Die BRÜCKE

DIE BRÜCKE - seit 1. Juli 1947 Bindeglied der Freunde Josef Seligers

In seinem Geleitwort für die „Brücke" schrieb Richard Reitzner: „Inmitten von Verwüstung und Trümmern, umgeben von persönlicher Unsicherheit, suchen wir kleinen Menschen heute nach einer Erklärung des uns o ungeheuer erscheinenden Geschehens. Wir suchen nach einer neuen Orientierung, nach einem Halt und einer ordnenden Hand... Gemeinsam wollen wir versuchen, uns eine neue Heimat aufzubauen und den Grundstein zu legen für eine neue und bessere Zeit. An unserer Bereitwilligkeit soll es nicht fehlen und „Die Brücke" wird unser Sprachrohr sein."

Als die Zeitung 1957 ihren zehnten Geburtstag begehen konnte, war sie nicht nur in das größere Berliner Format hineingewachsen, sondern sie erschient seit 1955 auch wöchentlich und im eigenen Verlag.

So wie das Grußwort Willy Brandts zum zwanzigjährigen Bestehen unterstrich, dass die „Arbeit für die Sicherung des Friedens in Europa und in der Welt" durch die publizistische Arbeit der „Brücke" unterstützt wird, hat auch Adolf Hasenöhrl in seinen Aussagen wiederholt betont: „Sozialdemokraten haben nie scheinheilig nach Frieden gerufen, sondern sie haben immer dem Frieden und der Freiheit gedient!"

Seit dem Tod von Alfred Nau und den veränderten Verhältnissen hat es für den Fortbestand der Zeitung im Parlament und im Parteivorstand der SPD immer wieder Fürsprecher gegeben. Besonders verdient dabei haben sich neben einem der Mitbegründer - Richard Reitzner - die späteren Verlagsleiter Volkmar Gabert, Adolf Hasenöhrl und Willi Jäger sowie Dr. Heinz Kreutzmann und Hans Stephan gemacht.

Ab 1984 (dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst) war Willi Jäger offiziell verantwortlicher Chefredakteur. Am 27. September 1996 konnte er seinen 75. Geburtstag begehen. Sein Gesundheitszustand zwang ihn 1997 zur Übergabe der Redaktion an Erich Sandner, der sich dankenswerterweise dafür zur Versfügung stellte und in der Arbeit voll aufgeht.

Zwischenzeitlich erschien die „Brücke" zwei-monatlich mit einem Umfang von 16 Seiten. Der Untertitel „Nachrichten aus Deutschland und Europa" weist darauf hin, dass sie längst den engen Rahmen „sudetendeutsch", auf den sie sich im Anfang beschränkte, verlassen hat, auch wenn sie sich als Organ der Seliger-Gemeinde nach wie vor der Probleme dieser Volksgruppe besonders annimmt. Das wird auch weiterhin die Aufgabe der „Brücke" sein.

Alle fünf Gesellschafter, Volkmar Gabert, Dr. Heinz Kreutzmann, Dr. Martin K. Bachstein, Dr. Peter Becher und Erich Sandner gehören dem Bundesvorstand der Seliger-Gemeinde an. Der weitverstreute Leserkreis erstreckt sich über ganz Deutschland und Österreich England, Skandinavien, Canada und andere Länder, aber vor allem auch Tschechien, Polen, Ungarn und Rumänien.

Hätten nicht während der ganzen Jahre Redakteure und Mitarbeiter der Zeitung und des gleichnamigen Verlages oft mehr Idealismus, Fleiß und Selbstverständnis für die gute Sache mitgebracht, als sie entlohnt werden konnten, gäbe es auch diese sozialdemokratische Zeitung „Die Brücke" nicht mehr. Die Finanzlage ist trotzdem oft so, dass die Verantwortlichen vor der Frage standen: Einstellen oder die Mitglieder und die Leser zum Spenden zu bitten. Die Opferbereitschaft rettete die Zeitung!

Wissen ist Macht

Schulungs-Seminare, die sich mit gesamtdeutschen Problemen in erster Linien befassten, wurden regelmäßig durchgeführt und von fast allen Gruppen der Bundesrepublik, teils auch von den Auslandsgruppen beschickt. Der alte Grundsatz „Wissen ist Macht", der zur Gründung der Arbeiterbildungsvereine geführt hatte, hat in der Gegenwart einen noch höheren Stellenwert als damals.

Verlag. Zeitung und Mitteilungsblatt „Die Brücke"

Der Verlag „Die Brücke" GmbH wurde 1947 in München gegründet. Neben der Zeitung „Die Brücke", Sprachrohr der sudetendeutschen Sozialdemokraten, und dem jährlich erscheinenden „Sudeten-Jahrbuch" wurde eine große Anzahl von Büchern und Broschüren herausgegeben (siehe Sudeten-Jahrbuch).

Ab dem Jahr 2000 wurde die finanzielle Situation für den Verlag immer schlechter. Die Zeitung konnte nur noch alle zwei Monate erscheinen. 2002 wurden die finanziellen Zuschüsse vom Bundespresseamt und vom SPD-Parteivorstand gestrichen, die Zeitung musste eingestellt werden. Die letzte Ausgabe erschien am 15. Dezember 2002. Die rechtliche Abwicklung der Liquidation dauerte bis 2004. Im Jahr 2003 erschien die letzte Ausgabe des „Sudeten-Jahrbuchs", das eine umfassende Würdigung des im gleichen Jahr verstorbenen Bundesvorsitzenden Volkmar Gabert enthielt.

Mit der Einstellung der Zeitung „Die Brücke" besaßen die sudetendeutschen Sozialdemokraten kein eigenes Presseorgan mehr. Es bestand die große Gefahr, dass der Kontakt zwischen den Mitgliedern und den politischen Akteuren auf Bundes- und Landesebene verloren ging. Deshalb wurde beschlossen, mit einem mehrmals jährlich erscheinenden Mitteilungsblatt die Brücke zu den Mitgliedern und den Interessenten wieder herzustellen und aufrechtzuerhalten. Die erste Ausgabe unter der Redaktion von Dr. Martin K. Bachstein und Dr. Peter Becher (Bundesvorsitzende), erschien am 15. Mai 2004, 15 Tage nach dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union.

Inzwischen erscheint das Mitteilungsblatt regelmäßig viermal im Jahr - 26-mal bis Dezember 2010. Die Herausgabe wird vom SPD-Parteivorstand und der Sudetendeutschen Stiftung finanziell unterstützt. Dem Redaktionsteam gehören an Erni Bernhardt, Bonn (vJ.S.d.R), Dr. Martin K. Bachstein, Pöcking, Ulrich Miksch, Berlin, Prof. Dr. Heimo Scherz und Renate Slawik, München, ohne deren ehrenamtliche Arbeit es „Die Brücke" nicht gäbe.

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