15.03.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Hier legten nach dem 2. Weltkrieg die Emigranten-Transporte an. Aber auch schon vor dem Krieg legten dort Übersee-Schiffe an, etliche von unseren Sudetenflüchtlingen landeten im Frühjahr 1939 dort, denn zu dieser Zeit war der St. Laurent Fluss noch zugefroren. Dann im Krieg war Pier 21 der Ausgangs- und Eingangspunkt der Truppentransporte nach und von England.
15.03.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
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Auf den „Vorwärts“ folgte die „Freundschaft“
Mitteilungsblatt des Zentralverbandes Sudetendeutscher Organisationen in Kanada – viele Beiträge von Olga Sippl
Aus einem Nachlass hat die Seliger-Gemeinde-Geschäftsstelle 4 Exemplare der „Freundschaft“ bekommen: jeweils die Halbjahreshefte der Jahrgänge 2003 und 2004. Grund genug einen Blick auf die sudetendeutschen Sozialdemokraten in Kanada und ihre Organisationen zu werfen.
14.03.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Carl Seidl (1908-2003)
Carl Richard Seidl (Anm.: Cousin von Otto Seidl (Schweden)) ist am 9. Juni 1908 in Graslitz geboren worden. Damals war Graslitz als die „Rote Burg“ bekannt. Man nannte sie auch die „klingende Stadt“, weil das Hauptgewerbe in Graslitz der Musikinstrumentenbau war. Fast jeder Bürger spiele mindestens ein Instrument. Carl war Violinist, beherrschte aber eine Reihe anderer Instrumente und er sang auch zur Gitarre und war Mitglied im Domchor. Seine Ehefrau Elsa spielte die Zither.
Carl Seidl war ein Spitzensportler und als solcher im ATUS sehr tätig. Er war Fußballer und gehörte anderen Mannschaften an und bei Wettkämpfen konnte man seinen Namen oft in der Siegerliste finden. Sogar während seiner Dienstzeit beim tschechischen Militär wurde er als Skilehrer beschäftigt. Er war ein erstklassiger Skifahrer und gehörte der Staatsmannschaft an.
09.03.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Kommunalpolitik der DSAP – Teil II
Sudetendeutsche Sozialdemokraten setzten auf kommunale Gestaltung
In der Abendschule zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie sprach Dr. Thomas Oellermann über die Kommunalpolitik der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei (DSAP). Sein Vortrag zeigte, dass die Partei vor allem auf kommunaler Ebene wichtige politische Gestaltungsmöglichkeiten hatte.
Auf staatlicher Ebene befand sich die DSAP lange Zeit in der Opposition und beteiligte sich erst 1929 an einer Regierungskoalition. In Städten und Gemeinden konnten sozialdemokratische Politiker jedoch bereits zuvor konkrete Politik umsetzen. Gerade dort, so Oellermann, zeigte sich die praktische Stärke der sudetendeutschen Sozialdemokratie.
08.03.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Die Seliger-Gemeinde erinnert zu seinem 100. Geburtstag am 06.03.1926 an Dr. Ernst Raim
In unserer Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer“
oder auf unserer Infografik (Bei Klick wird diese Infografik von den Prezi-Servern geladen. Details siehe Datenschutzerklärung).
06.03.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Oskar Künzl (1913-2005)
„Oskar Kunzl, geboren am 18. März 1913 in Rothau/Rotava, war von Jugend an Sozialist, Demokrat und Humanist. Die Tatsache, dass der Betrieb, den er von seiner Mutter übernommen hatte, ausgezeichnet lief, dass er ein eigenes Auto besaß, brachte ihn nicht von den Idealen ab, denen er sich verschrieben hatte. Er beteiligte sich an aktiv an den Kämpfen in den Sudeten. Die Republikanische Wehr (RW) brauchte ihn, genauso wie sein Auto. Und er half, auch nachts, unermüdlich. Er reiste mit den Genossen von der RW, diente in diesem alltäglichen und allnächtlichen Guerillakrieg dem Staat und der Demokratie. Siebzig Prozent der Rothauer verhielten sich ähnlich, nein der Idealismus war in den Sudeten wirklich nicht ausgestorben“, schrieb der „Sozialdemokrat“ am 30.10. 1942 über Oskar Künzl.
05.03.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Zwischen Erinnerung und Zukunft: Sebastian Roloff wirbt für deutsch-tschechische Verständigung
„Grenzen können trennen – oder verbinden.“ - Neue Runde der seliger-online-Reihe mit sehr gutem Start
Mit der Vertreibung aus der Tschechoslowakei nach 1945 kam die große Mehrheit der Sudetendeutschen nach Bayern. Hier fanden sie eine neue Heimat, politisch und gesellschaftlich. Bayerns sozialdemokratischer Ministerpräsident Wilhelm Hoegner hat die Sudetendeutschen erstmals als "Vierten Stamm Bayerns" bezeichnet. Diese beteiligten sich am Wiederaufbau Bayerns und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Wohlstand des Freistaates. Die sudetendeutsche Geschichte hat auch heute noch eine große Bedeutung für Bayern und die nachfolgenden Generationen und vor allem auch für die Geschichte Europas.
