Christine Haschek wird 90 - wir gratulieren!

Veröffentlicht am 10.05.2018 in Ortsgruppe Dachau

Text und Foto: Christine Roth

Christine Haschek, ehemalige Vorsitzende des Sozialwerks der Seliger Gemeinde feiert am 10. Mai ihren 90. Geburtstag


Christine Haschek gehörte zu den Vertriebenen, die nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Dachau eine neue Heimat fanden. 1928 wurde sie in Tscherwenka im ehemaligen Jugoslawien geboren. Mit 14 Jahren musste sie, wie viele andere Deutsche fliehen. Sie landete in Pellheim im Landkreis Dachau. Hier lernte sie Willi Haschek kennen. Er war ein bekennender Sozialdemokrat, SPD-Mitglied und viele Jahre Vorsitzender der Dachauer Seliger Gemeinde. Das Paar heiratete am 3. April 1948. Sie bauten in Dachau ein Haus, bekamen eine Tochter und freuten sich gemeinsam über ihren Enkelsohn Alexander.
 

Christine Haschek war wie ihr Mann stets politisch aktiv. In den 50ger Jahren wurde sie Betriebsratsvorsitzende in einer großen Wäscherei. Von 1972 bis 1984 engagierte sie sich als SPD-Stadträtin für die Belange der Dachauer Bürger. Von 1973 bis 1984 war sie Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Dachau. Hier gründete sie unter anderem die Sozialstation der AWO und rief den „Tag des Kindes“ ins Leben.


Von 1989 bis 2015 war sie als Geschäftsführerin des Sozialwerk der Seliger Gemeinde tätig. Das Sozialwerk unterstütze bedürftige Menschen in Tschechien und Rumänien mit je 50 Euro finanziell. 25 Jahre lang brachte Christine Haschek persönlich das Geld nach Tschechien.

Außerdem gründete sie die Handarbeitsgruppe der Seliger Gemeinde und half ihrem Mann Wilhelm Haschek bei sämtlichen Arbeiten die bei seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Seliger Gemeinde Dachau angefallen waren. Für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit bekam Christine Haschek im Oktober 2014 von den Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde Dr. Helmut Eikam und Albrecht Schläger die Richard-Reitzner-Medaille überreicht.


Das Geburtstagskind denkt auch mit 90 Jahren noch nicht daran, kürzer zu treten. Christine Haschek hat Floristin gelernt und hält sich mit Gartenarbeit, nähen und Kuchen backen fit. Außerdem ist sie sehr an der Weltpolitik interessiert. Die Jubilarin liest deshalb täglich ihre Süddeutsche Zeitung und versäumt nur selten den Bericht aus Berlin. Sie liebt alte Filme und Boulevardblätter mit Klatsch von Königshäusern und Prominenten. Ab und zu schaut sie ein Fußballspiel an, aber nur wenn der „FC Bayern“ oder die Nationalmannschaft spielt. Selbst das Internet ist ihr nicht fremd. Sie hat einen eigenen E-Mail Account und nützt ihr Handy, wenn sie mit ihrem Enkel, der in Hamburg wohnt, telefoniert. Außerdem nimmt sie an vielen SPD-Veranstaltungen teil. Anfang Juni wird sie auf Einladung von Michael Schrodi, MdB, mit anderen SPD-Mitgliedern nach Berlin fahren um sich zu informieren wie die neue Regierung arbeitet.

 

 

 

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