
Landesvorsitzender Peter Heidler (Mitte) präsentiert bei der Arbeitsgruppensitzung ein ganz besonderes Schmuckstück: Das handgefertigte Seliger-Gemeinde-Logo der Ortsgruppe Memmingen. Mit dabei Herbert Schmid (li.) und Rainer Pasta (re.)
Besucherorientiertes Ausstellungskonzept als Ziel
„Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!“
Am 14. Februar traf sich die Arbeitsgruppe „Ausstellung“ des Landesverbandes Bayern erstmals im Büro von ARBEIT UND LEBEN BAYERN in Weiden. Neben Landesvorsitzendem Peter Heidler machten sich Herbert Schmid und Rainer Pasta Gedanken zur Neukonzeption der Ausstellung "Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde".
Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Wanderausstellung auf sehr großes Interesse bei den Bürgern stößt. Sie verdeutlicht beispielhaft, welches Ziel die Seliger-Gemeinde mit diesem Ausstellungsprojekts verfolgt: möglichst viele Menschen zu motivieren, sich für Demokratie einzusetzen und sich mit den Werten der Seliger-Gemeinde zu identifizieren. Nach intensiver Beratung regt die Arbeitsgruppe „Ausstellung“ an, die Ausstellung "Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde" nicht zu erweitern, sondern gänzlich zu überarbeiten und zu kürzen, ohne das Wesentliche zu vernachlässigen und um heutigen Ausstellungsanforderungen gerecht zu werden. Die Erstellung von weniger Rollups würde zudem preiswerter und die Lagerung sowie der Transport wären wesentlich einfacher zu handhaben, so die Arbeitsgruppe weiter.
Neugestaltung mit modernen Rollups
Der Wunsch einiger Mitglieder der Seliger-Gemeinde bestand darin, die bestehende Ausstellung „Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde“ bei der Neugestaltung mit modernen Rollups um Themen zu ergänzen. Dies war der Ausgangspunkt der Gespräche und Auftrag an die Arbeitsgruppe. Dazu trafen sich Peter Heidler, Herbert Schmid und Rainer Pasta im Büro von ARBEIT UND LEBEN BAYERN in Weiden zu einer ersten Arbeitssitzung. Ulrich Miksch und Thomas Oellermann hatten sich für die Besprechung entschuldigt und schriftlich ihre Ideen übermittelt.
Die Arbeitsgruppe ging offen an die Aufgabe heran und stellte sich die Grundfrage, die es zuallererst zu klären gilt: Was ist das Ziel der Ausstellung? „Geht es allein um historische Informationen oder soll gezeigt werden, was die Seliger-Gemeinde aufgrund ihrer Tradition für die Gestaltung der Zukunft beitragen kann“, fasste Herbert Schmid die Aufgabenstellung zusammen. Für die Arbeitsgruppe war schnell klar, dass der Zukunftsaspekt in den Vordergrund zu stellen sei. „So wichtig die Darstellung der historischen Information bei der Gestaltung der bisherigen Ausstellung war, umso wichtiger ist es die Zukunftsperspektive der Seliger-Gemeinde darzustellen“, so Landesvorsitzender Peter Heidler.
„Es gilt die Zukunftsperspektive der Seliger-Gemeinde darzustellen.“
Die Arbeitsgruppe kam zu der Überzeugung, dass eine Ausstellung von 40 und mehr Tafeln für Besucherinnen und Besucher eine zu große Herausforderung darstellt. Das neue Konzept der Ausstellung sollte auf dem Grundgedanken basieren, möglichst viel Informationen mit möglichst wenig Text zu vermitteln und dabei zeitgemäße technische, optische und elektronische Mittel einzusetzen. Sie sollte vor allem ein besucherorientiertes Ausstellungskonzept umsetzen, so der grundsätzliche Tenor. „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“, fasste Rainer Pasta diesen Ansatz bildlich zusammen. Nach intensiver Beratung kam die Gruppe zu dem Ergebnis, dass eine Halbierung der Anzahl der Exponate auf etwa 20 Tafeln sinnvoll wäre. Zusätzlich könnte man in einer Powerpoint-Präsentation die wichtigsten geschichtlichen Aspekte anschaulich darstellen.
Einsatz von zeitgemäßen technischen, optischen und elektronischen Mitteln
Die Arbeitsgruppe regte weiter an, einen (Dauer-)Standort für die bisherige, ausführliche Ausstellung zu finden, denn die zusammengetragenen Informationen und Exponate sowie die dafür investierte Mühe, sollen nicht verloren gehen. Parallel zur Standortsuche sollte der Ausstellungskatalog aktualisiert und digitalisiert werden. Mit geringem Aufwand ließe sich dann daraus eine Art e-Book gestalten lassen, das allen Interessierten digital auf der Internetseite zur Verfügung gestellt werden könnte, so Rainer Pasta. Die durch die Reduzierung der Tafeln einsparten Mittel könnten hierfür verwendet werden.
Das Ergebnis wurde dem Bundesvorstand übermittelt und soll Anregung und Diskussionsgrundlage für die weiteren Beratungen sein.