Adolf Hasenöhrl

Vor 30 Jahren starb Adolf Hasenöhrl

 

Am 9. Februar 1989 verstarb unser langjähriges Präsidiumsmitglied und Vorsitzender der Seliger-Gemeinde Adolf Hasenöhrl.

 

Der Böhmerwäldler, der am 15. Oktober 1911 in Chumo/Chlum geboren wurde, sein Vater Maurer und in der 1. CSR Ortsvorsteher, kam 1938 als Sozialdemokrat mit seinem Vater ins KZ Dachau, für ein Jahr, dann in den Krieg und wurde nach 1945 vertrieben aus seiner alten Heimat. Neuanfang in Esslingen und Stuttgart, wo er auch viele Jahre Vorsitzender des Böhmerwaldvereins war.

 

In dankbarer Erinnerung sind wir uns bewusst, welche Verdienste sich Adolf Hasenöhrl in den Jahrzehnten seiner Tätigkeit in vielen Funktionen erworben hat. Sein Wirken in vielen Vereinen und Organisationen der Heimatvertriebenen, aber vor allem für die Gemeinschaft unserer Seliger-Gemeinde, sei in ganz besonderem Maße gewürdigt. Als Ministerialdirigent und Leiter der Hauptabteilung für Vertriebene und Flüchtlinge im Innenministerium von Baden-Württemberg ab 1966 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 1976 setzte er sich stets mit großem Engagement für die Belange und Anliegen seiner Landsleute und seiner politischen Gesinnungsfreunde ein.

 

Als Geschäftsführer übernahm er 1966 den Verlag „Die Brücke“ und war nicht nur für die SPD im Landtag, sondern auch zeitweilig Landesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Baden-Württemberg und Mitglied der Bundesversammlung. Auch im Sudetendeutschen Rat war er Präsidiumsmitglied.

 

1971 wurde Adolf Hasenöhrl zum Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde gewählt. Im selben Jahr wurde ihm der Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis verliehen in Anerkennung und Würdigung seiner großen Verdienste für die Gemeinschaft der Seliger-Gemeinde. In vielen anderen Funktionen und Tätigkeiten war er maßgeblich beteiligt. Einer, der im Schwabenland und weit darüber hinaus an führender Stelle zu wirken berufen gewesen war.

Zum Ende seiner aktiven Dienstzeit setzte er noch durch, dass in Stuttgart ein „Haus der Heimat“ errichtet wurde, in dem auch ein Büro der Seliger-Gemeinde und das Seliger-Archiv eine lange Zeit untergebracht waren. 

Helmut Letfuß, 2019

 

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