August Hecker, geboren am 16. Februar 1871 als Kind einer Handweberfamilie in Schönlinde/Krásná Lípa bei Rumburg/Rumburk. Die trostlose Kindheit beeinflusste frühzeitig seine Geisteshaltung und brachte ihn schon mit 15 Jahren als Textilarbeiter mit der sozialistischen Arbeiterbewegung in Verbindung. Trotz seiner Jugend trat er bald als Werber und Redner für die sozialistische Organisationen auf, was ihm Anfeindungen und Verfolgungen einbrachte. Seine Hauptbetätigung innerhalb der sudetendeutschen Arbeiterbewegung bestand in der Betreuung der Textilarbeiter.
Gerhard Barenbrügge, Schriftführer des Seliger-Gemeinde-Landesverbandes Bayern und Vorsitzender der Regionalgruppe München-Dachau überreichte die Belegexemplare der Biographie von Maria Nützl an Nicola Röska, Sachbearbeiterin im Archiv & Galerie Planegg - Beratung, Historische Recherchen, Familienforschung - für Fotoarchiv, Personenstandsregister und Digitalisierung, in Vertretung der Leiterin Barbara Reinicke M. A..
Belegexemplare übergeben
Gemeindearchiv Planegg unterstützte die Marie-Günzl-Biographie
Der Seliger-Gemeinde-Landesverband Bayern hat zu Weihnachten die online-Biographie von Marie Günzl von Sarah Frecker als Broschüre der Schriftenreihe der Seliger-Gemeinde herausgebracht.
Bei der Ausstellungseröffnung in der Martin-Opitz-Bibliothek (MOB) in Herne stellte das Ehepaar Erika und Wolfgang Kalkofen-Frahne (re.) auch den Kontakt zwischen der Seliger-Gemeinde-Bundesvorsitzenden Helena Päßler 82.v.li.) und Wilfried Leitl (li.), dem Vorsitzenden der Deutsch-Tschechischen und Slowakischen Gesellschaft in der Auslandsgesellschaft Dortmund her.
Die Seliger-Gemeinde als Türöffner nach Mittel- und Osteuropa
Kontakt der Seliger-Gemeinde zur Deutsch-Tschechischen und -Slowakischen Gesellschaft hergestellt
Bei der Ausstellungseröffnung der Seliger-Gemeinde in der MOB in Herne konnte sich die Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Helena Päßler, auch mit dem Vorsitzenden der Deutsch-Tschechischen und Slowakischen Gesellschaft in der Auslandsgesellschaft Dortmund, Christoph Leitl, austauschen. Dieses Treffen wird für die Seliger-Gemeinde noch von Bedeutung sein. Hatte nicht ein paar Tage später der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Holger Grießhammer, erklärt: „Immer stärker wird die Vergangenheit und Zukunft Mittel- und Osteuropas in den Fokus gerückt“. War die Seliger-Gemeinde Türöffner für die Kontakte zur Tschechischen Republik, so wünschte er sich, dass dies auch für die anstehenden Kontakte in die Slowakei möglich ist. Die Seliger-Gemeinde sagte hierfür ihre Unterstützung zu.
Die Seliger-Gemeinde zu Gast bei der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, vertreten durch den Fraktionsvorsitzenden Holger Grießhammer, MdL (li.) und den vertriebenenpolitischen Sprecher Volkmar Halbleib, MdL (2.v.re.). Für die Seliger-Gemeinde kamen ins Maximilianeum: die Bundesvorsitzende Christa Naaß (3.v.li.), der ehemalige Bundesvorsitzende Dr. Peter Becher (re.), Bundesgeschäftsführer Rainer Pasta (3.vli.) sowie der Vorsitzende der Regionalgruppe München-Dachau Gerhard Barenbrügge (4.v.li.) und Manfred Hanka, Ortsgruppe Memmingen. (Foto: Stefan Brix)
Vertriebenenarbeit ist nicht nur etwas von gestern
Seliger-Gemeinde im Gespräch mit der Landtags-SPD – Gemeinsamer Vertriebenenempfang hat Bestand
Der Winter bietet normaler Weise Zeit für politische Gespräche. Vor fast genau einem Jahr hatte deshalb die Seliger-Gemeinde die Beauftragte der Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Dr. Petra Loibl, MdL zum Gespräch eingeladen. Im Winter 2025 suchte die Nachfolgeorganisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie das Gespräch mit der SPD-Landtagsfraktion und freute sich deshalb sehr über die Einladung zu einem Gespräch im Maximilianeum. Einerseits ging es darum, den neuen Fraktionsvorsitzenden Holger Grießhammer kennenzulernen und andererseits die gemeinsamen Aktionen fortführen zu können.
