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In der aktuellen Sudetendeutschen Zeitung nutzt der Heimatkreisbetreuer für Falkenau Gerhard Hampl in seinem Artikel „Adolf Pohl – Stimmung in damals neuer Republik“ zwei Anekdoten aus einer uns nicht bekannten Biographie des gebürtigen Falkenauers und Politikers Adolf Pohls, um ihn zum Zeitzeugen des damaligen, „schwierigen Zusammenlebens zwischen Deutschen und Tschechen“ zu machen. Ob Adolf Pohl das so recht gewesen wäre?
Sicherlich ist die Aussage von Gerhard Hampl richtig: „Nicht immer gestaltete sich der Umgang der Tschechisch- und Deutschsprachigen untereinander auf diese feindselige Weise. Aber man kann schon verstehen, dass derartige Kränkungen die Liebe zur neuen Republik bei den Deutsch-Böhmen nicht förderten“. Doch dient die ganze Geschichte allein dem Narrativ der gezielten sozialen oder wirtschaftlichen Diskriminierung der Deutschen.
Adolf Pohl als einer der führenden deutschen Sozialdemokraten unterstützte aber sicherlich die anfangs der zwanziger Jahre einsetzende Politik der Deutschböhmen zur pragmatischen Einstellung zum Tschechoslowakischen Staat und zum gemeinsamen Zusammenleben. Dies setzte er als führender Gewerkschafter auch so um. Darauf sollte man hinweisen und es beispielhaft ausführen.
















