01.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Referent Ulrich Miksch (2.v.re.) mit Steffen Richter (3.v.re.), dem Vorsitzenden des AKUBIZ e.V., der die Ausstellung in den Vereinsräumen zeigt, mit einigen Gästen.
Böhmen liegt nicht am Meer – aber in Pirna!
Seliger-Gemeinde präsentiert sudetendeutsche Lebenswege
Am 28. April konnte die Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer!“ eröffnet werden. Sie ist nun bis Ende Mai in der K² Kulturkiste in Pirna zu sehen. Über die Geschichte der Ausstellung sprach der Journalist und Präsidiumsmitglied der Seliger-Gemeinde Ulrich Miksch, der an der Erstellung mitwirkte.
01.05.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
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Der 1. Mai 1890 in Königsberg an der Eger
Als im Jahr 1889 am Pariser Internationalen Kongress beschlossen wurde, den 1. Mai 1890 als Demonstration für den Achtstundentag und für bessere Arbeitsbedingungen festzusetzen, gab es in Westböhmen nur sehr schwache Gewerkschafts- und Arbeitsbildungs-Vereine. Der Aufruf fand daher nur geringen Widerhall und es wurde in allen Betrieben noch gearbeitet. In der Tischlerstadt Königsberg a. de. Eger wurde aber doch dieses Aufrufs gedacht, und zwar auf besondere Art.
29.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
NIE WIEDER – das Bekenntnis der Seliger-Gemeinde zu 80 Jahre Kriegsendes. Am Abgang zum „Tal des Todes“ wo die Gedenktafel der Seliger-Gemeinde für die Sudetendeutschen Sozialdemokraten 2009 angebracht wurde, gedachten die Teilnehmer des Frühjahrsseminar den Opfern. Vor fast genau 80 Jahren, am 23.04.1945 wurde das Konzentrationslager Flossenbürg und die Überlebenden von US-amerikanischen Truppen befreit.
Es ist an uns Zeichen zu setzen
Die Erinnerung lebendig halten, aufmerksam und wachsam sein, sind unsere Aufgaben
Während der Exkursion zum Frühjahrsseminar der Seliger-Gemeinde ging es nach dem Gedenken in Tachau/Tachov weiter nach Flossenbürg. „Hier und in den Außenlagern wurden weit über 30.000 Menschen in den Jahren 1938-1945 von Nazis ermordet. Es war eine planmäßige, fabrikmäßig organisierte Vernichtung von Menschen. Und dies geschah nicht hinter verschlossenen Türen – es geschah am helllichten Tage. Jeder konnte es wissen“, so die Bundesvorsitzende Helena Päßler zu Beginn ihrer Rede.
21.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Der Herd der Heimatlosen
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland im Januar 1933 und direkt einsetzenden Verfolgung von politischen Gegnern, setzte eine Fluchtbewegung ein. Viele Sozialdemokraten gelangten so zum Beispiel in die Tschechoslowakei. Aber wie lebten sie hier als Flüchtlinge? In den Zeitungen der sudetendeutschen Sozialdemokratie erschien im November der untenstehende Artikel, der sich mit dieser Frage befasste.
20.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Wilhelm Kiesewetter wurde am 28.12.1853 lt. Taufeintrag in Reichenberg/Liberec, Böhmen, als ein Sohn des Arbeiters und Tuchmachers Josef Kiesewetter und seiner Frau Emilie Hyková geboren. Nach der Volksschule absolvierte er eine Weberlehre in Reichenberg, arbeitete als Webergehilfe in Deutschland und ab 1874 wieder in Reichenberg.
Er wurde 1870 Mitglied und dann lokaler Leiter der Gewerkschaft „Fachverein der Manufaktur-, Fabrik- und Landarbeiter“ in Reichenberg. 1876 war er Mitgründer der lokalen Gliederung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). 1892 wurde er in den SDAP-Parteivorstand für Böhmen gewählt.
14.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Helden der Hoffnung II - Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung
80 Jahre Kriegsende und die Erinnerung an die sudetendeutschen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
Im Mai wird es 80 Jahre her sein, dass der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Dies war der Tag der Befreiung vom Terror der Nationalsozialisten. Als Seliger-Gemeinde stehen wir in der Tradition der sudetendeutschen Sozialdemokratie und somit in der Tradition derjenigen Sudetendeutschen, die sich gegen den Nationalsozialismus stellten und sich zugleich zur demokratischen Tschechoslowakei bekannten.
