Antwort auf den offenen Brief zur Abschaffung der Historischen Kommission

Veröffentlicht am 26.09.2018 in

Die SPD will ihre Geschichte und ihre Werte mit konkreten Strategien, Projekten und Veranstaltungen den Menschennäher bringen

Am 1. September haben die beiden Bundesvorsitzenden Dr. Helmut Eikam und Albrecht Schläger MdL a.D. in einem offenen Brief an den Parteivorstand erklärt, dass sich mit der Abschaffung der Historische Kommission nicht einverstanden sind, da sich ohne Wissen um die Vergangenheit keine Zukunft gewinnen lasse.

In der nun vom Parteivorstand übersandten Antwort wurde deutlich gemacht, dass die SPD der historischen, geschichtspolitischen und erinnerungskulturellen Arbeit weiterhin eine besondere Bedeutung beimisst – „das war in der Vergangenheit so und wird auch weiterhin so bleiben. Die deutsche Sozialdemokratie ist zu Recht stolz auf ihre historischen Wurzeln, die für die Mitglieder und die Partei als Ganzes identitätsstiftend sind und uns auch für die Zukunft Orientierung geben“, heißt es in der Antwort. In der Öffentlichkeit sei eine verkürzte Darstellung der Entscheidung des Parteivorstandes kommuniziert worden, die es nun zu erklären gelte.

Die große Zahl an Kommissionen und Foren auf Bundesebene hat der Parteivorstand reduziert, da die geringer gewordenen Ressourcen der SPD dies nicht mehr zulasse.

Wie berichtet wird, haben das Präsidium und der Parteivorstand mit Dietmar Nietan erstmalig die Position des Beauftragten für historische Fragen geschaffen. Diese Neuerung wurde beschlossen, da es nicht an Expertenwissen zu geschichtlichen Fragen im Bereich der Arbeiterbewegung oder auch den Entstehungsmechanismen von Intoleranz, Rassismus und anderen demokratiegefährdenden gesellschaftlichen Phänomen mangele, sondern - trotz einer Historischen Kommission – eher zu wenige effektive nachhaltig wirkungsstarke Strukturen  vorhanden sind, die in der Lage sind, historisches Wissen zu vermitteln und damit auch geschichtliches Bewusstsein zu fördern.

„Hier gilt es neue Wege zu gehen und Impulse zu setzen, die innerhalb und außerhalb der SPD zivilgesellschaftlich inspiriertes Engagement ermöglichen, welches von historischem Bewusstsein geprägt ist. In der SPD wird es auch in Zukunft Orte der Auseinandersetzung über historisch-politische, geschichtskulturelle und geschichtspolitische Fragen geben. Allerdings nicht mehr in einer internen Kommission, sondern in konkreten Strategien, Projekten und Veranstaltungen.

Hinzu kommt, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) angeboten hat, ihre geschichtspolitische Arbeit zu intensivieren. Die Stiftung verfügt über die inhaltlichen wie auch strukturellen Voraussetzungen, die sozialdemokratische Geschichtsarbeit nicht nur fortzuführen, sondern auch in Verbindung mit eigenen Kapazitäten breiter aufzustellen. Dies sieht auch der Leiter der Stiftung Kurt Beck so.

„Neben der FES trägt auch die Seliger-Gemeinde entschieden dazu bei, dass die Geschichte und die  Werte der Sozialdemokratie erhalten bleiben und in einem aktuellen Kontext, in Deutschland und Europa, mit Leben erfüllt werden“, so der neue Landesvorsitzende der Seliger-Gemeinde Bayern, Bruno-Andreas Dengel.

 

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