25.04.2020 in ?
Man kann die Wähler täuschen, aber die Weltgeschichte kann man nicht beschwindeln. Man kann sich in diesem Staate nicht auf jungfräuliche Loyalität berufen und gleichzeitig vom Nachbarsohn Kinder kriegen.
18.04.2020 in ?
Wir legen dieses Bekenntnis ab gerade angesichts der Fahnenflucht einer Reihe von Repräsentanten der deutschbürgerlichen Politik aus dem aktivistischen Lager. Für uns ist die nationale Friedensarbeit keine Konjunktursache, für uns bedeutet sie die Erfüllung einer historischen Mission, die der deutschen Arbeiterklasse auf dem Boden dieses Staates gestellt ist.
14.04.2020 in ?
Von Gottwald* beschimpft zu werden, ist mir nur eine Ehre.
aus der Rede vom 14. April 1932 zur Erklärung des Ministers für öffentliche Arbeiten Dostálek vom 30. März 1932 zum Bergarbeiterstreik und zu seiner Beileidsbekundung für die Opfer des Blutvergießens im Brüxer Gebiet am 13. April 1932
* Klement Gottwald, Vorsitzender der KSČ (1929–1948)
08.04.2020 in ?
Der Historiker und frühere Dissident Ph.D. Dr. sc. Jan Křen ist im Alter von 89 Jahren an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Křen hat sich vor allem mit der tschechisch-deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert beschäftigt. Im Jahr 2000 erhielt er dafür das Bundesverdienstkreuz und 2014 wurde er von der Seliger-Gemeinde mit dem Wenzel-Jaksch-Preis ausgezeichnet.
03.04.2020 in ?
Generalsekretärin Christa Naaß erinnert an die Gründung am 03. April 1955:
Eine im deutschen Vertriebenenbereich einmalige Einrichtung ist der Sudetendeutsche Rat, dessen 30 Mitglieder je zur Hälfte von der Sudetendeutschen Landsmannschaft und den Fraktionen des Deutschen Bundestags berufen werden.
12.03.2020 in ?
Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Seliger-Gemeinde,
wir laden Euch herzlich ein zur nächsten Mittwochsrunde. Sie findet am 25. März 2020
um 16 Uhr im Haus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5 statt. Thema dieser Runde ist "Diavortrag: Bauernkriegspanorama".
27.02.2020 in ?
Liebe Genossinnen und Genossen,
es ist schön Euch alle hier zu sehen. Viele kommen wie ich seit Jahren am Aschermittwoch nach Vilshofen. Wir haben gepoltert, gefeixt und gelacht. In diesen Tagen von Hanau, in diesen Tagen von Thüringen fällt es vielen schwer zu lachen in unserem Land.
Ich sage Euch, es gab aber wohl kaum eine Zeit, in der mir bewusster und klarer war und ist, warum ich Sozialdemokratin bin.
Eine junge Genossin schrieb mir am Tag nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen eine kurze Nachricht. Sie lautete: „Gestern war der Tag, vor dem wir - seit ich denken kann - Angst haben. Am Gedenktag der Befreiung in Auschwitz hat ein Überlebender gesagt: erst durften wir nicht auf den Bänken sitzen. Wir fanden es nicht schlimm; es gab genug Bänke. Dann nicht baden gehen. Nicht schlimm; dann gehen wir an einen Waldsee. Dann nur noch nach 17 Uhr einkaufen gehen; und wir waren gleichgültig – und dann kam Auschwitz…“
Die Angst der jungen Genossin vor dem, was uns droht, ist berechtigt. Aber die Angst darf uns nicht lähmen. Nein, lasst uns gemeinsam diese Angst in Kraft umwandeln. Die Populisten, Rechtsextremen, Rassisten und Nazis in unserem Land müssen die Kraft der Demokratie spüren! Und wenn wir eins aus unserer Geschichte wissen, dann das: Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten werden niemals zurückweichen!
Liebe Genossinnen und Genossen,
Dafür braucht man Überzeugungen – und die haben wir als Sozialdemokrat*innen seit über 150 Jahren. Dafür braucht man aber auch eine gehörige Portion Mut – und auch den haben wir. So wie ihn auch unsere Vorfahren hatten.
Und den Mitgliedern der CDU nicht nur in Thüringen rufe ich und rufen wir zu: Besinnt euch! Ihr könnt zwar den von euch begangenen Tabubruch nicht ungeschehen machen, aber die Konsequenzen endlich ziehen. Die Zeit für Machtspielchen mit Faschisten ist vorbei! Denn man paktiert als Demokrat nicht mit einem Mann
- der vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird
- der die Bundesrepublik als „Irrenhaus“ bezeichnet
- und der die „Zivilgesellschaft trockenlegen möchte“.
Als Demokrat macht man genau das Gegenteil: Man bekämpft die Faschisten in unserem Land, denn für uns Sozialdemokraten heißt es: „Nie wieder!“.
(aus der Rede der SPD-Landesvorsitzenden Natascha Kohnen auf dem Politischen Aschermittwoch der BayernSPD am 26.02.2020 in Vilshofen an der Donau)
16.02.2020 in ?
