Sudetendeutscher Tag 2025

Veröffentlicht am 09.06.2025 in Allgemein

Bei der Preisverleihung in Regensburg: Bernd Posselt (3.v.li.), Direktor Petr Kalousek (li.), Martina Viktorie Kopecká (2.v.li.) und David Macek (re.) mit dem Team von Meeting Brno.

 

 

Die Seliger-Gemeinde gratuliert Meeting Brno

zum Menschenrechtspreis der Sudetendeutschen 2025

Im Rahmen des 75. Sudetendeutschen Tages in Regensburg wurde die tschechische Bürgerinitiative "Meeting Brno", Organisatorin des Brünner Versöhnungsmarsches, mit dem Menschenrechtspreis der Sudetendeutschen ausgezeichnet. Die Seliger-Gemeinde gratuliert dazu recht herzlich.
 

Meeting Brno setzt sich kritisch mit der Vertreibung der Deutschen aus der mährischen Hauptstadt Brünn auseinander – insbesondere mit dem berüchtigten Brünner Todesmarsch vom 31. Mai 1945. Damals waren die Brünner Deutschen unter unmenschlichen Bedingungen zur österreichischen Grenze getrieben worden, was viele von ihnen nicht überlebten.

Seit 2015 führt Meeting Brno mit vielen hundert Teilnehmern aus der Tschechischen Republik, Deutschland und Österreich, darunter in den ersten Jahren auch Zeitzeugen, jährlich einen Marsch in die Gegenrichtung zurück nach Brünn durch, um gegen jede Vertreibung und für die Völkerverständigung zu demonstrieren.

Fester Bestandteil des meeting brno ist auch das alljährliche Gedenken am Kaunitz-Kolleg/Kounicovy koleje. Das in den Jahren 1922 und 1923 errichtete Studentenwohnheim war während der Protektoratszeit von 1939 bis 1945 ein Internierungs- und Straflager der Gestapo eingerichtet worden. Bis zum April 1945 durchliefen Zehntausende von Gefangenen das Kaunitz-Wohnheim bevor sie in andere deutsche Konzentrationslager abtransportiert wurden. Hunderte Personen, Widerstandskämpfer und tschechische Patrioten starben hier einen gewaltsamen Tod. Nach Kriegsende diente das Gebäude als Lager für Deutsche, die hier litten oder gar zu Tode kamen.

Die Seliger-Gemeinde beteiligt sich seit Jahren am Marsch und an der Abschlussveranstaltung im Augustinergarten mit eigenen Beiträgen. Auch an der Gedenkfeier am Kaunitz-Kolleg nimmt die Seliger-Gemeinde regelmäßig teil.

Der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, würdigte die Bürgerinitiative: "Das Wirken unserer tschechischen Freunde ist einzigartig, und sie setzen damit in einer Zeit, in der Nationalismus, Krieg und Vertreibung wieder vielfach um sich greifen, immer wieder ein Zeichen für ein Europa des Friedens und der Menschenrechte".

Der Sudetendeutsche Menschenrechtspreis wird in unregelmäßigen Abständen an Personen und Institutionen verliehen, die sich in besonderem Maße für die Durchsetzung der weltweit gültigen Menschenrechte einsetzen.

 

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