01.06.2017 in ?
Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates: Christa Naaß
Vor einem Zerfall Europas warnen
Die Marienbader Erklärung ruft zum Widerstand gegen Nationalismus auf
„Ein Gespenst geht um in Europa.“ - so lautet der ersten Satz der „Marienbader Erklärung zu Europa“, die der Sudetendeutsche Rat auf Vorschlag seiner Generalsekretärin Christa Naass jüngst beschlossen hat. Der Aufruf gegen das neue Gespenst des Nationalismus geht auf eine Proklamation der Bundesversammlung der Seliger-Gemeinde zurück.
01.06.2017 in ?
Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck und der Ko-Vorsitzende der Seliger-Gemeinde Dr. Helmut Eikam im Mai 2014 an der Gedenktafel für Ludwig Czech im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt
Erinnerung an meinen sudetendeutschen Amtsvorgänger in der tschechischen Regierung
Vor 75 Jahren starb Ludwig Czech, Vorsitzender der DSAP und mehrfacher tschechoslowakischer Minister
Vor 75 Jahren starb Ludwig Czech im KZ Theresienstadt, einer meiner Amtsvorgänger in der ersten Tschechoslowakischen Republik. Der langjährige Vorsitzende der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (1921 bis 1938) und Inhaber verschiedener Ministerämter in der tschechoslowakischen Regierung (1929 bis 1938) war Mitte März 1942 mit seiner Frau aus Brünn verschleppt worden. Bereits am 20. August 1942 starb Czech an einer Lungenentzündung, die wohl den schlimmen Lebensumständen im KZ geschuldet war. Seine Frau überlebte Theresienstadt und legte nach ihrer Rückkehr 1945 nach Brünn, wo sie, da mittellos, nicht bleiben konnte, vom Tod ihres Mannes und der Verbringung in ein Massengrab Zeugnis ab.
01.06.2017 in ?
Die neue BayernSPD-Vorsitzende Natascha Kohnen besucht das Pfingsttreffen der Sudetendeutschen in Augsburg.
Sie spricht auf Einladung der Seliger-Gemeinde am Pfingstsamstag, 3. Juni 2017, 14.00 Uhr, über „Die Bedeutung von Flucht und Vertreibung“.
26.05.2017 in ?
Quitte in Reichenberg gedeiht prächtig
Beim Ausflug der Seliger Gemeinde München 2015 nach Reichenberg wurde am Geburtsort Josef Seligers im Garten des Begegnungszentrums des Verbandes der Deutschen unter tatkräftiger Hilfe des stellvertretenden Bürgermeisters von Reichenberg eine Birnen-Quitte gepflanzt. Wie Věra Straková vom Verband der Deutschen und Leiterin des Begegnungszentrums nun mitteilte, wächst und gedeiht der Baum prächtig. Fotograf Drahoňovský übermittelte ein Foto aus Reichenberg der in voller Blüte stehenden Quitte.
26.05.2017 in ?
Baumpflanzung im Park Lužánky mit (v.li.) Peter Wesselowsky, Dr. Helmut Eikam, Klára Fuchsová, Ing. Peter Finger und Waldemar Deischl
Seliger Gemeinde bringt Buchskränzchen an der Gedenktafel für den Sozialdemokraten und DSAP–Vorsitzenden Dr. Ludwig Czech an und pflanzt Linde im Park Lužánky
Die Kultur- und Begegnungsreise der Seliger Gemeinde der Kreisgruppe München führte vom 18.-22. Mai 2017 zu den Spuren von Dr. Ludwig Czech in Brünn. Nach dem Anbringen eines Buchskränzchens an der Gedenktafel im Geburtshaus Czechs wurde im Eingangsbereich des Parks Lužánky, gemeinsam mit Ing. Peter Finger, einem Großneffen von Ludwig Czech, Hanna Zakhari, der heutigen Leiterin des Begegnungszentrums Brünn des Deutschen Kulturverbands sowie Klára Fuchsová vom Stadtgartenamt, eine Linde gepflanzt.
