19.11.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Bildübergabe Wenzel Jaksch am Heiligenhof: Der Sohn von Wenzel Jaksch, George Jaksch (2.v.re.), trug die Kosten des Bildes und reiste extra zur Übergabe an: „Es ist mir eine Ehre!“ Seliger-Bundesvorsitzende Christa Naaß (re.), Ideengeber Hans Knapek (2.v.re.) und Stiftungsdirektor Steffen Hörtler (li.) freuten sich über die gelungene Aktion
„Ein Streiter für Menschenrechte, Demokratie und Europa“
Die Seliger-Gemeinde übergibt Jaksch-Portrait an die Bildungsstätte Heiligenhof in Bad Kissingen
Vergangenen Sonntag überbrachte Christa Naaß, Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates (SR) und Präsidentin der Sudetendeutschen Bundesversammlung, dem Heiligenhof im unterfränkischen Bad Kissingen ein gerahmtes Portrait von Wenzel Jaksch (1896–1966), dem langjährigen Vorsitzenden der Seliger-Gemeinde, damit dieses Bild fortan den dortigen Jaksch-Saal schmücke.
12.11.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Die Seliger-Gemeinde bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Prag, vertreten durch deren Leiter Jörg Bergstermann (2.v.re.): v.l. Bundesgeschäftsführer Rainer Pasta, Jörg Nürnberger, MdB a.D., Matthias Ecke, MdEP, Libor Rouček, MdEP a.D. Patrik Eichler (MdA) und Maximilian Schmidt (nicht auf dem Bild: Vladimír Špidla und Thomas Oellermann)
100 Jahre Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und 35 Jahre Prager Büro - ein Grund zum Feiern
Im Oktober 1990 siedelte sich die Friedrich-Ebert-Stiftung auch in Prag an. In den vergangenen 35 Jahren hat die FES in Tschechien dabei geholfen, den Weg zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu finden und eine aktive Zivilgesellschaft aufzubauen. Dafür kooperiert das Büro in Prag mit zahlreichen Organisationen aus Politik und Gesellschaft. Am 10. November beging die FES im Goethe-Institut in Prag mit einer kleinen Feier dieses Jubiläum – die Seliger-Gemeinde als Kooperationspartner war mit dabei.
09.11.2025 in Allgemein
Die neue Vorstandschaft des Seliger-Gemeinde Landesverbandes Bayern: Vorsitzender Herbert Schmid (Mitte), die Stellvertreter/in Anita Berek (5.v.re.) und Harald Zahel (5. V.li.), Kassier Peter-Schmid Rannetsperger (2.v.li.), Schriftführer Gerhard Barenbrügge (2.v.re.), die Revisorin Walburga Steffan (3.v.re.) sowie die Beisitzer Peter (li.) und Renate (3.v.li.) Heidler, Peter Wesselowsky (4.v.l.), Klaus Adelt, (re.) und Reinhold Strobl (4.v.re.)
„Dreigestirn“ führt den Seliger-Gemeinde Landesverband Bayern
Herbert Schmid folgt auf Peter Wesselowsky - Anita Berek neu im Vorstandsteam
Die Seliger-Gemeinde Bayern lud am 08. November zur Landeskonferenz am 08. November ins Karl-Bröger-Haus in Nürnberg ein. Zentral im historischen Gebäude, direkt am Südausgang des Bahnhofs, tagte der Landesverband Bayern am Jahrestag der Ausrufung des Freistaats Bayern durch den Ministerpräsidenten Kurt Eisner zu den anstehenden Aktivitäten und hielt seine Neuwahlen ab.
Der amtierende Vorsitzende, Peter Wesselowsky aus Ochsenfurt, begrüßte die Anwesenden und freute sich über die rege Teilnahme. Er informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Ableben der Ehrenvorsitzenden Olga Sippl am 18. September, teilte ein paar persönliche Erinnerungen und lud zu einer Schweigeminute ein. Wesselowsky stellte den ungebrochenen Optimismus von Olga Sippl heraus, die trotz vieler persönlicher Schicksalsschläge bis zu Letzt mit ihren Visionen, klaren und deutlichen Worten die Geschicke der Seliger-Gemeinde begleitete. Ihre Ausführungen zu den Ereignissen der letzten Jahrzehnte blieben in den Sudeten-Jahrbüchern, den Brücke-Ausgaben, vielen persönlichen Briefen und ihren Publikationen der Nachwelt erhalten.
