zu vertreten“, so Dennis Schötz. Als Kulturbeauftragter der Stadt Viechtach und Mitglied des Kulturausschusses hat der aktive Kommunalpolitiker schon vielfältig mit dem kulturellen Leben der Sudetendeutschen im Grenzraum zu tun. Nun wird er sein Augenmerk verstärkt auf die Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokraten richten und in diesem Sinne die deutsch-tschechische Zukunft gestalten.

Spurensuche

Rita Hagl-Kehl berichtete über die Tätigkeiten der Regionalgruppe in den vergangenen drei Jahren und unterstich die Bedeutung der Seliger-Gemeinde im bayerisch-tschechischen Grenzraum. Hier habe die Gruppe vor allem durch die „Spurensuche“ nach den sozialdemokratischen Sudetendeutschen in Winterberg 2018 viele Wissenslücken geschlossen und historischen Zusammenhänge für deutsche und Tschechen aufbereitet. Die für 2019 geplante Aktion im Bereich Eleonorenhain (Lenora)/Wallern (Volary) musste wegen der Grenzschließung zu Tschechien abgesagt und auch 2020 verschoben werden. „Hier ploppten plötzlich Erinnerungen an den Eisernen Vorhang auf, als die Grenzen undurchdringlich und mit bewaffneten Kräften gesichert wurden“, erklärte Hagl-Kehl, die aus dem Raum Freyung/Mauth stammt. Schriftführer Rainer Pasta stellte anschließend die nun für den Oktober geplante „Spurensuche“ im Detail vor. Rita Hagl-Kehl berichtete weiter, dass sie Ende August die Pragreise des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in ihrer Funktion als Entsandte der SPD-Bundestagsfraktion im Sudetendeutschen Rat, Mitglied im Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und als Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung begleiten darf.

70 Jahre Seliger-Gemeinde

Die Seliger-Gemeinde wurde am 4. Juni 1951 gegründet. Sie nannte sich nach dem 1. Vorsitzenden der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP) in der 1. Tschechoslowakischen Republik, Josef Seliger. Sie zählt zu den sozialdemokratischen Traditionsverbänden, die die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft für ebenso unerlässlich halten wie die Förderung der deutsch-tschechischen Beziehungen und die Festigung der Europäischen Union. „Die Seliger-Gemeinde ist seit ihrer Gründung eine Brücke zwischen den Menschen diesseits und jenseits der deutsch-tschechischen Grenze. Sie wird auch in Zukunft durch ihre Aktivitäten den deutsch-tschechischen Dialog stärken und eine Plattform für Gespräche und Diskussionen bieten, die einer friedlichen, demokratischen und nachhaltigen Zukunft Europas dienen. Die Seliger-Gemeinde nutzt für den Dialog mit Tschechien seit Jahren verschiedenste Instrumente und Organisationsformen, die sich im Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre bewährt haben“, so Hagl-Kehl in ihren Ausführungen.

Deutsch-Tschechische Zukunftsthemen

Der unterschiedliche Umgang mit Flüchtlingen und Migranten in den Staaten der EU, insbesondere in Deutschland und Tschechien, stelle eine besondere Herausforderung dar. „Die Seliger-Gemeinde plädiert aus eigener Erfahrung für einen sensiblen Umgang mit dem Schicksal von Flucht, Verfolgung und Vertreibung und für die Unterstützung von Migranten und Schutzsuchenden in der Gegenwart“, erklärte Hagl-Kehl weiter.

Die Seliger-Gemeinde sei sich bewusst, dass aktuelle Entwicklungen wie der Klimawandel, die Globalisierung, die Digitalisierung und die demographische Veränderung der Gesellschaft zu den großen Herausforderungen der Gegenwart zählten. „Nach politischen Lösungen zu suchen, welche die sozialen und demokratischen Errungenschaften der Vergangenheit bewahren und weiterentwickeln, ist eine Aufgabe, der wir uns stellen müssen“, schloss Rita Hagl-Kehl ihre Jubiläumsansprache.