23.05.2017 in ?
Heute eine Selbstverständlichkeit: Stadtrundgang in Brünn mit Reiseleiter Peter Wesselowsky (Mitte), Hanna Zakhari (5.v.li), Vertreterin der deutschen Minderheit in Brünn sowie Christoph Krumpholz (li) und die Reisegruppe der Seliger Gemeinde
aus: LIED VON DER ALLERNÄCHSTEN SCHULD von Jan Skácel (1922-1989), Dichter aus Brünn. Seine Gedichte wurden von Reiner Kunze ins Deutsche übertragen.
Auf dem Weg nach Brünn stimmte Christoph Krumpholz aus Waldkraiburg die Teilnehmer, einfühlsam auf das emotionale Thema „Brünner Versöhnungsmarsch“ ein. Dabei bediente er sich Geschichten aus seiner Familienerinnerung in den Kriegsjahren und dem Schicksal der Vertreibung und Auszügen aus dem Buch „Die Vertreibung der Gerta Schnirch“ von Katerina Tucková, einem Roman über das durch die Geschichte zerbrochene Schicksal, über die Schuld der Tschechen und Deutschen und darüber, ob es möglich ist, zu vergeben und zu verstehen…
22.05.2017 in ?
Treffen sich im Brünn im Garten der Augustinerabtei beim abschließenden Festakt zum Brünner Versöhnungsmarsch: (v.l.) Rainer Pasta, Kateřina Tučková, Martin Panten und Bruno Dengel
Seliger-Gemeinde und Ackermann-Gemeinde beim Brünner Versöhnungsmarsch
Am Mendelsplatz (Mendlovo náměstí) in Brünn/Brno, im Garten der Augustinerabtei fand die Abschlussveranstaltung des Brünner des Versöhnungsmarsches 2017 stattfand. Hier warten auf die Teilnehmer Erfrischungen, Musik und Begegnungen mit Zeitzeugen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Vertreter der Seliger-Regionalgruppe Niederbayern-Oberpfalz, stellvertretender Vorsitzender Bruno Dengel und Schriftführer Rainer Pasta, die mit einer Reisegruppe der Müncher Seliger-Gemeinde in Brünn weilten, trafen auf Martin Panten und Kateřina Tučková vom Organisationsteam. Die Ackermann-Gemeinde brachte sich als Kooperationspartner bei MEETING BRNO ein und Martin Panten freute sich die Seliger aus Niederbayern in Brünn zu treffen.
22.05.2017 in ?
Die Seliger Gemeinde-Reisegruppe im Innenhof des Brünner Rathauses
Treffpunkt Brünn - Einigkeit in Vielfalt
Die Kultur- und Begegnungsreise der Seliger Gemeinde - Kreisgruppe München führte vom 18.-22. Mai 2017 nach Brünn/Brno
Mit dem Bus über Salzburg, Wien und Nikolausburg/Mikulov führte der Weg die Seliger-Gruppe nach Brünn/Brno. Brünn ist die nach Prag zweitgrößte Stadt Tschechiens. Waldemar Deischl und Peter Wesselowsky organisierten die Reise in bekannt souveräner Weise. Sie konnten den Teilnehmern, neben dem Empfang bei Primator (Oberbürgermeister) Petr Vokřál (ANO) so einiges weitere bieten. Dazu gehörte der Besuch der deutschen Minderheit im Begegnungszentrum Brünn des Deutschen Kulturverbands unter Leitung von Hanna Zakhari, die neben der Organisation kultureller Veranstaltungen vor allem Begegnungen mit der an deutsch-tschechischen Beziehungen interessierten tschechischen Brünner Öffentlichkeit organisiert.