Die Seliger-Gemeinde-Regionalgruppe München-Dachau vertreten durch die beiden Vorsitzenden Herta Langosch-Schecker (Mitte) und Gerhard Barenbrügge (2.v.li.) sowie Walburga Steffen (re.) und Christoph Krumpholz (li.) traf sich Mitte Februar mit dem BRUNA-Kreisverband München unter Vorsitz von Dietmar Schmidt (2.v.re.)
Die Münchner BRUNA und die Münchner Seliger-Gemeinde
Als Nachbarn bei den Informationsständen anlässlich des Brünner Versöhnungsmarsches 2024 im Park des Altbrünner Klosters hatten BRUNA und Seliger-Gemeinde vereinbart, sich besser kennenzulernen
Bundesvorsitzende Helena Päßler (re.) bedankte sich bei der Tschechischen Generalkonsulin, Frau Kristina Larischová (li.), für die Übernahme der Schirmherrschaft zur Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer“ in der Martin-Opitz Bibliothek (MOB) in Herne
Böhmen liegt nicht am Meer – aber in der Martin-Opitz Bibliothek (MOB) in Herne
Ausstellungseröffnung mit Schirmherrin Kristina Larischová und Helena Päßler - Dank an das Ehepaar Kalkofen-Frahne
Am 13.02.2025 fand die Eröffnung der Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer- Lebenswege sudetendeutscher Sozialdemokraten” in der MOB mit einem Grußwort der Tschechischen Generalkonsulin, Frau Kristina Larischová, statt. Eindrucksvoll wurden von Ihr und der Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde, Helena Päßler, an die Leiden von sudetendeutschen Sozialdemokratinnen und -demokraten erinnert, die in der ersten Tschechoslowakischen Republik aktiv waren und durch die Nationalsozialisten verfolgt und zum Teil ermordet wurden. Auch die Leiden der folgenden Vertreibung aus ihrer Heimat wurden dargestellt.
Es geht um die Vermittlung der historischen Wahrheit, der unzweifelhaften Fakten, denen sich jede und jeder in unserem Land stellen muss
Unrecht nicht zu dulden, nie mehr wegzuschauen, Nein zu sagen, das muss uns heute Richtschnur sein, 80 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz. Gerade heute, wo Antisemitismus, Rechtsextremismus, völkisches Gedankengut, wo teils unverhohlene Menschenfeindlichkeit vielerorts eine erschreckende und alarmierende Normalisierung erfährt. Vor allem das Internet und soziale Netzwerke werden oft zu Durchlauferhitzern für extremistische Positionen, für Hass und Hetze – Hass, der nicht im Netz bleibt, sondern Bürgerinnen und Bürger, besonders oft Jüdinnen und Juden, real gefährdet.
Damit auch die nächsten Generationen, Kinder und Jugendliche von heute, die richtigen Schlüsse ziehen, gehört zur Vermittlung der historischen Fakten auch die Vermittlung von Empathie mit den Opfern. Das waren Menschen wie du und ich – auch um diese Einsicht muss es bei unserer Erinnerungsarbeit gehen.