 

Neuwahlen 2018

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen – Zukunft der Seliger Gemeinde wird bunter und europäischer

Die Regionalgruppe Niederbayern-Oberpfalz der Seliger Gemeinde wählte eine neue Vorstandschaft und stimmte sich auf die Höhepunkte des kommenden Jahres ein: die richtungsweisenden Europawahlen im Mai und das 100-Jahre-Jubiläum zur Gründung der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP) in der Tschechoslowakei. Die bisherige und zukünftige Vorsitzende, die Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl, u.a. Mitglied im Sudetendeutschen Rat und im Präsidium des deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, zeigte sich erfreut, dass es auch heute noch möglich ist, Menschen dafür zu begeistern, die 100jährige Tradition der DSAP aufrecht zu erhalten und deren Ziele und Werte in die heutige Zeit zu transformieren. Manfred Herbinger aus Thurmannsbang folgt als stellvertretender Vorsitzender auf Bruno Andreas Dengel, der seit September zum Landesvorsitzenden aufgestiegen ist.

 

Vor fast genau zwei Jahren gründete sich die Regionalgruppe Niederbayern-Oberpfalz der Seliger Gemeinde im Landshuter Hof in Straubing, um den letzten Mitgliedern der ehemaligen großen Ortsgruppen aus Passau, Straubing, Neutraubling und Regensburg sowie einigen versprengten Einzelmitgliedern einen neuen funktionierenden Überbau zu geben. „Grund genug, auch die diesjährige Mitgliederversammlung mit Neuwahlen wieder hier abzuhalten“, so Rita Hagl-Kehl, die für den vergangenen Freitag in den Landshuter Hof nach Straubing einlud.

Deutschland hat zu Recht ein modernes, Europa konformes Asylrecht

Vorsitzende Hagl-Kehl konnte eine Reihe von Mitgliedern begrüßen, u.a. den Landesvorsitzenden Bruno Andreas Dengel und František Rečák, der extra aus Plisen angereist war. Dengel, der bisher stellvertretender Vorsitzender der Regionalgruppe war und seit 22. September die Landesgruppe der Seliger Gemeinde leitet, erinnerte in seinem Grußwort an die Werte der Seliger Gemeinde und erläuterte das Zusammenspiel zwischen Flucht, Vertreibung, Ankommen in der neuen Heimat und gelungener Integration, wofür die sudetendeutschen Sozialdemokraten ein glaubhaftes Beispiel abgeben können. Dengel verwies in diesem Zusammenhang auf die Menschenrechte und das Recht auf Asyl in unserem Grundgesetz. „Diese Werte dürfen nicht infrage gestellt werden. Neben Italien, hat vor allem Deutschland aufgrund der Erfahrungen in seiner Geschichte ein modernes Asylrecht, dass jederzeit mit den europäischen Regelungen in Einklang gebracht werden kann“, so Dengel, der ergänzte, dass es ihm unverständlich sei, dass ein Kandidat um den Vorsitz der CDU und möglicher Kanzlerkandidat  dies in Zweifel ziehe.

Die Sozialdemokratie macht auch in Tschechien Politik für die Menschen

Frantisek Rečák aus Pilsen/CZ und ebenfalls Mitglied der Regionalgruppe berichtete über die aktuelle politische Lage in Tschechien, wo aktuell ein Mistrauensvotum gegen Ministerpräsidenten Babiš laufe. Die in der Koalition mitregierende ČSSD sei zweigespalten und tendiere auch dazu, die Koalition zu verlassen, weil sie befürchte, weiter Schaden zu nehmen und unter die 5% zu fallen. Derweil mache sie aber wichtige soziale Politik (Erhöhung des Mindestlohns....) in der Regierung Babiš. Rečák regte an, auch auf politischer ebene ein Netzwerk über die Grenze hinweg zu knüpfen und wolle dies persönlich unterstützen.  

