Alte Tradition

aus der Geschichte

Die Geschichte der Seliger-Gemeinde

Wer sind wir?

DieSeliger Gemeinde ist die Nachfolgeorganisation der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiter-Partei (DSAP) in der Ersten Tschechoslowakischen Republik (1918 bis 1939) und der Treuegemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten im Exil (1939 bis 1951). Nach der Besetzung des Sudetenlandes durch Hitler gelang einem Teil des Parteivorstandes und der Mitglieder die Flucht ins Exil. Andere kamen in Konzentrationslager und Zuchthäuser, wo viele sudetendeutsche Sozialdemokraten ums Leben kamen.

1945: Kriegsende - Vertreibung - Neubeginn

Nach monatelangen Beratungen und Sondierungen einigten sich ehemalige Mitglieder des DSAP-Vorstandes im Exil, Sprecher der so genannten ANTIFA-Flüchtlingsaktion und der Parteivorstand der SPD in Hannover auf die Gründung einer eigenen Organisation sudetendeutscher Sozialdemokraten im Ausland, die am 10./11. November 1951 im Postgewerkschaftsheim in Brannenburg (Oberbayern) stattfand.


Wenzel Jaksch: "Die Traditionswerte der sudetendeutschen Arbeiterbewegung gehören zu dem unverlierbaren Besitzstand des europäischen Sozialismus." Die Gemeinschaft gab sich nach dem ersten Vorsitzenden der DSAP den Namen Seliger-Gemeinde.

 

Kleine Geschichte der DSAP (Deutsche Sozialdemokratische Arbeiter-Partei)

Am 3. September 1919 wurde die DSAP in Teplitz in Nordböhmen gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Josef Seliger gewählt. Nach seinem plötzlichen Tod 1920 folgte Dr. Ludwig Czech. Auf dem letzten Parteitag am 26./27. März 1938 in Prag löste ihn Wenzel Jaksch ab.

Die aus der altösterreichischen Sozialdemokratie hervorgegangene DSAP errang bei den Erstwahlen zum Tschechoslowakischen Parlament im April 1920 einen Anteil von 44 Prozent der deutschen Stimmen und war dadurch dem Verhältnis nach die stärkste sozialdemokratische Partei der Welt geworden. Die DSAP trat 1929 in die Regierung ein. Ihr Vorsitzender Dr. Czech wurde mit Hilfe der tschechoslowakischen Sozialdemokraten Fürsorgeminister. Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit erschwerten sein Wirken in dieser Position. Er war anschließend Minister für Öffentliche Arbeiten und ab 1935 Gesundheitsminister.

Nach der gewaltsamen Zerschlagung der DSAP im September 1938 beschloss der Parteivorstand, die Tätigkeit im Exil unter dem Namen Treuegemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten fortzusetzen. Dr. Czech hatte die Teilnahme an der Emigration abgelehnt. Er ist 1942 im KZ Theresienstadt durch den Naziterror umgekommen und wurde dort in einem Massengrab beerdigt.

 

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