06.04.2019 in ?
Miroslav Knotek (re.) und Roman Hajnik (li.) ließen das jüdische Leben in der Region durch ihre Beiträge wieder aufleben
Exkursion zur Synagoge und zum jüdischer Friedhof in Čkyně/Kieselhof
An die Geschichte der Juden der Region erinnern heute noch die 1828 im Empire-Stil erbaute ehemalige Synagoge und der aus dem 17. Jahrhundert stammender Friedhof (mit rund 500 Grabstätten), die nach umfangreicher Sanierung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
06.04.2019 in ?
Miroslav Knotek (3.v.re.) informierte die Besucher über den Standort der Mikwe im Garten der Synagoge. Das Tauchbad, gespeißt von fließendem Wasser, diente der rituellen Reinigung. Mit dabei SG-Niederbayern-Vorsitzende Rita Hagl-Kehl (re.), Lokalhistoriker Roman Hajnik (2.v.re.), Walter Annuß (Mitte), Erwin Hadwiger (3.v.li.), Horst Lausmann (2.v.li.) und Martina Herbinger (li.)
Der Naziterror traf nicht nur die Sozialdemokraten
Winterberger Juden flüchteten 1938 vor den Nazis - Spurensuche führte zur Synagoge und zum jüdischen Friedhof in Čkyně/Kieselhof
Wer sich mit der sudetendeutschen Geschichte Winterbergs befasst und vor allem das Schicksalsjahr 1938 betrachtet, wird unweigerlich auch mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung konfrontiert. In Südböhmen gab es jahrhundertelang zahlreiche jüdische Gemeinden, die während des zweiten Weltkriegs der nationalsozialistischen Verfolgung ausgesetzt waren, so auch in Winterberg/Vimperk.
04.04.2019 in ?
Überzeugten sich vom Fortschritt der Renovierungsarbeiten: Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl (7.v.li.), Künstlerin Vladimíra Fridrichová Kunešová (5.v.li.), SG-Landesvorsitzender Bruno-Andreas Dengel (6.v.li.), Lokalhistoriker Roman Hajnik (4.v.li.) sowie die Spurensucher der Regionalgruppe Ndb./Opf.
Gemeinsames Kulturgut erhalten
„Spurensucher“ besichtigen die Brantlhof-Kapelle
Bei ihrer Spurensuche in Vimperk/ Winterberg ließ es sich die Seliger Gemeinde Regionalgruppe Niederbayern-Oberpfalz nicht nehmen, auch die 1933 von der Familie Eitler erbaute Kapelle am ehemaligen Brantlhof hoch über Winterberg liegend, zu besichtigen.
03.04.2019 in ?
Empfang im Sitzungssaal des 1908 neu erbauten Rathauses, in dem auch der erste Bürgermeister Winterbergs in der neuen tschechoslowakischen Republik, der deutsche Sozialdemokrat Wilhelm Fritsch von 1919 bis 1923 residierte. Mit dabei: Bürgermeisterin Jarka Martanova (6.v.l.), Regionalgruppen-Vorsitzende und Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl (6.v.re.), SG-Landesvorsitzender Bruno-Andreas Dengel (5.v.re.) und Exkursionsbegleiter Roman Hajnik (li.) sowie Mitglieder der Seliger Gemeinde Regionalgruppe Ndb./Opf.
Empfang der Seliger Gemeinde im Rathaus von Winterberg/ Vimperk
Die Region wächst wieder zusammen – Warten auf das „Erwachen der Winterburg“
Bürgermeisterin Jaroslava Martanova*, Jahrgang 1962 und seit 2018 Oberhaupt der Stadt Vimperk/Winterberg, empfing die Exkursionsteilnehmer der Seliger Gemeinde Regionalgruppe Ndb./Opf. anlässlich ihrer „Spurensuche“ vom 29. bis 31.3.2019 im Sitzungssaal des Winterberger Rathauses. Wie die Besucher erfuhren, hat die 7400 Einwohner zählende Stadt mit ihren 14 Eingemeindungen, 2 Grundschulen, zwei Kindergärten, ein (Sport-)Gymnasium sowie eine Berufsfachschule für Wirtschaft. Die Stadtvertretung besteht aus 17 Personen (davon 5 Stadträte) aus sieben Fraktionen, die nicht nur von politischen Parteien sondern auch von lokalen Wählergruppen gebildet werden. Der Stadthaushalt beträgt 200 Mio. Kronen und wird aus Steuern Gebühren und Subventionen finanziert. Seit 1990 besteht eine Schulpartnerschaft zwischen den Gymnasien Vimperk/Winterberg und Waldkirchen sowie seit 1992 eine Städte-Partnerschaft zu Freyung.
02.04.2019 in ?
Die Mitglieder der Seliger Gemeinde trafen sich mit den tschechischen Sozialdemokraten aus Vimperk/Winterberg und erinnerten an das 100jährige Bestehen der DSAP, bzw. deren Nachfolgeorganisation. Die Mitglieder der čssd-Ortsgruppe boten ihre Unterstützung bei der Spurensuche der Seliger Gemeinde an. Mit dabei: Staatssekretärin und SG-Vorsitzende Rita Hagl-Kehl (8.v.re.), Vorsitzender der čssd-Ortsgruppe Ing. Petr Bednarčík (li.), SG-Landesvorsitzender Bruno-Andreas Dengel (9.v.re) sowie Lokalhistoriker Roman Hajnik (7.v.re.), der beim abendlichen Treffen dolmetschte.
