27.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sudetendeutscher Tag 2026

 

Das Themen-Plakat der Seliger-Gemeinde am Infostand zum Sudetendeutschen Tag in Brünn

 

Begegnung. Verständigung. Zukunft. – In demokratischer Tradition

Schon als wir nach Brünn kamen – einige mit dem Auto, andere mit dem Bus und wieder andere mit der Bahn – spürten wir sofort, dass dieses Wochenende etwas Besonderes werden würde. Die Stadt zeigte sich lebendig, offen und zugleich nachdenklich. Überall begegneten sich Menschen aus Deutschland und Tschechien: viele junge Besucher, Familien, Studenten, Geistliche, Politiker, aber auch ganz normale Brünner, die neugierig auf die Veranstaltungen waren. Trotz aller Diskussionen im Vorfeld lag über der Stadt keine feindselige Stimmung, sondern eher gespannte Erwartung – als ob viele ahnten, dass hier etwas Neues entstehen könnte.

In diesem Zusammenhang empfinden wir große Dankbarkeit, dass wir an diesem Ereignis teilnehmen und diese besonderen Tage miterleben durften. Begegnungen dieser Art sind keine Selbstverständlichkeit, und genau deshalb haben wir sie als besonders wertvoll empfunden.

20.05.2026 in Europa von Seliger-Gemeinde Ortsgruppe Waldkraiburg

Wie die Sudetendeutschen in Bayern eine neue Heimat fanden

 

Besuch aus Prag - Magazin Respekt (RESPEKT)

TOMÁŠ LINDNER, Leiter der Auslandsredaktion war zu Besuch in Waldkraiburg und recherchierte zur Geschichte Waldkraiburgs. Er wollte wissen, wie wie die Vertriebenen Sudetendeutschen Bayern veränderten (wirtschaftlich und gesellschaftlich) und wie lange es dauerte, bis sie in Bayern voll aufgenommen wurden. Er wurde begleitet vom Fotografen MILAN JAROŠ.

Herausgekommen ist ein äußerst lesenswerter Artikel (auf das Bild klicken!)

Eine Zusammenfassung des Artikelinhalts in deutscher Sprache weiter unten.

Zeitzeugengespräch

V.l.n.r.: Gert Hilger (Stadtführer/Seliger-Gemeinde), Tomáš Lindner (Leiter der Auslandsredaktion resekt.cz), Milan Jaroš Fotograf, Walter Zabelt, Christa Zabelt, Peter Schmid-Rannetsperger (Vors. Seliger-Gemeinde)

Besuch bei Stadtarchivar Konrad Kern

V.l.n.r.: Stadtarchivar Konrad Kern,  Tomáš Lindner (Leiter der Auslandsredaktion resekt.cz), Milan Jaroš 

 

DANKE an Microsoft Copilot für die nachfolgende Zusammenfassung ;-)

Hier ist eine präzise, klar strukturierte Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des geöffneten Dokuments aus Respekt (18.–24. Mai 2026) über die Geschichte der sudetendeutschen Vertriebenen in Bayern – mit Fokus auf Waldkraiburg und Geretsried.
(Quellenbezug: Nová města si vyhnanci postavili na bývalých nacistických zbrojních továrnách  • RESPEKT)


???? Kernaussage

Der Text beschreibt, wie sudetendeutsche Vertriebene nach 1945 in Bayern – besonders in Waldkraiburg und Geretsried – neue Städte aufbauten, politische Gegensätze überwanden, wirtschaftliche Impulse setzten und langfristig zu einem integralen Bestandteil Bayerns wurden.


????️ 1. Ausgangslage nach 1945

  • Nach dem Krieg kamen 14–15 Millionen deutsche Flüchtlinge in die westlichen Besatzungszonen; Bayern nahm ca. 2 Millionen auf, davon die Hälfte Sudetendeutsche.
  • Viele wurden zunächst zwangsweise bei Bauern einquartiert, oft unter Spannungen, teils aber auch mit Solidarität.
  • Die amerikanische Besatzungsmacht versuchte, Flüchtlinge gezielt zu verstreuen, um alte Netzwerke aufzubrechen und Integration zu fördern.