Markus Rinderspacher, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, zum 150. Geburtstag von Josef Seliger:
Heute vor 150 Jahren wurde Josef Seliger geboren.
Er war der erste Vorsitzenden der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP).
Sein Tod im Alter von nur 50 Jahren wenige Tage nach dem zweiten Parteitag 1920 in Karlsbad bedeutete für die Sozialdemokratie einen schweren Verlust.
Die Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten trägt noch heute seinen Namen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Verhältnis der Deutschen und besonders der Sudetendeutschen zu den tschechischen Nachbarn zu verbessern.
14.02.2020 in ?
Markus Rinderspacher, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, zum 150. Geburtstag von Dr. Ludwig Czech:
Heute vor 150 Jahren wurde Ludwig Czech geboren.
Er war ab 1920 Vorsitzender der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP) und bekleidete von 1929 bis 1938 in der ersten tschechoslowakischen Republik mehrere Ministerposten.
Er war maßgeblich verantwortlich für die konstruktive, integrative Mitarbeit der deutschen Minderheit in der jungen tschechoslowakischen Republik.
Nach dem Münchner Abkommen 1938 wurde er als Jude, Sozialdemokrat und Gegner der Nationalsozialisten Opfer der Nazi-Verfolgung.
Nach seiner Verschleppung 1942 starb er im selben Jahr im Ghetto Theresienstadt.
13.02.2020 in ?
Ein Text des Exilpolitikers PhDr. Karel Hrubý, zu 30 Jahren Erneuerung der ČSSD:
Liebe Freunde,
vor dreißig Jahren endete die triste Zeit der Herrschaft einer Partei und einer Ideologie und die damalige Tschechoslowakei und ihre Gesellschaft standen vor neuen Wegen. Es kam zur Erneuerung eines freien politischen Lebens. Es kam zur Erneuerung unserer Sozialdemokratie. Diese war doch im Juni 1948 als demokratischer Gegner der diktatorischen Auffassung des Sozialismus durch die Kommunisten liquidiert worden. Sie lebte durch die Opferbereitschaft ihrer Mitglieder weiter, in der Illegalität, in den Gefängnissen und im Exil. Der Versuch ihrer Erneuerung im Jahr 1968 endete mit der sowjetischen Invasion und der Erneuerung des sog. Normalisierungsregimes. Vor 30 Jahren aber kam der Augenblick ihrer definitiven Rückkehr in das politische Leben des Landes.
12.02.2020 in ?
Heute vor 86 Jahren begannen die Februarkämpfe, in denen die österreichischen Arbeiterinnen und Arbeiter in einem verzweifelten Kampf die Demokratie gegen den Faschismus verteidigten. Der Widerstand kam zu spät und wurde von den Austrofaschisten blutig niedergeschlagen. Unter den Opfern der Februarkämpfe befanden sich zahlreiche Sozialdemokraten.
Wir gedenken heute den aufrechten Kämpfern, die ihr Leben für Demokratie und Freiheit opferten. Niemals wieder. Niemals vergessen.
10.02.2020 in ?
Der Landesvorstand der Seliger Gemeinde tagte bei strahlendem Sonnenschein im „Haus des Deutschen Ostens“: Stellvertretender Vorsitzender Peter Wesselowski (re.) und seine Vorstandsmitglieder konnte auch Bundes-Ko-Vorsitzenden Dr. Helmut Eikam (2.v.li.) begrüßen
Die Ruhe vor dem Sturm
Vorbereitung der Landeskonferenz mit Neuwahlen – Seliger Gemeinde Bayern beteiligt sich am Erneuerungsprozess
München: Die Ruhe vor dem Sturmtief „Sabine“ nutze der Landesvorstand der Seliger Gemeinde Bayern für eine außerordentliche Vorstandssitzung im Haus des Deutschen Ostens am vergangenen Sonntag. Die Vorbereitungen für die Landeskonferenz mit Neuwahlen am 29. März in der Orangerie in Ansbach standen ganz oben auf der Agenda. Die Seliger Gemeinde Bayern beschloss weiterhin, sich aktiv am begonnenen Erneuerungsprozess der Seliger Gemeinde und an der Aktion zum Jahresmotto 2020 „Die Gendenken sind frei“ zu beteiligen. Die hierzu angekündigte Schreibwerkstatt fand allgemeinen Zuspruch und die ersten Bleistifte wurden gespitzt.
05.02.2020 in ?
Die Sozialreportagen von Leopold Pölzl - erstmalig in einer deutsch-tschechischen Ausgabe. Ein großes Dankeschön hierfür an Tomas Okurka, Zuzka Schwartová und den Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds. Buchvorstellung mit dem Historiker Václav Houfek im Museum der Stadt Ústí nad Labem/Aussig
Leopold Pölzl – Die im Dunkeln leben
Am Donnerstag, den 30. 1. 2020 wurde im Museum der Stadt Ústí nad Labem/Aussig das Buch „Die im Dunkeln leben“, Sozialreportagen von Leopold Pölzl vorgestellt.

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
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