21.05.2017 in ?
v.l.: Peter Pontz (SL-Kreisgruppenvorsitzender), Karin Hagendorn (Vorstandsmitglied der Seliger-Gemeinde Niederbayern-Oberpfalz), Bernhard Roos,MdL, Helga Heller (SL -Ortsvorsitzende Passau), Helmut Zahradnik (SL-Ortsverein Passau), Referent Albrecht Schläger (Bundesvrositzender der Seliger Geminde), Horst Jorde und Erwin Haslberger (beide Vorstandsmitglieder SL-Orstgruppe Passau und Mitglieder der Seliger Gemeinde Niederbayern-Operpfalz)
Seliger-Gemeinde zu Gast bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Passau
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft, Ortsgruppe Passau, hatte im Gasthaus Aschenberger zu ihrer Monatsversammlung eingeladen, um geschichtliches und kulturelles aufrecht zu erhalten und an das Unrecht der Vertreibung zu erinnern. Die Vorsitzende Helga Heller begrüßte den Referenten und Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde e.V. Albrecht Schläger, Bernhard Roos, MdL und das Vorstandsmitglied Karin Hagendorn von der neugegründeten Regionalgruppe Niederbayern-Oberpfalz der Seliger-Gemeinde e.V.
14.05.2017 in ?
Nach der Gedenkveranstaltung vor dem ehemaligen Krematorium zogen die Besucher, allen voran Fahnenträger und Zeitzeugen, zum ehemaligen Appellplatz. Dort folgten weitere Reden. Die Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte endete mit den Kranzniederlegungen vor dem internationalen Mahnmal.
Kranzniederlegung für die verfolgten Genossinnen und Genossen
Dachau erinnert 72 Jahre nach dem 2. Weltkrieg an die Befreiung des KZ. Politiker und Zeitzeugen warnen vor dem wieder erstarkten Rechtsradikalismus und Rassismus.
Im Konzentrationslager Dachau und seinen zahlreichen Außenlagern waren zwischen 1933 und 1945 über 200 000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. Am 29. April 1945 wurde das Konzentrationslager Dachau von den US-Truppen befreit. Für 41 500 Menschen kam die Befreiung zu spät. Sie wurden ermordet. Am 30. April 2017 erinnerten sich zahlreiche Gäste aus der ganzen Welt, auch Mitglieder der Lagergemeinschaft und Überlebende des KZ Dachau und ihre Angehörigen an den Tag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers vor 72 Jahren. Auch die Mitglieder der Seliger Gemeinde, Christine Haschek und Georg Wechselberger von der SG Dachau sowie Peter Heidler, Landesvorsitzender der SG Bayern und seine Frau Renate nahmen an den Feierlichkeiten teil, und legten als 59. von 100 vor dem internationalen Mahnmal einen Kranz mit roten Nelken nieder.
14.05.2017 in ?
In einem größeren Verwandtenkreis besuchte Erwin Hadwiger in der Karwoche seine Geburts-Heimat im Altvatergebiet (Nordmähren/Sudetenschlesien) und fasste seine Gedanken u.a. im Gedicht „Altvater“ zusammen. Das Altvatergebirge / Hrubý Jeseník liegt in Schleßien und Nordmähren. Es gehört zur Gebirgskette der Sudeten als deren östlichster Teil. Der höchste Berg ist der Praděd (Altvater) mit 1.491 m ü.M..
14.05.2017 in ?
Für ein Europa der freien Völker in Freundschaft, Frieden und gutnachbarschaftlicher Zusammenarbeit: (v.l.) Bettina Blöhm, Rainer Pasta, Rita Hagl-Kehl, MdB, Herbert Schmid, Landesvorsitzender Peter Heidler, Renate Heidler, Karin Hagendorn, Christian Enders und Erwin Hadwiger.
Sudetendeutscher Rat übernimmt Europa-Proklamation der Seliger Gemeinde als Marienbader Erklärung 2017
Bei der Mitgliederversammlung der Seliger Gemeinde Niederbayern-Oberpfalz am vergangenen Freitag in Regensburg konnte Vorsitzende Rita Hagl-Kehl, MdB, neben der Vorstandschaft auch den Landesvorsitzenden Peter Heidler aus Hof begrüßen. Heidler berichtete u.a. von den Marienbader Gesprächen des Sudetendeutschen Rats, wo die Europa-Proklamation der Seliger Gemeinde als Marienbader Erklärung 2017 übernommen wurde. Heidler war es ein besonderes Anliegen die Position der Seliger Gemeinde gegen den zunehmenden Rechtspopulismus in Europa herauszustellen. „Bescheiden und ruhig, aber hart in der Sache, das sei sozialdemokratisch“, und die einzige Antwort auf den Rechtpopulismus und die AfD, so Heidler.
