Allgemein
12.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Dietmar Schultke (re.) im Gespräch mit Ulrich Miksch (li.)
Einsamkeit, Kälte und Gegenwind
DDR-Zeitzeuge, Autor und ehemaliger DDR Grenzsoldat Dietmar Schultke im Gespräch mit Ulrich Miksch
Der 1967 in Beeskow, Mark Brandenburg/DDR geborene Dietmar Schultke besuchte die Ludwig-Leichhardt Oberschule in Trebatsch, unterhielt seit dem zehnten Lebensjahr eine Brieffreundschaft mit der in New York lebenden Elisabeth Rosner. Die Briefe weckten sein Fernweh. In der Ex-DDR ein unerfüllbarer Wunsch. Dann kam auch noch sein Dienst als DDR-Grenzsoldat dazu. Im Gespräch mit Ulrich Miksch erinnerte sich der heute 58jährige Dietmar Schultke an seine Jugend.
12.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Filmplakat
Die dunkelblaue Welt
Film und Diskussion mit Filip Bláha – zum Schicksal der tschechischen RAF-Piloten
Nach einem ereignisreichen und langen Tag war der von Filip Blaha präsentierte Film wieder eine Herausforderung. Die dunkelblaue Welt (Dark Blue World - Originaltitel: Tmavomodrý svět) ist ein Kriegsfilm aus dem Jahr 2001. Regie führte Jan Svěrák, die Hauptrolle spielte Ondřej Vetchý.
Der Film, der acht Millionen US-Dollar kostete und damit der bis dahin teuerste tschechische Film war, wurde in Tschechien, Deutschland und Südafrika gedreht. Seine Premiere feierte der Film am 17. Mai 2001 in den tschechischen Kinos, wo er ein Kassenschlager wurde. Am ersten Wochenende nach der Premiere wurde in den Prager Kinos ein neuer Rekord aufgestellt. In den Vereinigten Staaten startete Dark Blue World am 28. Dezember 2001 und spielte dort über 250.000 US-Dollar ein. In Deutschland lief der Film am 2. Mai 2002 an.
11.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Ulrich Miksch (li.) mit der Referentin Sally Bywater (2.v.re.), ihrem Ehemann Edward (re.) und ihrem Halbbruder Chris Ullmann
Familie in großer Geschichte
Sally Bywater, die Enkelin von Alois Ullmann im Gespräch mit Ulrich Miksch
Als besonderen Gast konnte Thomas Oellerman beim Frühjahrsseminar 2025 der Seliger-Gemeinde Sally Bywater, pensionierte Lehrerin aus London und die Enkelin des sudetendeutschen Sozialdemokraten Alois Ullmann begrüßen. Moderator Ulrich Miksch sprach mit ihr über das politische Erbe ihrer Familie, Exil, Widerstand und Erinnerung. Gemeinsam mit ihrem Mann Edward und ihrem Halbbruder Chris Ullmann stellte sie ihre Familiengeschichte dar und war Gast beim diesjährigen Frühjahrsseminar.
Sally Bywater wusste lange Zeit kaum etwas über ihren Großvater Alois Ullmann. So musste die heute 71-Jährige in den vergangenen Jahren alles mühselig rekonstruiert. Ihre Reise führte sie bis nach Dachau, wo ihr Großvater nach dem Krieg in den ehemaligen Offiziersquartieren lebte, sowie nach Prag, wo sie in Archiven weitere Mosaiksteine seiner Geschichte fand.
10.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Bundesvorsitzende Christa Naaß legte mit weiteren Mitgliedern der Seliger-Gemeinde den Kranz nieder
In der KZ-Gedenkstätte Dachau wurde am 4. Mai mit Gottesdiensten und einer zentralen Feier an den 80. Jahrestag der Befreiung erinnert. Zehn KZ-Überlebende sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft waren unter den Gästen.
08.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Am 8. Mai 2025 ist es 80 Jahre her, dass mit dem Kriegsende in Europa auch die nationalsozialistische Herrschaft von Gewalt, Unterdrückung und Terror ihr Ende fand. Millionen Menschen waren von den Nationalsozialisten ermordet worden. Europa lag in Trümmern. Der Krieg hatte großes Leid gebracht. Es kann von daher heute nur ein „Nie wieder“ gehen. Nie wieder darf es in Europa zu Diktaturen und Gewaltherrschaft kommen.
Im Rahmen einer virtuellen Gedenkveranstaltung wollen wir an die deutschen und sudetendeut-schen Sozialdemokrat_innen erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Ihre Geschichte soll uns eine Mahnung sein, uns heute aktiv für unsere Demokratie einzusetzen.
07.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
„Das Dokument des guten Willens“
Die „Erklärung der im KZ Dachau inhaftierten Deutschen aus der Tschechoslowakei“ vom 8. Mai 1945 - und wie alles ganz anders kam
Bereits am 29. April 1945 wurde das Konzentrationslager Dachau befreit. Am 8. Mai 1945 erfolgte die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht.
