Sudetendeutscher Tag 2025

Veröffentlicht am 13.06.2025 in Allgemein

Bundesvorsitzende Christa Naaß (re.) begrüßte die beiden Referenten Dr. Peter Becher (li.) und Dr. Thomas Oellermann (Mitte).

 

„Es ging um alles“ - Seliger-Gemeinde präsentiert Gedenkbuch

Mit dem Gedenkbuch der sudetendeutschen Sozialdemokratie will die Seliger-Gemeinde an die demokratische und freiheitliche Tradition der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP) in der ersten tschechoslowakischen Republik erinnern

Die zweite Veranstaltung der Seliger-Gemeinde auf dem Sudetendeutschen Tag war eine Buchpräsentation, an der auch Peter Barton, Leiter des sudetendeutschen Büros in Prag, Wilhelm Simeon, dessen Mutter die Internet-Plattform „Lebendiges Egerland“ betreibt, und Michal Berg von den tschechischen Grünen teilnahmen.

Bundesvorsitzende Christa Naaß begrüßte die Anwesenden im fast vollen Vortragssaal und übergab die Präsentation in die Hände von Peter Becher und Thomas Oellermann, dem Autor des Gedenkbuches der sudetendeutschen Sozialdemokratie- „Es ging um alles“, so der Titel des Buches, das auf dem Cover mit einem Foto der Republikanischen Wehr aus der Nähe von Bodenbach in den 1930er Jahren illustriert ist. 1200 sudetendeutsche Sozialdemokraten sind dort in einem als biografisches Lesebuch konzipierten Buch, das im Südstadt Verlag in Fürth erscheint, versammelt, um an die Breite des Widerstandes der sudetendeutschen sozialdemokratischen Bewegung zu erinnern.

Zunächst informierten Peter Becher und Thomas Oellermann in einem lockeren Zwiegespräch über die Geschichte der DSAP, kamen dann aber sehr schnell auf die Entstehungsgeschichte des Buches zu sprechen. Seit 2003 sammelte Oellermann, beginnend mit der Arbeit an seiner Dissertation über sudetendeutsche sozialdemokratische Vereine in der Tschechoslowakei, biografisches Material über Personen, die er in Zeitungen und Publikationen der DSAP fand, deren Namen ihm aber nichts sagten und deren Netzwerke er nicht durchschaute. So kam über 22 Jahre einiges Material zusammen, aus dem Oellermann ein wenig nach dem Vorbild eines Gedenkbuches der SPD, das vor etwa 15 Jahren erschien, Personen auswählte, die durch die Nationalsozialisten verfolgt wurden.

Wie aktuell ein solches Lesebuch sein kann, bewies sich schon bei der Präsentation auf dem Sudetendeutschen Tag. Der anwesende tschechische Grüne Michal Berg aus Wigstadtl/Vitkov in der Nähe von Troppau fragte nach einem sudetendeutschen Sozialdemokraten, der aus dem Dorf stammte, wo seine Eltern wohnen (Moravec).

Berg stellte Emil Kutscha vor, der ein bedeutender sudetendeutscher Sozialdemokrat in Mährisch-Schlesien war, Stadtrat in Troppau und als Journalist tätig. Schließlich emigrierte dieser nach Kanada. Anläßlich seines 130. Geburtstages möchte Berg in dessen Heimatdorf eine Gedenktafel anbringen. Der Emigrant war schnell im Buch gefunden, und der Eintrag enthielt auch die Information, dass er in Kanada später ein Altenheim, den Heidehof in St. Catherine, gründete. Thomas Oellermann stellte noch ein paar weitere Beispiele aus seinem neuen Buch vor und so ging die Vortragsstunde schnell zu Ende.

Das über 200 Seiten umfassende Buch wird in den nächsten Wochen mit der ISBN -Nummer 978-3-946749-83-7 im Buchhandel erhältlich sein.

 

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