Interessante und inhaltsreiche zwei Jahre   

Den Rechenschaftsbericht der Vorstandschaft gab Schriftführer Rainer Pasta ab. Pasta erinnerte an die Neugründung der Regionalgruppe Niederbayern/Oberpfalz am 19.11.2016 in Straubing und erklärte, dass die hier neugeschaffene Organisationsform inzwischen mehrmals kopiert wurde. Fünf Mitgliederversammlungen, abwechselnd in Regensburg und Passau abgehalten, boten den Mitgliedern wichtige Informationen und die Gelegenheit sich wieder kennen zu lernen. Die Vernetzung der Seliger Gemeinde mit der regionalen SPD sei ebenso vorangetrieben worden, wie die Teilnahme an den Veranstaltungen des Landes- und Bundesvorstandes.

Das 2017 ins Leben gerufene Projekt „Spurensuche“ sei auf einem guten Weg, so Pasta weiter und Ende März 2019 werde die Regionalgruppe die Spuren der DSAP in Vimperg/Winterberg/CZ vor Ort erforschen, nachdem mit Roman Hajník ein interessierter Heimatforscher jenseits der Grenze gefunden wurde. Auch der Kontakt zu den Naturfreunden konnte, ausgehend von Niederbayern-Oberpfalz, bis auf Landesebene ausgedehnt werden.

Bewährte Vorstandschaft mit neuen Kräften ergänzt

Nachdem auch die Kassenführung durch Karin Hagendorn von den Revisoren nur Lob erfuhr, konnte die Vorstandschaft entlastet werden und Landesvorsitzender Bruno Dengel leitete die Neuwahlen persönlich. Von den anwesenden Wahlberechtigten einstimmig gewählt wurde als Vorsitzende erneut Rita Hagl-Kehl, MdB aus Deggendorf, als stellvertretender Vorsitzender wurde neu gewählt Manfred Herbinger aus Thurmannsbang, bestätigt wurden Kassiererin Karin Hagendorn aus Hohenthann und Schriftführer Rainer Pasta aus Geiselhöring. Als Revisoren wurden Irene Ilgmeier aus Straubing und Christian Enders aus Lappersdorf erneut bestätigt. Beisitzer sind für die kommenden zwei Jahre wieder Bettina Blöhm, Thurmannsbang und Dr. Bastian Vergnon, Regensburg, sowie neu dazugekommen Joachim Mosler, Schierling und Frantisek Rečak, Pilsen/CZ.

Die Seliger Gemeinde soll bunter werden – und ein Bekenntnis zu Europa

Landesvorsitzender Andreas Bruno Dengel brachte bei der anschließenden konstituierenden Sitzung des neuen Regionalgruppen-Vorstandes auch die neuen Thesen der Seliger Gemeinde zur Sprache. Aufbauend auf den vor 20 Jahren verabschiedeten Brannenburger Thesen, die das „Arbeitsprogramm“ der Seliger Gemeinde festgeschrieben hatten, sei es an der Zeit, neue Ziele zu formulieren. Die Erschließung neuer Zielgruppen und Themen, und somit die Sicherung der Zukunft der Seliger Gemeinde, sei die Kernaussage des neuen Papiers, so Dengel: „Wir stehen für die gemeinsame Vision eines progressiven, sozialen Europas unter Achtung aller kultureller Unterschiede. Wir kämpfen für ein Europa mit gleichen Chancen und sozialen Frieden. Wir wollen ein Europa ohne Diskriminierung, in dem Pluralismus, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichstellung von Frauen und Männern gelebt werden“. Die Seliger Gemeinde will sich auch bewusst für Migrantinnen und Migranten öffnen, die auf Basis sozialdemokratischer Werte und mit dem Ziel soziale Gerechtigkeit und Fortschritt zum Wohle der Menschen für eine demokratische, progressive und soziale Welt zu erreichen, mitarbeiten wollen. Die Vorstandschaft konnte, nachdem die Thesen bereits im Vorfeld mit den Mitgliedern diskutiert wurden, ein einstimmiges Votum erteilen.

Seliger Gemeinde in Niederbayern-Oberpfalz einst stark vertreten

Rückblick auf besondere Veranstaltungen in der Seliger-Chronik

 

 

 

Josef-Seliger (1870 - 1920)

Ausstellung

 

Film

Volkshaus.net

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Jahresmotto 2019

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