Frühjahrsseminar 2018 in Bad Alexandersbad

Veröffentlicht am 08.05.2018 in Bundesverband

Festakt im Rathaussaal von Eger/Cheb mit (v.li.) Dr. Helmut Eikam, Johannes Kahrs, MdB, Albrecht Schläger, Bürgermeister Michal Pospíšil und Dr. Thomas Oellermann

Treue in schwerer Zeit

Seliger Gemeinde gedenkt beim Frühjahrsseminar 2018 den Ereignissen vor 80 Jahren in Eger/Cheb

Die Führung im Gebäude des ehemaligen Volkshauses, heute Lager und Restaurationswerkstatt des Stadtmuseums Eger, sowie die Feierstunde im Rathaus der Stadt legten ein Augenmerk auf die Ereignisse des Jahres 1938. Hier kam es zu von den Nationalsozialisten hervorgerufenen Unruhen (Sudetendeutscher Aufstand), denen mehrere tschechoslowakische Beamte zum Opfer fielen. Eine gewalttätige Erstürmung des Egerer Volkshauses wurde durch die Republikanische Wehr unter Einsatz von Schusswaffen verhindert. Es ist dies ein wichtiges historisches Beispiel dafür, dass es in der tragischen deutsch-tschechischen Geschichte des 20. Jahrhunderts auch lichte Momente im gemeinsamen Kampf für Freiheit und Demokratie gegeben hat.

 

Nach der Führung durch das Volkshaus, wo 1938 die Republikanische Wehr den Angriff eines nationalsozialistischen Mobs abwehren musste, fand die offizielle Feierstunde im Rathaussaal der Stadt Eger/Cheb statt. Es sprachen neben dem 2. Bürgermeister Michal Pospíšil auch Bundesvorsitzender Dr. Helmut Eikam, ein gebürtiger Egerländer. Eikam erinnerte daran, dass die sudetendeutschen Sozialdemokraten treu zur Tschechoslowakischen Republik standen und diese mit der „Waffe in der Hand“ verteidigt haben, während die Mehrheit „Heim ins Reich“ verlangte. Die Seliger-Gemeinde setze heute auf Versöhnung und gute nachbarschaftliche Beziehungen. Dafür habe man in den Brannenburger Thesen den Grundstein gelegt. Mit dem Grußwort von Zdenek Muzik von der Demokratischen Masaryk-Akademie Pilsen wurde der Dank der tschechischen Sozialdemokratie für das heldenhafte Handeln der Republikanischen Wehr überbracht und eine zukünftige Zusammenarbeit eingefordert. In seiner Ansprache beschwor Johannes Kahrs, MdB und Bundesvorsitzender des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, die Werte der seit 154 Jahren bestehenden Sozialdemokratie. Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold habe, wie die Republikanische Wehr in der Tschechoslowakei, die Demokratie und die Republik in Deutschland vor 1933 gegen Angriffe von links und vor allem von rechts verteidigt.  Es folgte die Festansprache von Dr. Thomas Oellermann, Historiker aus Prag mit dem Titel „Für Freiheit und Demokratie – der Kampf der Republikanischen Wehr gegen die Henleinbewegung im September 1938“.

 

 

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