Viele Gemeinsamkeiten zwischen deutschen und tschechischen Sozialdemokraten - früher und heute
Im Rahmen der Aktion „Spurensuche“ trafen sich die Mitglieder der Seliger Gemeinde Regionalgruppe Niederbayern/Oberpfalz auch mit Vertretern der čssd-Ortsgruppe Vimperk/Winterberg.
24.03.2019 in ?
„Ja zu Europa!“ – Gedanken des bayerischen Landesvorsitzenden Bruno-Andreas Dengel zur Europawahl:
Für ein sozialeres Europa, das große Reformen wagt
Mit dem Niederländer Frans Timmermans gehen Europas Sozialdemokraten am 26. Mai 2019 in die Europawahl und wollen die Macht in der Brüsseler EU-Kommission erobern. Er soll Jean-Claude Juncker als Chef der EU-Kommission nachfolgen. Die Europäische Kommission ist die mächtige Behörde, die die europäische Politik wie eine Regierung steuert, und die in der Regel als Einzige befugt ist, Gesetze vorzuschlagen und deren Einhaltung in Europa zu überprüfen.
19.03.2019 in ?
Regionalgruppe München-Dachau gedenkt der Ermordung Kurt Eisners, dem ersten Ministerpräsident Bayerns
Am 21.Februar 1919 wurde Kurt Eisner, der erste Ministerpräsident Bayerns auf dem Weg zum Bayerischen Landtag, in der Promenadenstraße (heute Kardinal-Faulhaber-Straße) von Anton Graf von Arco auf Valley aus unmittelbarer Nähe hinterrücks mit zwei Schüssen gemeuchelt.
18.03.2019 in ?
BayernVorsitzender der Seliger Gemeinde Bruno-Andreas Dengel (li.) gratuliert dem neuen Landesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt der BayernSPD Francesco Abate (re.) sowie seiner Stellvertreterin Anna Stvrtecky (Mitte), beide sind auch Mitglied der Seliger Gemeinde
Francesco Abate neuer Landesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt der BayernSPD
Bei der Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der BayernSPD am Sonntag in Würzburg wurde Francesco Abate aus Memmingen zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des Landtagsabgeordneten Arif Tasdelen aus Nürnberg an, der nicht mehr für das Amt kandidiert hatte. Mit seinem neuen Amt ist er nun auch Mitglied im Landesvorstand der BayernSPD. Seine Stellvertreterinnen sind Anna Stvrtecky und Sema Tasali-Stoll.
18.03.2019 in ?
Die Seliger-Gemeinde Fichtelgebirge-Steinwald mit (von links) stellvertretender Vorsitzender Irene Unglaub, Landtagsabgeordneter und Schriftführerin Annette Karl, Jubilarin und Kassier Renate Heidler, Bundesvorsitzendem Albrecht Schläger, Jugendvertreter Jason Wirth, Jubilar Josef Albrecht, Landesvorsitzendem Bruno Dengel, Vorsitzendem und Jubilar Peter Heidler, Kreisrat Holger Grießhammer und Jubilarin Ingrid Schläger.
Seliger-Gemeinde tritt für freies Europa ein
Die Regionalgruppe Fichtelgebirge/Steinwald trifft sich in Tröstau. Lautstarke Extremisten, Werteverfall und das Infragestellen der Demokratie bewegen ihre Mitglieder.
Tröstau - Der Tröstauer Bürgermeister Heinz Martini sprach der Seliger-Gemeinde in seinem Grußwort aus dem Herzen: "Wir stehen für Frieden und Freiheit in einem vereinten Europa!" Bei der Jahreshauptversammlung im Golfhotel Fahrenbach erinnerte Martini daran, dass die alte Handelsstraße zwischen Regensburg und Prag durch den Ort ging, daher sei die Regionalgruppe Fichtelgebirge-Steinwald hier genau richtig. Die neue Regionalgruppe wurde erst im vergangenen Jahr gegründet und agiert auf dem Gebiet der ehemaligen Ortsgruppen Hof, Selb und Windischeschenbach.
04.03.2019 in ?
Anlässlich des 100. Jahrestages der Geschehnisse am 1. März 1919 fährt die Seliger Gemeinde während des Frühjahrsseminars vom 12.-14. April nach Kaaden und pflanzt einen Baum für den jüdischen Pädagogen Alfred Kleinberg, der sich 1939 auf der Flucht vor den Nazis in Prag umbrachte.
Heute vor 100 Jahren starben 54 Menschen durch die Kugeln der tschechoslowakischen Polizei auf sozialdemokratisch geführte Demonstrationen der deutschsprachigen Minderheit: 25 in Kaaden, 16 in Sternberg, 6 in Karlsbad, 2 in Arnau, 2 in Eger, 2 in Mies und 1 in Aussig. Unter den Toten waren 20 Frauen und Mädchen, ein 80-Jähriger und Buben im Alter von 14, 13 und 11 Jahren.

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
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