26.04.2021 in ?

Der Arbeiter-Rad- und Kraftfahrerbund (ARuK)

 

Die deutschen Arbeiter-Radfahrer in der 1. Tschechoslowakischen Republik

 

Wie fast alle Organisationen der sudetendeutschen Sozialdemokratie entstand auch die Arbeiter-Radfahrer-Verbund in der österreichisch-ungarischen Monarchie.

 

Im seit 1908 erscheinenden „Reichsorgan der Arbeiter-Radfahrer Österreichs“, Nr. 99 vom Februar 1924, ist anlässlich des 25. Jahrestages der Verbandsgründung am 4. Dezember 1898 zu lesen, dass „Dr. Czech aus Brünn“ 1899 als Revisor des Verbandsvorstandes gewählt wurde. Am 1. Mai 1899 war der mährisch-schlesische Radfahrerbund mit seinen Ortsgruppen und der Verein aus Brünn dem neuen Bundesverband beigetreten, der dadurch 1409 Mitglieder erreichte.

 

Einen ausführlichen Bericht hierzu können Sie gerna auch abrufen!

21.04.2021 in ?

Spurensuche im Böhmerwald

 
Leider gibt es kein Bild, welches das Banner der Krummauer Arbeiter-Radfahrer zeigt!

Das erste rote Banner der Arbeiterschaft Südböhmens

 

„Ist es doch das erste rote Banner der Arbeiterschaft Südböhmens“ schreibt der Böhmerwald Volksbote* am 25. Mai 1912 über die anstehende Bannerenthüllung des Arbeiter-Radfahrer-Vereins Krumau.


 

21.04.2021 in ?

Spurensuche im Böhmerwald

 

„All Frei!“ - Arbeiter-Radfahr-Verein Krumau

Gründung am 15. Oktober 1910 – Berichte aus dem Böhmerwald Volksboten, Krumau*

 

Achtung Arbeiter-Radfahrer von Krumau und Umgebung“. Am 14. Oktober 1910 berichtet der Böhmerwald Volksbote über die bevorstehende Gründung eines Arbeiter-Radfahr-Vereins: Der Arbeiter-Radfahrverein für Krumau und Umgebung wolle am nächsten Tag, Samstag, den 15. Oktober 1910, abends um 8 Uhr, im Arbeiterheim in Krumau seine konstituierende Versammlung abhalten. „Radfahrer, erscheint vollzählig und meldet euren Beitritt an!“ fordert der Böhmerwald Volksbote und berichtet, dass die Einschreibegebühr 60 Heller betrage. Außerdem gibt er einen guten Rat: „Es empfiehlt sich, schon jetzt dem Vereine beizutreten, damit ihr bei Beginn der nächsten Fahrsaison im künftigen Frühjahre die Karenzfrist erreicht habt. Auch auswärts Wohnende können dem Vereine beitreten“. Der Arbeiter-Radfahrer-Gruß „All Frei!“ sollte nun auch durch den Böhmerwald hallen.

 

28.03.2021 in Adventskalender

70 Jahre Neutraubling

 
Foto: Dr. Elisabeth Fendl - Bildbestand des IVDE Freiburg (Signatur Dx00089)

Heimatvertriebenen-Denkmal auf dem Friedhof der Vertriebenengemeinde Neutraubling. Steinkreuz und Steintafel

Neutraubling wurde 1951 als vierte Vertriebenengemeinde Deutschlands gegründet

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gründeten Flüchtlinge bzw. Vertriebene aus dem Osten in Bayern die Gemeinden Waldkraiburg (Lkr. Mühldorf a.Inn), Traunreut (Lkr. Traunstein), Geretsried (Lkr. Bad-Tölz-Wolfratshausen) und Neutraubling (Lkr. Regensburg). Mit ihrem Fleiß und ihrem Fachwissen ermöglichten sie den rasanten Aufstieg der neuen Gemeinde zu einem wichtigen Industriestandort. Neutraubling ist heute die größte Stadt im Landkreis Regensburg.

19.03.2021 in ?

Die Seliger-Gemeinde trauert um Johann Adam Stupp

 

Die Seliger-Gemeinde als intellektuelle Heimat

Johann Adam Stupp wurde am 15. Mai 1927 geboren. Als Sohn eines erfolgreichen Kaufmanns verbrachte er seine Schulzeit am Akademischen Gymnasium in Wien. Die Wirren des Krieges führten ihn schließlich nach Schweden. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität und hatte zugleich auch eine Stelle im Archiv des Bundesrates inne. Im Zuge dieser Tätigkeit lernte Stupp die führenden Köpfe der Sudetendeutschen Sozialdemokratie kennen, allen voran Roman Wirkner, der sein Vorgesetzter und zu dieser Zeit der Vorsitzende des Landesverbands der Seliger-Gemeinde in Nordrhein-Westfalen war. 1957 siedelte die Familie Stupp nach Erlangen über und er wurde Leiter des Studium Generale an der Universität Erlangen. Bis 1993 hat er in dieser Funktion gewirkt. Daneben hat Stupp verschiedene ehrenamtliche Aufgaben im Bereich der Gewerkschaftsbewegung ausgeführt und viele Aufsätze rund um die sudetendeutsche Sozialdemokratie publiziert. Johann Adam Stupp wurde 2004 in München mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Am 3.3.2021 verstarb unser Freund Johann Adam Stupp in Erlangen.