04.11.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Am 1. November 2025 hat Michal Berg (re.) im Beisein des Bürgermeisters und der Bürger von Moravice und Umgebung feierlich die Gedenktafel an den gebürtigen sudetendeutschen Sozialdemokraten Emil Kutscha enthüllt. Für die Seliger-Gemeinde, die sich finanziell an der Tafel beteiligt hat, war Libor Rouček (li.), Mitglied des Bundesvorstandes, dabei.
„Es ist notwendig, Orten ihre Namen und ihre Geschichten zurückzugeben“
Enthüllung der Gedenktafel für Emil Kutscha in Moravice – Libor Rouček vertrat die Seliger-Gemeinde
Am 12. Oktober vor 130 Jahren wurde im Dorf Moravice in Opava/Schlesien Emil Kutscha, bedeutender sudetendeutschen Journalist, Mitglied der Deutschen Sozialdemokratie (DSAP) und Antifaschist, geboren. Mit wenigen Tagen Abstand wurde für diesen vorbildlichen Demokraten und Antifaschisten am 1. November 2025 in seiner Heimatstadt eine Gedenktafel enthüllt
03.11.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
.
.
Emil Kutscha (1895 – 1978)
Ein Führer der Arbeiterbewegung in Schlesien
Emil Kutscha wurde am 12.10.1895 in Morawitz/Moravice (Schlesien) im Gerichtsbezirk Witkow/ Vítkov, heute Bezirk Troppau/Opava geboren. Die Familie Kutscha lebte seit vielen Generationen in Moravice an einem Ort namens „Zur Roten Scholle”, der ihnen bis 1945 gehörte. Sein Vater, er arbeitete als Kutscher, starb früh, die Familie zog dann nach Troppau/Opava und der junge Emil musste bereits mit 11 Jahren arbeiten gehen, um seiner Mutter beim Unterhalt und der Erziehung der fünf Brüder und Schwestern zu helfen. Während die Mutter als Dienstmädchen für den Lebensunterhalt sorgte, halfen ihr die Kinder mit kleinen Nebenverdiensten, beispielsweise durch den Verkauf der Troppauer Zeitung oder durch Besorgungen für Gewerbetreibende.
Zur umfangreichen Biographie geht es HIER!
03.11.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Veronika Kupková präsentierte im Namen von Antikomplex die neue Buchreihe in Bad Alexandersbad
„Mitten am Rande“
Ein ungewöhnlicher Reiseführer für das Grenzgebiet
Am Ende des Herbstseminars stellte Veronika Kupková, die in Komotau lebt und an der Universität in Aussig lehrt, den Verein Antikomplex vor und warb für die neuen vier Bücher „Mitten am Rande“, die von Menschen berichten, die das Grenzland, die ehemaligen Gebiete der sudetendeutschen Besiedlung, neu beleben. Und die sudetendeutsche Kulturlandschaft mit neuer Vielfalt lebbarer gestalten.
02.11.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Libor Rouček (li.) im Gespräch mit Filip Bláha (re.)
„Dass ich nicht zum Kommunisten wurde, war der Verdienst meines Großvaters“
Libor Rouček spricht mit Filip Bláha über seine Jugend und politische Prägung in Kladno
In einem Gespräch zwischen Libor Rouček, der 1954 in Kladno geboren wurde, und Filip Bláha wurde die besondere Atmosphäre der Stadt greifbar. Auch politisch sei die Stadt interessant, so Thomas Oellermann, der das Gespräch moderierte. Eigentlich in der Hand der ODS, waren die Senatoren, die dort gewählt wurden, anderer politischer Herkunft, darunter einige Jahre der ehemalige Außenminister Jirí Dienstbier, der in Kladno in eine Arztfamilie geboren wurde, und dessen gleichnamiger Sohn, der den Sozialdemokraten angehörte. Auch Libor Rouček hatte sein Abgeordnetenbüro in Kladno.
02.11.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Einen besonderen Blick warf Filip Bláha auf die Geschichte des Eishockeys in Kladno, die eng mit dem Verein Poldi Kladno und dem Aufstieg der Spieler Jaromír Jágr oder Milan Nový verbunden ist.
Kladno – eine unbekannte Stadt, die man kennen sollte
Filip Bláha griff die Filmerzählung „Die Sirene/ Siréna“auch am folgenden Sonntagmorgen auf und informierte über die Geschichte der 25 Kilometer nordwestlich von Prag liegenden Stadt Kladno, die heute keinen Bergbau und keine Stahlindustrie mehr beherbergt, dafür aber als Eishockey-Hochburg und Standort der größten Lego-Fabrik in Europa bekannt ist.