Mit der „Erklärung der im KZ Dachau inhaftierten Deutschen aus der Tschechoslowakei“, einem „Dokument des guten Willens“ haben die sudetendeutschen Sozialdemokraten, vertreten durch Anton Langer, Georg Hans Trapp, Alois Ullmann und Roman Wirkner manifestiert, dass die Überlebenden nach dem Krieg mit der Hoffnung auf den gemeinsamen Wiederaufbau eines demokratischen tschechoslowakischen Staates aus dem Exil, dem Untergrund oder den Lagern zurückkehren.
Mehr dazu unter: https://www.esgehtumalles.eu/meldungen/8-mai-1945-kriegsende/
06.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Die Ausstellungsmacher Dr. Thomas Oellermann (li.) und Rainer Pasta (re.) mit den beiden Alt-Präsidenten Dr. Helmut Eikam (2. li.) und Albrecht Schläger, MdL a.D. (2.v.re) bei der Deutschland-Premiere der Ausstellung zu den frühen Werken von Georg Hans Trapp anläßlich des Frühjahrsseminars der Seliger-Gemeinde in Bad Alexandersbad.
Werke mit großer künstlerischer Kraft, die das Publikum anzusprechen
Deutschland-Premiere der Ausstellung „GHT – frühe Werke von Georg Hans Trapp des Zeichners von Flossenbürg“
Anläßlich des Frühjahrsseminars der Seliger-Gemeinde in Bad Alexandersbad präsentierten die Ausstellungsmacher Dr. Thomas Oellermann und Rainer Pasta erstmals die im Rahmen des Projektes „Nie wieder 2025“ entstandene Ausstellung mit 13 frühen Werken des sudetendeutschen Sozialdemokraten Georg Hans Trapp erstmals der Öffentlichkeit.
05.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
„Aus dem „Nie wieder“ darf nie wieder ein „schon wieder“ werden“
Bewegendes Gedenken an den 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Dachau
In der KZ-Gedenkstätte Dachau wurde am 4. Mai 2025 an den 80. Jahrestag der Befreiung erinnert. Als Gäste kamen zehn KZ-Überlebende sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Wie in den vergangenen Jahren beteiligte sich auch die Seliger-Gemeinde auch heuer an der zentralen Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau am 4. Mai 2025 und legte einen Kranz nieder.
02.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
An der Gedenkstätte MOHYLA in Tachov/Tachau bekräftigte die Seliger-Gemeinde ihr Versprechen „Nie wieder“. Mit dabei Petr Vrána, Bürgermeister von Tachov (vordere Reihe 2.v.li.), die beiden Bundesvorsitzenden Christa Naaß (li) und Helena Päßler (3.v.li.), die beiden ehemaligen Bundesvorsitzenden Albrecht Schläger MdL a.D.(3. Reihe 2.v.li.) und Dr. Helmut Eikam 2. Reihe 3.v.re.), die beiden ehemaligen Europa Abgeordneten Libor Rouček (3. Reihe 4.v.re.) und Milan Horáček (3.v.re.), die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Jörg Nürnberger (3. Reihe links) und Reinhold Strobl (2.Reihe re.) sowie die Teilnehmer des Frühjahrsseminar 2025 der Seliger-Gemeinde
Erinnern für die Gegenwart und für die Zukunft
Gedenkveranstaltung für die Opfer des Todesmarsches von 1945 in Tachov/Tachau
„Wir erinnern heute an die vielen Opfer des Nationalsozialismus. Wir erinnern in Bayern an die zahlreichen Opfer aus den Reihen der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Wir erinnern aber auch in der Tschechischen Republik an die Opfer des Holocausts und der Todesmärsche“, so Christa Naaß am 26. April 2025 in ihrer Einführung am Mahnmal MOHYLA. Petr Vrána, Bürgermeister von Tachov, zeigte sich sehr erfreut über den Besuch aus Deutschland und die Gedenkveranstaltung in Tachov. Vrána verwies auf die Informationstafel am Fuß des Mahnmals, die die Vorkommnisse vor 80 Jahren dokumentiert und erklärte, wie wichtig es sei an die Gräuel des Krieges zu erinnern, gerade heute, wenn unweit in Europa wieder Kriegsverbrechen begangen würden. Der Bürgermeister verwies auch auf den neuen jüdischen Friedhof in Tachau, der nicht weit vom Stadtfriedhof entfernt liegt und in dem eine weitere Gedenkstätte zu finden ist für die Toten der mit der Eisenbahn nach Tachau transportierten Häftlinge aus dem KZ Buchenwald und die dort verbrannt wurden.
02.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Karl Ligotky wurde am 10. März 1939 in Johannesthal, Kreis Jägerndorf, in Sudetenschlesien geboren. Aus einer ursozialdemokratischen Familie stammend, engagierte er sich bereits in der Kindheit noch in der alten Heimat bei den „Roten Falken“, der Kinder- und Jugendorganisation der DSAP.