13.04.2025 in Ortsverein von Seliger-Gemeinde Ortsgruppe Waldkraiburg

V.l.n.r.: Alexander Will, Gert Hilger, Adi Schlagmann (3. Bürgermeister a.D.), Walter Zabelt, Christa Zabelt, Monika Feist, Peter Schmid-Rannetsperger, Stadträtin Christine Blaschek, SPD-Unterbezirksvorsitzender Patrick Hüller, Bernd Wegmann
Die Vorsitzenden Peter Schmid-Rannetsperger und Bernd Wegmann freuten sich besonders, dass Landratskandidat und Unterbezirksvorsitzender der SPD, Patrick Hüller, der Einladung folgte.
Patrick Hüller stellte sich und seine Ziele kurz vor. Schwerpunkt seiner Arbeit wird auf alle Fälle der Erhalt und die Weiterentwicklung des Krankenhauses in Mühldorf sein. Weitere Inoformationen hier.
Die Vorsitzenden Peter Schmid-Rannetsperger und Bernd Wegmann blickten kurz zurück:
Altstadt (München) im Detail - mit Stadtführer Gert Hilger
70 Jahre Seliger-Gemeinde Waldkraiburg (I)
70 Jahre Seliger-Gemeinde Waldkraiburg (II)
70 Jahre Seliger-Gemeinde Waldkraiburg (III)
Weihnachtspäckchenaktion des SPD-Ortsvereins
Die Seliger-Gemeinde freut sich heute schon auf den Vortrag von Stadtarchivar Konrad Kern, der am 20. September im Haus der Vereine stattfinden wird. (Infos folgen noch)
Folgende Genossinnen und Genossen erhielten als Dank für ihre Mitarbeit und die Treue zur Seliger-Gemeinde eine Urkunde und eine Ehrennadel.
10.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
In jedem Volke gibt es einen Bodensatz minderwertiger Menschen
Wehe dem Volke, wenn Verbrecher zu Regenten, wenn ihre Schergen zu Kommandanten, wenn die eidverpflichteten Helfer durch das Gesetz zur Teilnahme an Verbrechen beauftragt werden und die Jugend in Verachtung anderer Menschen erzogen wird. Dann wird die andere Rasse, die andere Gesinnung, der andere Glaube, die andere Nation zum Opfer der Untermenschen.
Das Antlitz der Opfer soll uns mahnen, in Zukunft die Herrschaft des verbrecherischen Bodensatzes unseres Volkes zu verhindern.
Ernst Paul, damaliger Bundesvorsitzender der Seliger-Gemeinde, im Vorwort zur Publikation Georg Hans Trapp „Antlitz der Opfer“, September 1971
10.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Gedenkveranstaltung für die Opfer des Todesmarsches von 1945
Zum Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in Westböhmen unter dem Eindruck der militärischen Lage zu zahlreichen Todesmärschen. Konzentrationslager wurden geräumt und die unschuldigen Menschen wurden unter menschenunwürdigen Bedingungen über Straßen weitergetrieben. Viele der Todesmärsche hatten das Konzentrationslager Flossenbürg zum Ziel. Nach dem Krieg wurden im Gebiet Tachau fünfzehn Massengräber gefunden. Nach der Exhumierung der Leichen wurden diese in eine Grabstätte am heutigen Mahnmal in Tachau bestattet.
Mehr dazu unter: https://www.esgehtumalles.eu/meldungen/erinnerung-in-tachau/
09.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Freuten sich über eine gelungene Präsentation: v.l. Prof. Dr. Winfrid Halder, Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, Kristina Larischová, Generalkonsulin der Tschechischen Republik, Helena Päßler, Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Reinhard Grätz, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf sowie Ausstellungsbetreuerin Erika Kalkofen-Frahne.