Bláha, der zur Zeit als Stadthistoriker, Kurator und Lektor in der Galerie der Stadt Kladno arbeitet, schreibt an der Geschichte der Stadt Kladno und ist daher bestens informiert und hat eine ganz eigene Sicht auf die Geschichte der Stadt.
01.11.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
.
Mehr Arbeit für weniger Geld - Bergarbeiterstreik in Kladno 1889
Filmhistoriker Filip Bláha präsentierte den tschechoslowakischen Film „Die Sirene/ Siréna“
Am Samstagabend führte der Filmhistoriker Filip Bláha in einen tschechoslowakischen Film aus dem Jahre 1947 ein. Regisseur Karel Steklý (1903-1987) hat in „Die Sirene/ Siréna“ eine literarische Vorlage von 1935 der Schriftstellerin Marie Majerová (1882–1967) verfi lmt. Steklý gilt als einer der großen Altmeister des tschechischen Films und schrieb bereits in den 1930er Jahren Drehbücher, betätigte sich nebenbei auch als Filmschauspieler und wechselte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ins Regiefach. Der Film erhielt 1947 den Großen Internationalen Preis (später „Goldener Löwe“) der Filmfestspiele von Venedig und einen Preis für die beste Filmmusik. Der Film zeigt Schauspieler wie Ladislav Boháč, Marie Vašeová, Oleg Reif, Naděžda Gajerová, Josef Bek.
31.10.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
.
Oto Novotný (Mitte) im Gespräch mit Ulrich Miksch (li.) - Thomas Oellermann (re.) als Übersetzer
Vor 20 Jahren: Das Antifa-Projekt der Regierung Paroubek
Ulrich Miksch im Gespräch mit dem Politik-Berater Oto Novotný
Heute polarisiert das Schlagwort „Antifa“: Einerseits tauchen in diesem Jahr mehrmals Hashtags wie #DankeAntifa oder #ichbinantifa bei Twitter in Deutschland auf, andererseits fordern Politikerinnen ein Verbot „der Antifa“, weil sie eine Gefährdung der Demokratie befürchten. Tatsächlich ist die Antifa, entgegen der im Netz weit verbreiteten Verschwörungstheorien, keine Organisation.
Antifaschismus (zusammengesetzt aus griechisch ἀντί antí „gegen“ und Faschismus) bezeichnet eine Haltung, die sich gegen Faschismus richtet. Typisch faschistisch sind eine totalitäre Ein-Parteien-Herrschaft, die auf einem extremen Nationalismus und der Verherrlichung von Stärke und Gewalt basiert. Weitere Merkmale sind ein kultisch verehrter Führer, der absolute Loyalität verlangt, die Unterdrückung Andersdenkender, die Überbetonung von Männlichkeit und Gemeinschaft und die Ausgrenzung sowie Verfolgung von Minderheiten, oft auf rassistischer oder ethnischer Basis. Also eine zu Recht notwendige Gesinnung, deren Verunglimpfung darin gipfelt, dass US-Präsident Trump die Antifa nun als "terroristische Organisation" eingestuft hat. Experten stellen Verfassungsmäßigkeit und Durchsetzbarkeit der Maßnahme berechtigter Weise in Frage.
Noch vor 20 Jahren, war der Begriff „Antifaschismus“, zumindest im deutsch-tschechischen Dialog, durchweg positiv besetzt. In seinem Beitrag beim Herbstseminar 2025 erinnerte sich Oto Novotný, langjähriger Berater verschiedener tschechischer sozialdemokratischer Parteivorsitzender und Premierminister, im Gespräch mit Ulrich Miksch an die Entstehung der wichtigen Entschuldigungsgeste gegenüber den antifaschistischen Sudetendeutschen 2005 durch Ministerpräsident Jirí Paroubek. Diese Initiative, die nach Aussage Novotnýs eine sehr positive Aufnahme in der tschechischen Gesellschaft fand, führte 2007 zur Verleihung des Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreises an Jirí Paroubek, der allerdings sehr bald danach eine eher nationalistische politische Perspektive wählte, nachdem er die tschechischen Sozialdemokraten verlassen hatte.
30.10.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
.