Was können wir aus der Geschichte lernen und welche Lehren können wir für die großen Herausforderungen im heutigen Europa ziehen? Was bedeutet diese gemeinsame Geschichte für die heutigen Beziehungen zum Nachbarn Tschechien? Welche Vorstellungen hat die BayernSPD aber auch die BundesSPD die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Hinblick auf Völkerverständigung und Friedensarbeit zu stärken? Diese Fragen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem neugewählten Ko-Vorsitzenden der BayernSPD und wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Sebastian Roloff, MdB. Sebastian Roloff ist nicht nur Mitglied der Seliger-Gemeinde, sondern auch Mitglied im Sudetendeutschen Rat. Das Gespräch wird moderiert von Christa Naaß, Ko-Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde.
24.02.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Einladung zu
Bayern und die Sudetendeutschen
Dienstag, 3. März 2026, 18 Uhr online
Zugang: https://us06web.zoom.us/j/81550418300
Mit der Vertreibung aus der Tschechoslowakei nach 1945 kam die große Mehrheit der Sudetendeutschen nach Bayern. Hier fanden sie eine neue Heimat, politisch und gesellschaftlich. Bayerns sozialdemokratischer Ministerpräsident Wilhelm Hoegner hat die Sudetendeutschen erstmals als "Vierten Stamm Bayerns" bezeichnet. Diese beteiligten sich am Wiederaufbau Bayerns und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Wohlstand des Freistaates. Die sudetendeutsche Geschichte hat auch heute noch eine große Bedeutung für Bayern und die nachfolgenden Generationen und vor allem auch für die Geschichte Europas.
Was können wir aus der Geschichte lernen und welche Lehren können wir für die großen Herausforderungen im heutigen Europa ziehen? Was bedeutet diese gemeinsame Geschichte für die heutigen Beziehungen zum Nachbarn Tschechien? Welche Vorstellungen hat die BayernSPD aber auch die BundesSPD die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Hinblick auf Völkerverständigung und Friedensarbeit zu stärken?
Diese Fragen diskutieren wir mit dem neugewählten Ko-Vorsitzenden der BayernSPD und wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Sebastian Roloff, MdB. Sebastian Roloff ist nicht nur Mitglied der Seliger-Gemeinde, sondern auch Mitglied im Sudetendeutschen Rat.
Das Gespräch wird moderiert von Christa Naaß, Ko-Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde.
In der Abendschule zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie spricht Dr. Thomas Oellermann über die Kommunalpolitik der DSAP.
22.02.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Die Seliger-Gemeinde erneut präsent in Dortmund/Hörde
Capek-Gesellschaft Hagen befasst sich mit Werken von Georg Hans Trapp - Protest gegen AfD-Empfang im Rathaus
Die Seliger-Gemeinde präsentierte am 21. Februar 2026 mit der Capek-Gesellschaft Hagen e.V. im Haus Rode in Dortmund/Hörde die Ausstellung „GHT – Frühe Werke von Georg Hans Trapp“. Erika Kalkofen-Frahne, sowohl Mitglied in der Capek-Gesellschaft Hagen als auch im Bundesvorstand der Seliger-Gemeinde, führte in die Ausstellung ein und stellte Leben und Werk von Georg Hans Trapp den gut 20 interessierten Gästen ausführlich vor.
16.02.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Lumpenbälle und Masken-Redouten
Es ist Fasching und es sei die Frage erlaubt, ob in der sudetendeutschen Arbeiterbewegung auch die fünfte Jahreszeit begangen wurde. Diese Frage lässt sich allerdings nicht so leicht beantworten. Wie so oft muss man bei solchen Themen unterscheiden zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Arbeiterbewegung hatte das klare Ziel, sich und ihre Anhänger von der bürgerlichen Kultur zu trennen. Dieser warf man Kitsch und Trivialität vor. Die Kultur der Arbeiterkultur sollte in allen Formen, in Theater, Musik und Kunst, anders sein. Sie sollte modern sein und politisch. Sie sollte zudem das Selbstbewusstsein der Arbeiterbewegung zum Ausdruck bringen. All dies sollte zu guter Letzt einen werbenden Effekt haben. Durch Kunst und Kultur sollte für die Ziele der Arbeiterbewegung geworben werden. In Zeitschriften und Zeitungen, durch Bücher, wurde diese Auffassung kundgetan. Ende der 30er Jahre gründete die Deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei eine eigene Beratungsstelle für proletarische Festkultur. Diese empfahl Theaterstücke und stellte etwa Listen geeigneter Musikstücke auf. In Zeiten des Nationalismus sollte die Beratungsstelle den sozialdemokratischen Markenkern stärken.