Gaben im Bayerischen Landtag den Startschuss zur Internet-Seite „EsGehtUmAlles“, dem Kernelement des Seliger-Gemeinde(SG)-Projektes 2025: (v.l.) Holger Grießhammer, MdL und SPD-Fraktionsvorsitzender, Christian Reppe, Schriftführer im Bundesverband, Dr. Peter Becher, ehemaliger SG-Bundesvorsitzender, Gerhard Barenbrügge, Vorsitzender der SG-München-Dachau, Christa Naaß, amtierende Bundesvorsitzende der SG, Manfred Hanka, SG Memmingen, Volkmar Halbleib, MdL und vertriebenenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion sowie Rainer Pasta, Bundesgeschäftsführer der SG (Foto: Stefan Brix)
Unser Projekt 2025 – „Nie wieder!“
Die Seliger-Gemeinde präsentierte ihr neues Webportal im deutsch-tschechischen Dialog mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Holger Grießhammer
„Wir leben in Zeiten großer Herausforderungen, die Politik und Gesellschaft viel abverlangen. Von der großen Unsicherheit profitieren zurzeit vor allem Kräfte, die unsere demokratische Ordnung in Frage stellen. Mit ihren vereinfachenden Formeln tragen sie zur Radikalisierung von Teilen der Gesellschaft bei“, stellt Bundesvorsitzende Christa Naaß den Hintergrund der Aktion dar.
Das in Meinungsumfragen und zuletzt auch Wahlergebnissen merkliche Erstarken rechtsradikaler Haltungen, Gruppierungen und Parteien stellt für die demokratischen Parteien Europas eine große Herausforderung dar. Unzufriedenheit und somit Protestpotenzial vermengen sich mit dem gesteuerten Angriff auf unsere Demokratie. Das gilt für Deutschland, das gilt für Tschechien, das gilt aber insbesondere auch für die deutsch-tschechischen Beziehungen, in denen Rechtsradikale bemüht sind, eine zusehends dominierende Rolle zu spielen, wie unlängst der Skandal um den AfD-Bundestagsabgeordneten Bystron gezeigt hat.
geboren am 28. September 1901 in Zásmuky/Sasmuk (Mähren, Bezirk Kolin), stammte aus der mährischen Arbeiterbewegung. Die Recherchen zu seiner Person glichen einem Krimi. Bereits 2024 wurden wir von seiner Enkelin auf ihn aufmerksam gemacht. Nur leider fand sich nichts dazu in unserer Datenbank. Selbst der Verweis auf eine fünfjährige KZ-Haft in Dachau ergaben unter den uns bekannten Daten keinen Treffer. Auf erneute Initiative der Enkelin, haben wir 2025 weiter geforscht und sind auf zwei Ungereimtheiten gestoßen - erstens gab es auch das Geburtsjahr 1907 in der Literatur und zweitens wurde er unter Genossen nur "Toni" genannt. Schließlich erhielten wir das Foto seiner KZ-Kleidung, die heute im Museum in Esslingen zu sehen ist, und damit seine Häftlingsnummer - der entscheidende Hinweis, der alle Angaben bestätigte!
Unsere Christa wird 70 – kaum zu glauben, aber wahr. Dazu wünschen wir, die Seliger-Gemeinde, ihr eine wunderbare Zeit mir ihren Liebsten, viel Freude in ihrem Garten und bei ihren Hobbys und natürlich auch weiterhin überaus erfolgreiches Arbeiten für unsere Gemeinschaft.
In der Zusammenarbeit mit Christa in der Seliger-Gemeinde, erst im Präsidium, dann als Ko-Vorsitzende, aber natürlich auch beim geselligen Zusammensein, ist mir immer wieder aufgefallen, dass sie zunächst einmal sehr gut zuhört und sich die Meinungen der Diskutanten anhört. Sie reagiert daraufhin jedoch niemals ungehalten, unfair oder sogar beleidigend. Sie nimmt die Menschen, ihre Ansichten und ihre Probleme ernst und kann Wege aufweisen zu Lösungen, die für alle akzeptabel sind. Das mag sie möglicherweise als Politikerin gelernt haben, aber wahrscheinlicher ist, dass sie schon in der Familie so geprägt wurde. Denn Christa geht auf die Menschen zu, und das in bester Absicht und stets mit einem Lächeln. Das macht sie so menschlich, glaubwürdig und überzeugend.