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„Böhmen liegt nicht am Meer“ im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn
Es sind Lebensgeschichten von Mut, politischer Überzeugung, Verfolgung und Flucht: Vom 15. September bis 12. Oktober 2026 zeigt das Gustav-Stresemann-Institut in Bonn die Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer – Lebenswege sudetendeutscher Sozialdemokraten“. Präsentiert wird sie in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Seliger-Gemeinde.
Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 15. September 2026, um 19 Uhr in der Stresemann-Galerie des GSI.
Im Mittelpunkt stehen Frauen und Männer, die für soziale Rechte, Demokratie und die Verständigung zwischen den Nationalitäten eintraten. Nach 1933 und besonders nach dem Münchner Abkommen von 1938 bezahlten viele von ihnen ihre Haltung mit Verfolgung, Konzentrationslager, Flucht und Exil.
Zu ihnen gehörte Anna Altmann, die bereits als 15-jährige Arbeiterin an einem Streik gegen ungerechte Entlohnung beteiligt war. Alois Ullmann, führender Funktionär des Arbeiter-Turn- und Sportverbandes ATUS, wurde von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Josef Seliger, der spätere Namensgeber der Seliger-Gemeinde, setzte sich früh für ein demokratisches Zusammenleben der verschiedenen Nationalitäten in Böhmen und Mähren ein.
