Historiker im Gespräch: Thomas Oellermann (Mitte) moderiert das Alexandersbadr Forum 20255 mit Andreas Wiedemann (li.) und Jakub Vrba (re.)
Alexandersbader Forum
Geschichte in der Sackgasse. Diskussion zur Rolle von Geschichtsvermittlung in der heutigen Zeit
„Geschichte wiederholt sich nicht - nie!“ - „Rebellion gegen die Elite“ - „Skandalisierung der Gesellschaft“
In der Podiumsdiskussion im „Alexandersbader Forum“ standen Mgr. Jakub Vrba und Andreas Wiedemann den Zuhörerinnen und Zuhörern Rede und Antwort zum Thema „Geschichte in der Sackgasse“. Moderiert wurde die Runde von Dr. Thomas Oellermann.
28.10.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
.
.
Rüdiger Zimmermann bei seinem Vortrag (Foto Miksch - Collage)
100 Jahren FES: Die Friedrich-Ebert-Stiftung als Heimstatt politisch Verfolgter aus der Tschechoslowakei
Am Freitagabend, zu Beginn des Herbstseminars 2025 der Seliger-Gemeinde referierte Rüdiger Zimmermann in seinem Vortrag zu 100 Jahren Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) über Tschechinnen und Tschechen, die in der Bibliothek der FES, nachdem sie die Tschechoslowakei nach dem kommunistischen Umsturz 1968 verlassen hatten, Arbeit und eine neue Heimat gefunden hatten. Es wurde ein Bericht zur Solidarität der deutsch-tschechischen Sozialdemokratie.
25.10.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Foto: Erika Kalkofen-Frahne beim Vortrag (QUelle: AKUBIZ Pirna)
Ausstellung "Georg Hans Trapp" in Pirna
Am Dienstag eröffnete Erika Kalkofen-Frahne in der K2 Kulturkiste in Pirna die Ausstellung der Seliger-Gemeinde. "GHT" zeigt frühe Werke des sudetendeutschen Antifaschisten Georg Hans Trapp. Präsentiert werden Zeichnungen und Drucke die für sozialdemokratische Zeitungen oder Flugblätter angefertigt wurden.
Mit dabei war eine Pfadfindergruppe mit jungen Erwachsenen aus Mecklenburg-Vorpommern. Erika Kalkofen-Frahne hatte rege und sehr interessierte Nachfragen, auch allgemein zum Geschehen im Sudetengau/ Böhmen und "was ist die Seliger-Gemeinde?".
Die Bilder wurden einzeln vorgstellt und die jungen Leute verfolgten dies im jeweiligen Ausstellungskatalog.
Die Ausstellung wird im AKUBIZ PIRNA noch bis zum 18. November zu sehen sein.
24.10.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Mit Interesse verfolgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die interessanten Beiträge des Herbst-Seminars der Seligergemeinde (Foto: Christian Reppe)
Herbstseminar mit Tiefgang
Viele politische Themen und eine wegweisende Bundesversammlung
Das Herbstseminar der Seliger-Gemeinde vom 17. bis 19. Oktober 2025 in Bad Alexandersbad stand unter dem Motto „Es ging um alles – deutsche und tschechische Perspektiven auf 80 Jahre Kriegsende und Vertreibung“. Ein reichhaltiges Programm mit abwechslungsreichen Vorträgen fesselte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
24.10.2025 in Allgemein von Seliger Gemeinde
Unterstützen auch Sie die Gedenktafel für den sudetendeutschen Sozialdemokraten Emil Kutscha
Emil Kutscha war sudetendeutscher Sozialdemokrat. Er floh vor den Nazis nach Kanada und blieb dort nach Kriegsende. Später gründete er das bis heute bestehende Seniorenwohnheim Heidehof in St. Catharines. Nun soll ihm in seiner tschechischen Geburtsstadt eine Gedenktafel gewidmet werden. Für diese Tafel gibt es nun eine kleine Online-Geldsammlung, die wir als Seliger-Gemeinde unterstützen.
Ganz nach dem Motto: „Nicht spurlos aus der Geschichte verschwinden!“
Text der Gedenktafel: EMIL KUTSCHA wurde 1895 in Moravice geboren. Er war Antifaschist, Journalist und Politiker der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Vor dem Aufstieg des Nationalsozialismus emigrierte er mit Familie nach Kanada, wo er 1978 starb.

75 Jahre Seliger-Gemeinde e.V.
Zur Jubiläumsseite - Zum Geburtstags-Tagebuch