????️ 2. Entstehung neuer „Vertriebenenstädte“

Waldkraiburg

  • Entstand auf dem Gelände einer ehemaligen NS-Munitionsfabrik.
  • Wurde fast vollständig von Vertriebenen aufgebaut; ¾ der ersten Bewohner kamen aus den Sudeten.
  • Architektur bis heute schlicht, funktional – erkennbar als „Neustadt“.

Geretsried

  • Ebenfalls auf dem Gelände ehemaliger Rüstungsbetriebe.
  • Erste 554 Bewohner kamen 1946 aus Kraslice/Kraslitz.

Gemeinsame Merkmale

  • Städte boten Platz, Infrastrukturreste und Arbeitsmöglichkeiten.
  • Straßennamen erinnern bis heute an Herkunftsorte (z. B. Chomutovská, Kraslická).
  • In Geretsried existiert ein Museum der Herkunftsregionen (Chebsko, Karlovarsko, Siebenbürgen, Banat etc.).

⚖️ 3. Politische und soziale Spannungen – und ihr Überwinden

  • In Waldkraiburg lebten Antifaschisten und ehemalige Henlein-Anhänger Tür an Tür.
  • Das erste Gemeinderat spiegelte diese Spannungen:
    • 3 Antifaschisten
    • 7 Vertreter einer gemischten Liste inkl. früherer NSDAP-Mitglieder
  • Trotz Konflikten überwog der gemeinsame Auftrag: „Alles wieder aufbauen.“
  • Demokratische Zusammenarbeit entwickelte sich – später wurde ein SPD-Bürgermeister für 20 Jahre gewählt.

????️ 4. Wirtschaftlicher Aufstieg durch Vertriebeneninitiativen

  • Viele Sudetendeutsche brachten Handwerk, Industrieerfahrung und technische Dokumentationen mit.
  • Beispielhaft:
    • Miraphone (Waldkraiburg): gegründet von 13 Kraslicker Antifaschisten; heute weltweit führender Hersteller von Tuben und Posaunen.
    • Weitere Firmen entstanden in Geretsried (z. B. Instrumentenbau).
  • Diese Betriebe trugen maßgeblich zur Industrialisierung des ländlichen Bayerns bei.
  • Bayern wandelte sich vom agrarisch geprägten Land zu einem Hightech-Standort – auch dank der Vertriebenen.

???? 5. Integration und Identität

  • 1954 erklärte die bayerische Staatsregierung die Sudetendeutschen zum „vierten Stamm Bayerns“.
  • Dennoch hielten manche Vorurteile lange an (z. B. Ablehnung von „Mischehen“).
  • Ab den 1970er/80er Jahren wurde Integration weitgehend selbstverständlich.
  • Heute sind Städte wie Geretsried multinational (über 100 Nationalitäten).
  • Kulturelle Traditionen (z. B. Egerländer Bräuche, Küche, Musik) werden weiterhin gepflegt.

???? 6. Erinnerungskultur

  • In Waldkraiburg existieren Památník vyhnání (Vertreibungsdenkmal) und Informationsstellen der letzten Landsmannschaften.
  • Archive wurden teils nach Tschechien zurückgegeben (z. B. 250 Ordner aus dem Českolipsko-Archiv).
  • Museen in Geretsried dokumentieren die Herkunftsregionen der Bewohner.

???? Quintessenz

Die sudetendeutschen Vertriebenen schufen in Bayern neue Städte, überbrückten politische Gräben, trugen entscheidend zur wirtschaftlichen Modernisierung bei und wurden zu einem festen Bestandteil der bayerischen Identität. Waldkraiburg und Geretsried sind heute sichtbare Zeugnisse dieser außergewöhnlichen Integrations- und Aufbauleistung.

 

19.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Abendschule 24.06.2025

 

Führende deutsche Sozialdemokraten aus Brünn

Bei der Abendschule zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie am 12. Mai 2025 stellte Dr. Thomas Oellermann eine Reihe bedeutender deutscher Sozialdemokraten aus Brünn vor. Grundlage des Vortrags war seine umfangreiche biographische Sammlung, aus der auch die Ausstellung „Das rote Brünn – Lebensbilder Brünner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten“ hervorging. Die Ausstellung soll beim Sudetendeutschen Tag 2026 in Brünn gezeigt werden und erschien bereits als Broschüre in der Schriftenreihe der Seliger-Gemeinde.

