Von Havel bis Jirí Paroubek - Anerkennung der sudetendeutsch

Von Vaclav Havel bis Jírí Paroubeck – Anerkennung der Sudetendeutschen Sozialdemokraten

Der Versuch von Seiten der Seliger-Gemeinde, mit namhaften Vertretern der tschechischen Sozaildemokratie ins Gespräch zu kommen, reicht weit zurück. Schon vor dem erfolg der Samtenen Revolution von 1989 folgten Gäste aus dem Nachbarland oder dem tschoslowakischen Exil den Einladungen zu den alljährlichen Bundesversammlungen der Seliger-Gemeinde. Es ergaben sich daraus mehr oder weniger freundschaftliche Beziehungen.

Überparteiliche Verbindungen entwickelten sich z.B. durch die Entschuldigung Václav Havels für die Vertreibung am 28. Dezember 1989, die Gründung der „Gemeinsamen Historikerkommission“ 1990, aus der Unterzeichnung des „Nachbarschaftsvertrages“ 1992 und der „Deutsch-Tschechischen Erklärung über die gegenseitigen Beziehungen und deren künftige Entwicklung“ 1997. die Arbeit des im selben Jahre gegründeten „Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds“ schuf schließlich ein Klima, in dem die tschechische Regierung auf die sudetendeutschen Sozialdemokraten zugehen konnte.

Zuerst erklärte der damalige Stellvertretende Ministerpräsident Egon Lánský auf dem Bundestreffen der Seliger-Gemeinde in Straubing 1998: „Es tut uns Leid, dass Euch Unrecht geschehen ist, und ich bitte Euch um Verzeihung... Lassen wir die Vergangenheit hinter uns und wagen wir, auf die Zukunft gerichtet, einen neuen Anfang.“ Und ein paar Jahre später, im August 2004, bezeugtete der damalige Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Jírí Paroubeck, den sudetendeutschen Antifaschisten – in der Deutlichkeit unerwartet – die „Anerkennung für ihre Stellung in Zeiten der Bedrohung der Tschechoslowakei durch das nazistische Deutschland“ und entschuldigte sich für die Ungerechtigkeiten der Maßnahmen gegen sie nach 1945. Außerdem brachte er das Projekt zur Aufarbeitung des deutschen Widerstandes gegen Hitlerdeutschland in der CSR auf den Weg, vor allem basierend auf Zeitzeugenbefragungen. Die Veröffentlichungen (Ausstellungen, Bücher, Filme, Rundfunkserien u.v.m.) haben unterdessen die Aufmerksamkeit auch nachhaltig auf das Leid und die Leistungen der sudetendeutschen Sozialdemokraten gelenkt.

 

 

 

 

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