06.03.2021 in ?

Stiftungsrechtsreform

 

Schon im Dezember 2019 trafen sich Stiftungsvorstand Rainer Pasta und die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Rita Hagl-Kehl, MdB, um über den Stand der Stiftungsrechtsreform zu sprechen.

 

 

Stiftungsrechtsreform ist auf einem guten Weg

Der Stiftungsvorstand der Ernst und Gisela Paul-Stiftung hofft seit langem auf eine baldige Neuregelung des Stiftungsrechts. Deshalb wurden immer wieder Gespräche mit der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Rita Hagl-Kehl, MdB, - zuletzt in der vergangenen Woche - geführt. Diese konnte nun berichten, dass „das Stiftungsrecht auf einem guten Weg ist und wohl im Juni 2021 verabschiedet wird“.

 

„Der für uns wesentliche Punkt ist, dass künftig sog. "Ewigkeitsstiftungen" in "Verbrauchsstiftungen" umgestaltet werden dürfen und sollen. Damit könnte in der Null- bzw. Minuszinsphase der Wille der Stifter noch umgesetzt werden. Wir hätten damit die Möglichkeit, bedeutende Projekte zu fördern. Es ist für uns besonders wichtig, da die Zinserträge gegen Null gehen und wir faktisch handlungsunfähig sind“, so Stiftungsvorstand Hans Tomani. Mit der Einführung des Stiftungsregisters würde auch die strafrechtlich relevante Informationspflicht beim Transparenzregister wegfallen. Ebenso dürfte auch die Rechnungslegung damit vereinfacht werden, erklärte Tomani nach Prüfung des Referentenentwurfs weiter.

 

04.03.2021 in ?

Projekt "Verbrannte Bücher"

 

Josef Seliger – Biographie in tschechischer Übersetzung erschienen

 

Die Biografie zu Josef Seliger von Josef Hofbauer und Emil Strauss ist nun mit Unterstützung der Ernst- und Gisela-Paul-Stiftung sowie des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit der Demokratischen Masaryk-Akademie Prag erstmalig auf Tschechisch erschienen.

 

Es ist dies die erste Biografie zu Seliger in tschechischer Sprache. Das Vorwort stammt von Vladimír Špidla. Ulrich Miksch hat auch eine Einführung geschrieben. Von Thomas Oellermann stammen biographischen Notizen zu den Autoren.

 

Die Übersetzung kommt von Zuzana Schwarzová, die in der Vergangenheit bereits die Sozialreportagen von Wenzel Jaksch sowie das Masaryk-Buch von Hofbauer ins Tschechische übersetzt hat.

28.01.2021 in ?

Einmal und nie wieder

 
Bild und Text: Masarykova demokratická akademie

Sitzung des gemeinsamen sozialdemokratischen Parteitags in der Tschechoslowakei vom 28. und 29. Januar 1928

 

Vor 93 Jahren: Der erste gemeinsame Parteitag aller sozialdemokratischen Parteien der Tschechoslowakei!

„Wir treffen uns zum ersten Mal in der Tschechoslowakischen Republik und hoffen alle, dass wir uns in Zukunft nicht verabschieden werden“, so begrüßte Senator František Soukup tschechoslowakische, deutsche, polnische, russische und ungarische sozialdemokratische Delegierte im Sitzungssaal des Nationalhauses in Prag-Smíchov.

20.12.2020 in ?

Weihnachten 2020

 

"Gibt’s heuer keine richtigen Weihnachten!?"

Der Besuch bei den Verwandten, das Krippenspiel in der Kirche, das Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt – vieles wird in diesem Jahr nur unter strengen Auflagen oder gar nicht möglich sein.

 

Auch vor 100 Jahren ließen Hunger, Kälte, Mangelwirtschaft und die Spanische Grippe kaum Weihnachtsstimmung aufkommen. 2020 sind wir zwar satt und haben es warm, aber CORONA vermiest uns Weihnachten. Die Bilder sind ähnlich. Menschen mit Masken, geschlossene Vergnügungseinrichtungen, weitreichende Hygienemaßnahmen. …

"Heuer gibt’s keine richtigen Weihnachten!" - An diesem Satz kommt keiner vorbei, der sich im Dezember 2020 umhört; sei es in der Straßenbahn, in der Arbeit oder in der Familie. Wer kann den Menschen diese Resignation verdenken, Leben wir doch nun schon fast ein Jahr mit der weltweiten Pandemie. Zwar gingen die Infektionen im Sommer deutlich zurück, aber die entsetzliche Not, die die Pandemie verursacht hat, ist gerade jetzt wieder deutlich zu spüren.