18.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Frühjahrsseminar 2026

 

Ein Hof der Hoffnung

Der Anton-Sacher-Hof in Fischern und sein fast vergessenes Erbe

Bei der Exkursion zum Frühjahrsseminar 2026 besuchte die Seliger-Gemeinde den Wohnort der Familie Hieke – den heutigen Karlsbader Stadtteil Fischern (Rybáře). Die deutsche Sozialdemokratie prägte diesen Ort mindestens genauso wie das vorher besuchte Altrohlau. Bürgermeister Anton Sacher ging hier einen bedeutenden Weg um gegen die Wohnungsnot anzukommen – er schuf ein Bauwerk, das kaum in Reiseführern auftaucht und doch ein bedeutendes Kapitel mitteleuropäischer Sozialgeschichte erzählt: den Anton-Sacher-Hof. Errichtet in den frühen 1930er Jahren, war der Wohnkomplex weit mehr als nur ein Gebäude – er war Ausdruck einer sozialen Vision in Zeiten wirtschaftlicher Not. In tschechischen Dokumenten ist er als „Sachrův dvůr“ in der Fibichova-Straße bekannt und Teil der historischen Siedlung Fischern.

17.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sudetendeutscher Tag 2026

 

Starke SPD- und SPÖ-Delegation mit (1. Reihe) Hannes Heide, MdEP, Ruppert Stüwe MdB, Volkmar Halbleib, MdL, Helena Päßler (SG), (2.Reihe) Ronja Enders, Kathrin Pollack, Christa Naaß (SG), Libor Rouček, MdEP a.D., (3. Reihe) Volkmar Harwaneg, LAbg. a.D., Jörg Nürnberger, MdB a.D. Rita Hagl-Kehl, MdB a.D. und Gudrun Peters, MdL a.D.

 

Historisches Zeichen der Verständigung:

SPD- und SPÖ-Delegation beim Sudetendeutschen Tag in Brünn

Der Sudetendeutsche Tag in Brünn steht in diesem Jahr im Zeichen der europäischen Verständigung und der deutsch-tschechisch-österreichischen Zusammenarbeit. Eine gemeinsame Delegation von Vertreterinnen und Vertretern der SPD und SPÖ nimmt an den Veranstaltungen teil.

14.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

seliger-online 12.05.2026

 

Brünn als Zentrum demokratischer sudetendeutscher Tradition

Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien und Österreich diskutierten bei der dritten seliger-online-Veranstaltung 2026 „Brünn – Hauptstadt der demokratischen Sudetendeutschen“ über die demokratische und sozialdemokratische Tradition der mährischen Metropole.

Die Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Christa Naaß, begrüßte unter den Gästen auch die Wenzel-Jaksch-Preisträgerin Hanna Zakhari, langjährige Vorsitzende des Deutschen Kulturvereins Region Brünn (DKVB). Naaß verwies darauf, dass der Sudetendeutsche Tag 2026 erstmals in Tschechien in Brünn stattfinden werde. Die seliger-online-Veranstaltung solle daher auch zur Vorbereitung auf dieses historische Treffen dienen. Für die Seliger-Gemeinde sei es wichtig hervorzuheben, dass Brünn nicht nur ein Ort deutsch-tschechischer Verständigung, sondern auch eine Stadt mit einer reichen sudetendeutschen sozialdemokratischen Tradition sei. Geplant seien beim Sudetendeutschen Tag unter anderem eine Ausstellung zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie in Brünn sowie eine Diskussionsveranstaltung über Brünn als Zentrum sozialdemokratischen Exils im Jahr 1934.

14.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sudetendeutscher Tag 2026

 

Diskussionsveranstaltung 2

„Mut zum Unmut“ und die Geschichte einer Aussiger Familie

Im Rahmen des Sudetendeutschen Tages 2026 lädt die Seliger-Gemeinde am 23. Mai von 16.30 bis 18.00 Uhr zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung ein. Unter dem Titel „Mut zum Unmut oder ‚Aus der Geschichte meiner Aussiger Familie‘“ steht die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle Widerspruch, Kritik und demokratische Unruhe für das Funktionieren von Demokratie spielen.