Demokratie braucht Demokraten
Midissage mit Vortrag & Gespräch im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf
Am 7. April 2025 fand im Rahmen des Wenzel-Jaksch-Forums ein Vortrag mit anschließendem Gespräch zur Ausstellung »Böhmen liegt nicht am Meer« im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf statt. Als besonderer Gast nahm die Schirmherrin der Ausstellung, die Generalkonsulin der Tschechischen Republik, Kristina Larischová, sowie die Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Helena Päßler, teil. Die vorgetragenen Einblicke in die Ausstellung und ihre Hintergründe zum Schicksal sudetendeutscher Sozialdemokraten wurden ergänzt durch eine rege Diskussion zu Fragen der Identität und Versöhnung sowie die Bedeutung demokratischen Engagements damals und heute. Neben zahlreichen Gästen beteiligten sich Prof. Dr. Winfrid Halder, Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf, Reinhard Grätz, Vorsitzender des Kuratoriums sowie Rüdiger Goldmann, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums an der Diskussion.
04.04.2025 in Allgemein
Im Rahmen des Projektes WI(E)DER DAS VERGESSEN zeigt das KulturEck im alten Rathaus in Kallmünz vom 5. zum 21. April 2025 samtags, sonntags und feiertags die Ausstellung „Das Antlitz der Opfer.“
04.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
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Werde ich die mir liebgewordenen Freunde jemals wiedersehen?
„Wenn ich den frenetischen Jubel der „Sieger“ bedenke, die Straßenaufzüge, die glänzenden, militärisch aufgezogenen Versammlungen und Aufmärsche, dann fühle ich, dass ein Wiedersehen ausgeschlossen ist“.
1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland. Sofort begann die Verfolgung von Sozialdemokraten und Kommunisten, von Juden und anderen Menschen, die von den Nazis zu Feinden erklärt wurden. Vielen blieb von daher nur die Flucht. Eines der Hauptzielländer war die Tschechoslowakei. Das Land war die letzte Demokratie in Ostmitteleuropa und es gab eine zahlenmäßig starke deutsche Minderheit, in der es wiederum auch demokratische Parteien gab. Zu Ostern 1933 veröffentlichten die Zeitungen der sudetendeutschen Sozialdemokratie einen Text, der für die Unterstützung der nun in der Tschechoslowakei eintreffenden Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten warb.
03.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Helden der Hoffnung I
80 Jahre Kriegsende und die Erinnerung an die sudetendeutschen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
Im Mai wird es 80 Jahre her sein, dass der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Dies war der Tag der Befreiung vom Terror der Nationalsozialisten. Als Seliger-Gemeinde stehen wir in der Tradition der sudetendeutschen Sozialdemokratie und somit in der Tradition derjenigen Sudetendeutschen, die sich gegen den Nationalsozialismus stellten und sich zugleich zur demokratischen Tschechoslowakei bekannten.
Der folgenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten entgingen nur wenige durch Emigration in die Welt. Viele andere wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt.
Einer der großen Orte des Grauens war das KZ Flossenbürg.
Im Rahmen unseres Frühjahrsseminars, das vom 25. bis 27. April 2025 im Evangelischen Bildungszentrum Bad Alexandersbad stattfindet, möchten wir am 26. April ab 14:30 Uhr in der Gedenkstätte Flossenbürg an die zahlreichen Opfer erinnern.
01.04.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
100 Jahre Friedrich-Ebert-Stiftung
oder: über die gute historische Zusammenarbeit zwischen der FES und der Seliger-Gemeinde
Man kann nur gratulieren: die Friedrich-Ebert-Stiftung feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Gegründet wurde sie im Vermächtnis von Friedrich Ebert, dem ersten demokratisch gewählten Präsidenten Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg. Seit ihrer Gründung fühlt sie sich der Sozialen Demokratie verpflichtet. Sie setzt sich in Deutschland und in der Welt für demokratische und soziale Lösungen gesellschaftspolitischer Probleme ein.
Die Seliger-Gemeinde ist ein Weggefährte der Friedrich-Ebert-Stiftung. In den letzten Jahrzehnten gab es zahlreiche gemeinsame Projekte, in Deutschland und in Tschechien. Das Seliger-Archiv, einer der zentralen Orte zur Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie, ist seit 1989 unter dem Dach des Archivs der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (AdsD) in Bonn zu finden. Was ist das Seliger-Archiv eigentlich? Welche Bestände finden sich hier? Wie wird es erschlossen und wie wird es genutzt?

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
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