12.12.2020 in ?

Seliger Gemeinde Österreich

 

Porträt: Volkmar Harwanegg

 

Volkmar Harwanegg wurde am 27. August 1944 im Sternzeichen Jungfrau in Wien geboren und ist seit September 2020 Vorsitzender der Seliger Gemeinde Österreich.

02.12.2020 in ?

Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds fördert erneut die Seliger-Gemeinde

 
Foto: Büro Rita Hagl-Kehl, MdB

Wie uns unsere Regionalgruppen-Vorsitzende Rita Hagl-Kahl, MdB, mitteilt, hat der Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds bei der letzten Sitzung des Jahres am 1. und 2. Dezember auch dieses Mal die finanzielle Unterstützung der Seliger-Gemeinde beschlossen.

 

Die Seliger-Gemeinde ist seit Jahrzehnten eine wichtige Säule der deutsch-tschechischen Freundschaft. Sie engagiert sich für die Versöhnung und Beziehung zwischen Sudetendeutschen und Tschechen. Leider ist die Covid-19-Pandemie nicht spurlos an ihr vorbeigegangen. Unter dem Motto „Stärker weiter“ hat sich die Seliger-Gemeinde deshalb in der Kategorie „Entwicklungsförderung von Organisationen“ um finanzielle Unterstützung durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds beworben. Ziel der Projekteinreichung ist die Sicherstellung der Arbeit und die Etablierung neuer Projektformate der Seliger-Gemeinde. Die für 2020 anberaumten Veranstaltungen mussten wegen der Pandemie abgesagt werden. Alle Aktivitäten wurden auf den digitalen Raum verlegt. Mit der finanziellen Unterstützung von 10.300 Euro honoriert der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds den kontinuierlichen Einsatz der Seliger-Gemeinde und greift ihr unterstützend unter die Arme. „Mit der Finanzspritze kann die Seliger-Gemeinde unterschiedliche Maßnahmen für das kommende Jahr angehen. Thematische Workshops und der dauerhafte Aufbau eines Netzwerks mit tschechischen Organisationen stehen auf der Vorhabenliste. Auch eine Reihe von Veranstaltungen ist für 2021 geplant. Unter anderem soll das Jahresseminar in Bad Alexandersbad stattfinden und eine zweisprachige Ausstellung zu Josef Seliger in beiden Ländern konzipiert werden. Die Publikationen in tschechischer Sprache der Biographie von Josef Seliger sollen ebenfalls umgesetzt werden“, so Rita Hagl-Kehl, die sich bereits in der Septembersitzung des Verwaltungsrats dafür starkgemacht und eine Förderung erzielt hat.

 

26.11.2020 in ?

Filmtipp: Vertreibung Odsun - Das Sudetenland (arte)

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

von Gert Hilger und Christoph Krumpholz kam der Hinweis auf einen sehr interessanten Zweiteiler:

Teil1:
Vertreibung Odsun - Das Sudetenland (1/2) - Die ganze Doku | ARTE
Teil2:
Vertreibung Odsun – Das Sudetenland (2/2) - Die ganze Doku | ARTE

Viele Grüße...FREUNDSCHAFT!

 

Seliger-Gemeinde Ortsgruppe Waldkraiburg

25.11.2020 in ?

Mitglieder-Information

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Freundinnen und Freunde der Seliger-Gemeinde,

was hatten wir uns zu Beginn des Jahres 2020 nicht alles vorgenommen!

Lesen Sie hier weiter im Rundschreiben der SG Waldkraiburg!

 

21.11.2020 in ?

Buch-Neuerscheinung 2020

 

Zwei Tonquellen der Welt

Dass der wirtschaftliche Erfolg nicht gleichbedeutend war mit einem guten Leben für die Instrumentenmacher im westböhmische Schönbach, dokumentiert eine Reportage von Wenzel Jaksch aus dem Jahre 1928. In der Gemeinde Bubenreuth hatten sich die vertriebenen Schönbacher ansiedeln und die Musikinstrumentenproduktion wieder aufnehmen können. Die vorliegende Publikation erschien mit Unterstützung der Ernst und Gisela Paul-Stiftung und zeichnet die gemeinsame Geschichte von Schönbacher und sudetendeutscher Sozialdemokratie nach.

 

20.11.2020 in ?

Zwei Tonquellen der Welt

 

Neuerscheinung 2020

Die Ernst und Gisela Paul-Stiftung hat passend zu Weihnachten 2020 ein neues, zweisprachiges Heft herausgebracht. Auf rund 80 Seiten wird die Geschichte der Schönbacher Instrumentenbauer und ihr Neustart in Bubenreuth aus dem Blickwinkel der Sozialdemokratie vorgestellt.
 

Unser Projekt 2026

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.

Unser Projekt 2025

Böhmen liegt nicht am Meer

Josef-Seliger (1870 - 1920)

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