Ausgangspunkt der Diskussion ist das aktuelle Buch „Mut zum Unmut“ des Journalisten Paul Starzmann, das er gemeinsam mit Matthias Meisner veröffentlicht hat. Darin plädieren die Autoren für eine lebendige demokratische Kultur, die nicht ohne eine gewisse Form von Widerspenstigkeit und kritischer Renitenz auskommt. Demokratie, so die zentrale These, brauche den konstruktiven Unmut, um stabil und zukunftsfähig zu bleiben.

14.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Sudetendeutscher Tag 2026

 

Diskussionsveranstaltung 1

Brünn als Zentrum demokratischen Exils nach 1934

Im Rahmen des Sudetendeutschen Tages 2026 lädt die Seliger-Gemeinde am 23. Mai von 14.30 bis 16.00 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Brünn 34: ein kleiner Blick in die tschechisch-österreichische Demokratiegeschichte“ ein.

Die Veranstaltung widmet sich einem bedeutenden, oft wenig beachteten Kapitel europäischer Zeitgeschichte: den Folgen des Februaraufstands 1934 in Österreich und der Rolle Brünns als Zufluchtsort und Zentrum des demokratischen Widerstands. Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Sozialdemokratie durch das austrofaschistische Dollfuß-Regime wurden zahlreiche führende Vertreter zur Flucht gezwungen. In der damaligen Tschechoslowakei fanden sie Schutz – insbesondere in Brünn, wo sich eine Exilorganisation formierte, die den Kampf für ein freies und demokratisches Österreich fortsetzte.

11.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Deutsch-Tschechischer Zukunftsfons verlängert

 

Deutsch-tschechische Projekte langfristig gesichert

Deutschland und Tschechien wollen ihre zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit langfristig absichern. Der tschechische Außenminister Petr Macinka und sein deutscher Amtskollege Johann Wadephul unterzeichneten am 8. Mai in Berlin ein Memorandum zur Verlängerung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds bis zum Jahr 2037. Damit wird die Finanzierung gemeinsamer Projekte für weitere zehn Jahre garantiert.

11.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Frühjahrsseminar 2026

 

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Familie Hieke - hintere Reihe von links Wilhelm, Emil, Alois. Vordere Reihe Viktor, Josefine, Leo  - Foto: Familienarchiv Hieke - mit Graham Hieke 2026

 

 

Familie in großer Geschichte

Die Spurensuche der Familie Hieke aus Fischern bei Karlsbad

Beim Frühjahrsseminar der Seliger-Gemeinde 2026 stand unter anderem die Geschichte der sozialdemokratischen Familie Hieke aus Fischern bei Karlsbad im Mittelpunkt. Der Programmpunkt (Exkursion und Vortrag) verband Einblicke in die Geschichte der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP) im Raum Karlsbad mit der persönlichen Spurensuche von Graham Hieke, einem (Ur-)Enkel der Familie.

Graham Hieke, heute Sozialwissenschaftler an der University of Surrey, begann vor rund zehn Jahren damit, die Geschichte seiner Familie zu erforschen. Ausgangspunkt waren Einbürgerungsunterlagen seiner Vorfahren in Großbritannien. Darin hatten Familienmitglieder ihre Lebenswege schriftlich festgehalten. Ergänzt werden diese Quellen durch Briefe in deutscher Sprache, die Graham Hieke nach und nach übersetzen lässt. Beim Frühjahrsseminar der Seliger-Gemeinde stellte er seine Erkenntnisse vor.

 

09.05.2026 in Allgemein

Unser Projekt 2026

 

Opa, Oma, erzählt mal! – Vom Leben damals und heute

Du bist zwischen 18 und 26 Jahren alt und möchtest mit uns in den nächsten Monaten den Wandel von Lebenswelten über drei Generationen hinweg untersuchen?!  Der Fokus liegt dabei auf einem grenzüberschreitenden Vergleich zwischen Böhmen und Bayern.

09.05.2026 in Veranstaltungen von Seliger-Gemeinde Ortsgruppe Waldkraiburg

Gedenken 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau

 

Die Ortsgruppe Waldkraiburg hatte in diesem Jahr die Ehre, den Kranz der Seliger-Gemeinde im Namen der Gesinnungsgemeinschaft niederzulegen – zum ehrenden Gedenken an die inhaftierten und ermordeten sudetendeutschen Sozialdemokraten, die im Kampf gegen Nationalsozialismus und Unrecht verfolgt wurden.