14.02.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Eine wunderbare Briefmarke kam am 5. Februar 2026 in den Verkauf. Der gebürtige Göttinger Hans-Jochen Vogel wird mit diesem gelungenen Sonderpostwertzeichen geehrt, weil er heuer 100 Jahre alt geworden wäre. Unvergessen seine 12 Jahre (1960-1972) als Oberbürgermeister Münchens, der die Landeshauptstadt zu dem machte, die sie heute von ihrer besten Seite zeigt: zuversichtlich, liebenswert und aufgeschlossen.
Hans-Jochen Vogel war der Seliger-Gemeinde eng verbunden und wurde 1996 mit dem Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis geehrt. Als prägender SPD-Politiker unterstützte er unsere Ziele der Versöhnung und des Dialogs mit Tschechien und galt unserer Gemeinschaft als wichtiger Freund und Vordenker.
13.02.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Podmokly/Bodenbach gegen die Nazis
Unter diesem Titel hielt unser Mitglied Dr. Thomas Oellermann am 3. Februar 2026 einen Vortrag zur Geschichte der Bodenbacher Sozialdemokratie, dem heutigen nordböhmischen Děčín-Podmokly. Der Einladung der veranstaltenden Tetschen-Bodenbacher heimatkundlichen Gesellschaft waren 20 Gäste gefolgt.
In seinen Ausführungen skizzierte Oellermann zunächst die Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie von den Anfängen bis in die Gegenwart und stellte dann führende Persönlichkeiten der Bodenbacher Sozialdemokratie vor, unter diesen etwa die wichtige Familie Reitzner sowie den späteren Bürgermeister Fritz Kessler. Er zeigte die unterschiedlichen Lebenswege auf und ging auf Verfolgung, Emigration, Vertreibung und Neuanfang ein. Einen Abschluss fand der Abend durch den Originalfilm des sog. Reichsjugendtags 1936, der in Bodenbach abgehalten worden war. Der Film konnte mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum ersten Mal öffentlich am Ort des damaligen Geschehens gezeigt werden.
03.02.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Anton Augsten (1874-1954)
Anton Augsten wurde am 20. November 1874 als viertes Kind armer Webersleute in Warnsdorf geboren. Nach der Schule erlernte er bei seinem Bruder das Malerhandwerk. Im Winter arbeitete er in Textilbetrieben. Kaum 16 Jahre alt, im Herbst 1890, trag Augsten bereits dem Allgemeinen Arbeiterverein als Mitglied bei. Er nahm an der ersten Maifeier in Warnsdorf teil, wurde gemaßregelt und war vom November 1893 bis Feber 1895 ununterbrochen auf Wanderschaft. Von 1895 bis 1900 war Augsten in Textilbetrieben beschäftigt, nach dem verlorenen Textilarbeiterstreik kam Augsten wieder auf die schwarzen Listen und griff daher wieder zum Pinsel. Seit 1895 war Augsten Mitglied des Landesvereins der Textilarbeiter mit dem Sitz in Reichenberg. Im gleichen Jahr wurde er Mitbegründer des Arbeiter-Turn und Gesangsvereins „Freiheit“. 1897 heiratete er, 1906 wurde Augsten in die Redaktion der „Volksstimme“ berufen und leitete das Blatt von 1908 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1935. Er schrieb auch für den Reichenberger „Freigeist“ und das „Trautenauer Echo“.
02.02.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Franz Beutel (1867-1933)
Franz Beutel, geboren am 21. Januar 1867 in Rosendorf, Bezirk Tetschen, wurde in die Familie eines Kleinbauern geboren. In seiner Jugend zog er nach Aussig. Hier absolvierte er die städtische und bürgerliche Schule und machte eine Ausbildung zum Schriftsetzer. Er arbeitete in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Ab 1889 war er in Reichenberg für die sozialdemokratische Bewegung aktiv, 1890 gründete er in Aussig den Arbeiter-Lese- und Bildungsverein. 1892 wurde er Mitarbeiter der Zeitschrift „Der Gesellschafter“ und 1896 Herausgeber der dortigen Zeitung „Volksrecht“. Er engagierte sich in der Arbeiterbildung sowie in der Sozial- und Krankenversicherung; 1895 war er maßgeblich an der Gründung des ersten österreichisch-ungarischen Arbeitersanatoriums in Reindlitz bei Aussig beteiligt und war von 1903 bis 1932 dessen Sekretär.

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
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