14.05.2017 in ?
Ulrich Miksch (li) im Gespräch mit Jan Šícha, der zu den Studentenführern in Usti nad Labem während der "Samtenen Revolution" 1989 gehörte und heute Berater von Ministerpräsident Bohuslav Sobotka (CSSD) ist. Šícha ist zudem im Auswärtigen Amt tätig, ist Kurator der geplanten Dauerausstellung zur Geschichte der Deutschen aus den böhmischen Ländern und leitete das Tschechische Zentrum in München
Jan Šícha zur politischen Großwetterlage in Tschechien Wahljahr 2017/18
Mit einer kurzweiligen und interessanten Gesprächsrunde zur politischen Großwetterlage im tschechischen Wahljahr 2017, bei der sich die Seminarteilnehmer mit eigenen Ansichten und vielen Fragen bestens einbringen konnten, ging das Frühjahrsseminar 2017 zu Ende.
14.05.2017 in ?
Thomas Oellermann(li.) moderierte das Gespräch mit dem Journalisten Ulrich Miksch (Mitte) mit dem Journalisten und Historiker Jan Šícha zur Medien-Landschaft in Tschechien.
Jan Šícha fordert eine Re-Politisierung der tschechischen Medien
Beim letzen Programmpunkt des Frühjahrsseminars 2017 „Nachbar Tschechien – Zukunft mit Tschechien“ sprach Ulrich Miksch mit dem Journalisten Jan Šícha aus Prag über die Medienlandschaft in der Tschechischen Republik. Als Historiker konnte Šícha einen umfassenden Überblick zur Entwicklung der Presse seit den Anfängen im 19. Jahrhundert bieten. Der Referent präsentierte dazu eine ironisch-pointierte Darstellung der tschechischen Presselandschaft von heute.
09.05.2017 in ?
Seliger Gemeinde und AK Labertal mit MdL Ruth Müller (5.re.) und Christian Ude 4.vli.) beim Eisner-Geburtstagsfest im Maximilianeum
Kurt Eisner - Schriftsteller, Pazifist, Philosoph und ersten Bayerischer Ministerpräsident
Am 14. Mai 2017 wäre Kurt Eisner 150 Jahre alt geworden. Die LandtagsSPD lud zu einer Matinée im Maximilianeum ein
„Bayern ist fortan ein Freistaat“: Mit diesen großen Worten besiegelte Kurt Eisner am 8. November 1918 den Umsturz von der Monarchie zur Republik. Einen Tag zuvor fand auf der Münchner Theresienwiese eine Massenkundgebung statt, von dort aus zog Eisner gemeinsam mit Ludwig und Carl Gandorfer zu den Münchner Kasernen und übernahm nach und nach, aber ohne Blutvergießen, die Macht. Die Monarchie war abgesetzt – und der Sozialist und Revolutionär Kurt Eisner wurde der erste Ministerpräsident Bayerns. Am 14. Mai hätte er seinen 150. Geburtstag gefeiert. Die SPD-Landtagsfraktion nutzte diese Gelegenheit, um im Maximilianeum bei einer Matinée an den Schriftsteller, Journalisten und Politiker zu erinnern. Im vollbesetzten Senatssaal trafen sich auch Mitglieder der Seliger Gemeinde und des SPD-Arbeitskreises Labertal. Professor Ferdinand Kramer vom Institut für Bayerische Geschichte und Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude ließen den Jubilar für die Zuhörer in einer wissenschaftlichen Betrachtung und in einer kurzweiligen Festrede wieder lebendig werden. Das Martina-Eisenreich-Quintett umrahmte die Feier mit faszinierender Musik.

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
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