Gert Hilger (re.) und Peter Schmid-Rannetsperger (li.) mit dem Kranz der Seliger-Gemeinde

Bei der Aufstellung zur Kranzniederlegung war direkt hinter uns der Kranz der SPD-Landtagsfraktion mit der Vorsitzenden der Bayern-SPD, Ronja Endres.

Mehr Infos hier (Auf das Bild klicken):

Presseartikel SZ

KZ Dachau: Gedenkbuch mit 33 000 Namen von Opfern jetzt online abrufbar - Dachau - SZ.de

08.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Frühjahrsseminar 2026

 

Ulrich Miksch (li.) im Gespräch mit Kai Döring (re.)

150 Jahre Vorwärts II: „Welche Rolle spielen Medien heute?“

Ein bedeutender Teil des Frühjahrsseminar 2026 der Seliger-Gemeinde beschäftigte sich mit „150 Jahre Vorwärts“. So stand neben der Exkursion zur ehemaligen „Graphia“ in Karlsbad eine Diskussionsrunde zum Thema „Welche Rolle spielen Medien heute?“ mit dem Vorwärts-Redakteur Kai Döring auf dem Programm.

Döring informierte im Gespräch mit Ulrich Miksch die Teilnehmer über die tiefgreifende Neuausrichtung der SPD-Parteizeitung „Vorwärts“. Die traditionsreiche Publikation steht vor einem historischen Umbruch: Im Jahr ihres 150-jährigen Bestehens will sich die älteste deutsche Parteizeitung vollständig neu aufstellen und künftig vor allem digital auftreten.

07.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

Frühjahrsseminar 2026

 

Die Exkursionsgruppe vor der „Graphia“ in Karlsbad. Mit dabei Kai Döring (9. v. re.), stellvertretender Chefredakteur des "Vorwärts"

 

150 Jahre Vorwärts I: Druck der Exilzeitung in Karlsbad

Ein bedeutender Teil des Frühjahrsseminar 2026 der Seliger-Gemeinde beschäftigte sich mit „150 Jahre Vorwärts“. So stand bei der Exkursion ein Besuch der ehemaligen „Graphia“ in Karlsbad und eine Diskussionsrunde zum Thema „Welche Rolle spielen Medien heute?“ auf dem Programm.

Die sozialdemokratische Parteizeitung „Vorwärts“ wurde nach der Machtübernahme Adolf Hitlers 1933 ins Exil verlegt. Ein Teil des SPD-Parteivorstands floh damals in die demokratische Tschechoslowakei und gründete dort die SoPaDe – die Sozialdemokratische Partei Deutschlands im Exil. Mit der Parteiführung zog auch die Redaktion des „Vorwärts“ nach Prag.

07.05.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde

75 Jahre Seliger-Gemeinde

 

75er Seit an Seit

Da haben sich die richtigen zusammengefunden: Nicht nur die Seliger-Gemeinde steuert 2026 auf ihren 75. Geburtstag zu – auch Petr Brod, Jürgen Barteld, Dieter Creutzburg und Gerhard Barenbrügge feiern heuer ihren 75. Geburtstag. Bei Sonnenschein und guter Laune entstand beim Frühjahrsseminar vor der Grundschule in Altrohlau so ein ebenso heiteres wie passendes Erinnerungsfoto zum Auftakt des Jubiläumsjahres.

Die Aufnahme verbindet auf schöne Weise persönliches Lebensjubiläum und die Geschichte unerer Gemeinschaft. Mit dem Jubiläumsbanner der Seliger-Gemeinde in den Händen wurde schnell klar: Hier stehen gleich mehrere „75er“ Seite an Seite.

Die Seliger-Gemeinde blickt 2026 auf 75 Jahre ihres Bestehens zurück und plant aus diesem Anlass verschiedene Veranstaltungen und Begegnungen.

Unser Projekt 2026

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.

Unser Projekt 2025

Böhmen liegt nicht am Meer

Josef-Seliger (1870 - 1920)

Ausstellung

 

Film

Volkshaus.net

100 Jahre DSAP

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Die Brücke

 

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