Karls gleichnamiger Vater war Tischlermeister und verwahrte in einem Fehlboden auf dem Dachstuhl eines Gasthauses die beiden Traditionsfahnen der sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Organisationen aus Johannesthal und dem benachbarten Petersdorf vor den Henlein-Schergen und dann vor den Nationalsozialisten. Karls Vater war nicht nur Mitglied in der DSAP, sondern auch im Arbeiter-Radfahrer-Verein, im Arbeiter-Turnverein (ATuS) sowie in der (paramilitärischen) Republikanischen Wehr zum Schutz der Tschechoslowakischen Republik.
Im Oktober 1946 wurde die Familie Ligotky als erklärte Gegner des Nationalsozialismus im Rahmen der sog. „Antifa-Transporte“ aus ihrer angestammten Heimat in Sudetenschlesien zwangsausgesiedelt. Die Familie kam in Memmingen zunächst auf dem Schlachthof-Areal unter – und mit dieser Adresse in der Viehhofstraße 5 trat Karl Ligotky sen. praktisch sofort nach Ankunft in der neuen Heimat dem SPD-Ortsverein Memmingen bei, der im Dezember 1945 seine politische Arbeit wieder aufgenommen hatte.
01.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Referent Ulrich Miksch (2.v.re.) mit Steffen Richter (3.v.re.), dem Vorsitzenden des AKUBIZ e.V., der die Ausstellung in den Vereinsräumen zeigt, mit einigen Gästen.
Böhmen liegt nicht am Meer – aber in Pirna!
Seliger-Gemeinde präsentiert sudetendeutsche Lebenswege
Am 28. April konnte die Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer!“ eröffnet werden. Sie ist nun bis Ende Mai in der K² Kulturkiste in Pirna zu sehen. Über die Geschichte der Ausstellung sprach der Journalist und Präsidiumsmitglied der Seliger-Gemeinde Ulrich Miksch, der an der Erstellung mitwirkte.
01.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
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Der 1. Mai 1890 in Königsberg an der Eger
Als im Jahr 1889 am Pariser Internationalen Kongress beschlossen wurde, den 1. Mai 1890 als Demonstration für den Achtstundentag und für bessere Arbeitsbedingungen festzusetzen, gab es in Westböhmen nur sehr schwache Gewerkschafts- und Arbeitsbildungs-Vereine. Der Aufruf fand daher nur geringen Widerhall und es wurde in allen Betrieben noch gearbeitet. In der Tischlerstadt Königsberg a. de. Eger wurde aber doch dieses Aufrufs gedacht, und zwar auf besondere Art.
29.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
NIE WIEDER – das Bekenntnis der Seliger-Gemeinde zu 80 Jahre Kriegsendes. Am Abgang zum „Tal des Todes“ wo die Gedenktafel der Seliger-Gemeinde für die Sudetendeutschen Sozialdemokraten 2009 angebracht wurde, gedachten die Teilnehmer des Frühjahrsseminar den Opfern. Vor fast genau 80 Jahren, am 23.04.1945 wurde das Konzentrationslager Flossenbürg und die Überlebenden von US-amerikanischen Truppen befreit.
Es ist an uns Zeichen zu setzen
Die Erinnerung lebendig halten, aufmerksam und wachsam sein, sind unsere Aufgaben
Während der Exkursion zum Frühjahrsseminar der Seliger-Gemeinde ging es nach dem Gedenken in Tachau/Tachov weiter nach Flossenbürg. „Hier und in den Außenlagern wurden weit über 30.000 Menschen in den Jahren 1938-1945 von Nazis ermordet. Es war eine planmäßige, fabrikmäßig organisierte Vernichtung von Menschen. Und dies geschah nicht hinter verschlossenen Türen – es geschah am helllichten Tage. Jeder konnte es wissen“, so die Bundesvorsitzende Helena Päßler zu Beginn ihrer Rede.
21.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Der Herd der Heimatlosen
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland im Januar 1933 und direkt einsetzenden Verfolgung von politischen Gegnern, setzte eine Fluchtbewegung ein. Viele Sozialdemokraten gelangten so zum Beispiel in die Tschechoslowakei. Aber wie lebten sie hier als Flüchtlinge? In den Zeitungen der sudetendeutschen Sozialdemokratie erschien im November der untenstehende Artikel, der sich mit dieser Frage befasste.
20.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Wilhelm Kiesewetter wurde am 28.12.1853 lt. Taufeintrag in Reichenberg/Liberec, Böhmen, als ein Sohn des Arbeiters und Tuchmachers Josef Kiesewetter und seiner Frau Emilie Hyková geboren. Nach der Volksschule absolvierte er eine Weberlehre in Reichenberg, arbeitete als Webergehilfe in Deutschland und ab 1874 wieder in Reichenberg.
Er wurde 1870 Mitglied und dann lokaler Leiter der Gewerkschaft „Fachverein der Manufaktur-, Fabrik- und Landarbeiter“ in Reichenberg. 1876 war er Mitgründer der lokalen Gliederung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). 1892 wurde er in den SDAP-Parteivorstand für Böhmen gewählt.

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
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