23.08.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Da ist sie! Jahrelang gesucht, in Budweis auf die richtige Spur gebracht und schließlich in Leipzig gefunden: Franz Kuplents fast vergessenes 30-Seiten-Heft in den Händen unseres neuen Mitglieds Nyke Lou Aßhauer.
Ein kleines Heft – eine große Geschichte
Es sind gerade mal 30 Seiten. Und doch haben wir nach ihnen jahrelang gesucht.
Gemeint ist eine kleine Broschüre des sudetendeutschen Sozialdemokraten und Gewerkschafters Franz Kuplent mit dem Titel „Von der Ansiedlungsurkunde (1780) bis zum Kollektivvertrag (1920)“. Schon dieser Titel machte deutlich, dass es um weit mehr ging als um eine historische Rückschau. Kuplent beschrieb den langen Weg der Böhmerwälder Holzhauer und Forstarbeiter aus alten Abhängigkeitsverhältnissen hin zu gemeinsam erkämpften sozialen Rechten. Zwar war die Fron bereits 1848 abgeschafft worden, doch für viele Waldarbeiter änderte das zunächst wenig an ihrer tatsächlichen Lage. Arbeit, Wohnung und ein kleines Stück Land hingen oft weiterhin von den großen Forstherrschaften ab. Erst nach dem Ersten Weltkrieg, mit der politischen Neuordnung in der Tschechoslowakei, entstanden neue Möglichkeiten. Der Kollektivvertrag von 1920 war deshalb ein entscheidender Schritt: Nicht mehr jeder Arbeiter stand allein dem Arbeitgeber gegenüber, sondern die organisierte Arbeiterschaft verhandelte gemeinsam.
21.08.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Der Spanische Bürgerkrieg löste in der Tschechoslowakei eine breite Solidaritätsbewegung aus. Eine ihrer wichtigsten Plattformen war die „Gesellschaft der Freunde des demokratischen Spaniens“. Sie ging aus einem zunächst lockeren Hilfskomitee hervor und wurde im November 1937 als Verein zugelassen. Ihr Ziel war die materielle und moralische Unterstützung der Spanischen Republik.
Die Gesellschaft verstand den Krieg in Spanien nicht als fernes Ereignis. Der Aufstand Francos und die Unterstützung durch Hitler und Mussolini erschienen als Teil einer europäischen Auseinandersetzung zwischen Demokratie und Faschismus. Für viele Sozialdemokraten war Spanien deshalb zugleich eine Warnung an die Tschechoslowakei.
17.08.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Die Solidarität mit dem republikanischen Spanien blieb nicht auf Erklärungen, Zeitungsberichte und Kundgebungen beschränkt. Die „Gesellschaft der Freunde des demokratischen Spaniens“ und die mit ihr verbundenen Organisationen entwickelten eine umfangreiche materielle und humanitäre Hilfe.
Gesammelt wurden Geld, Lebensmittel, Medikamente, Sanitätsmaterial und Dinge des täglichen Bedarfs. Unterstützt wurden die republikanischen Streitkräfte ebenso wie die Zivilbevölkerung, Flüchtlinge, evakuierte Kinder und Angehörige der Internationalen Brigaden. Eine besonders aktive Rolle übernahm dabei die Sozialistische Jugend.
15.08.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Der Prager „Sozialdemokrat“ begleitete den Spanischen Bürgerkrieg nicht nur mit Nachrichten, sondern mit einer breit angelegten publizistischen Solidaritätsarbeit. Spanien wurde über Monate hinweg zu einem festen Thema der Zeitung: in Veranstaltungsankündigungen, Berichten, Rezensionen, Aufrufen, Leserinformationen und kulturellen Hinweisen. Damit hielt das Blatt den Krieg im öffentlichen Bewusstsein und verband politische Information mit konkreter Mobilisierung.
13.08.2026 in Allgemein von Seliger Gemeinde
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Das Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Düsseldorf und die Seliger-Gemeinde laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „GHT – Frühe Werke von Georg Hans Trapp, des Zeichners von Flossenbürg“ am 6. September 2026 um 11:00 Uhr im Café Aufbruch in Dortmund-Hörde ein.
Unter der Schirmherrschaft der Generalkonsulin Kristina Larischová wird am 6. September 2026 im Café Aufbruch in Dortmund-Hörde eine Ausstellung früheren Zeichnungen des sozialdemokratischen Zeichners, Illustrators und vielseitigen Künstlers Georg Hans Trapp (1900–1977) eröffnet.

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