Die Seliger im Deutsch-Tschechischen Gesprächsforum: Co-Vorsitzender Jörg Nürnberger (12. v.l.), Bundesvorsitzende Helena Päßler (11.v.li.), ehem. Vorsitzender Libor Rouček (5.v.re.) und Dr. Th. Oellermann (6.v.li.) (Foto: Deutsch-Tschechisches Gesprächsforum)
Seliger-Gemeinde im Deutsch-Tschechisches Gesprächsforum vertreten
Der Titel der Jahreskonferenz war „80 Jahre nach dem Krieg: Deutsch-tschechische Beziehungen im Lichte aktueller Herausforderungen“. Insgesamt nahmen ca. 300 Personen aus den verschiedensten deutsch-tschechischen Institutionen teil. Die Veranstaltung fand im schechischen Außenministerium statt.
Jörg Nürnberger, MdB a.D., ist seit diesem Jahr Ko-Vorsitzender des Beirats des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums, als Nachfolger von Christian Schmidt. Den tschechischen Ko-Vorsitz übernahm, als Nachfolger von Libor Rouček, Rudolf Jindrák, ein angesehener tschechischer Diplomat.
Ebenfalls neu dabei als Beiratsmitglied ist seit diesem Jahr Dr. Thomas Oellermann, der von der ehemaligen Außenministerin Annalena Baerbock ernannt wurde.
Helena Päßler ist Beiratsmitglied im Deutsch-Tschechischen Gesprächsforum seit dem Jahr 2021. Berufen wurde sie vom damaligen Außenminister Heiko Maas.
Alle drei wollen Impulse setzen für ein friedliches Miteinander von Tschechen und Deutschen, die Versöhnung zwischen beiden Völkern vertiefen, das Geschehene nicht vergessen, aber vor allem junge Menschen fördern und unterstützen, die sich in den genannten Bereichen engagieren oder einbringen wollen. Darin sehen sie vorrangig ihre Aufgabe und Mitwirkung.
Jörg Nürnberger: „Wir müssen mit dem Deutsch-Tschechisches Gesprächsforum neue Wege gehen, um den Herausforderungen der Gegenwart gerecht zu werden. Zu einem müssen wir den inhaltlichen Schwerpunkt aller Veranstaltungen von Themen der Bewältigung der Vergangenheit mehr auf die jeweils aktuellen Fragen unserer bilateralen Beziehungen ausrichten, die den Menschen heute unter den Nägeln brennen, wie z. B. Sicherheit oder die wirtschaftliche Entwicklung. Zum anderen müssen unsere Veranstaltung selbst auch lebendiger und spontaner werden. Neben unserer großen Jahreskonferenz sollten wir auch kleinere Themenforen in verschiedenen deutschen und tschechischen Orten abhalten. Mal ganz provokativ formuliert, warum soll nicht an einem Abend in Budweiser über die unterschiedlichen Strategien zur künftigen Energieversorgung unserer Länder diskutiert werden. Insgesamt muss unser Diskurs weniger formell und damit lebendiger werden, damit er wieder auf der Höhe der Zeit ist“.
Bei der Jahreskonferenz 2025 hat das Forum diesen Weg eingeschlagen: Auf reges Interesse stieß die Podiumsdiskussion zum Thema europäische Sicherheit an der der nationale Sicherheitsberater der Tschechischen Republik , ebenso wie jeweils ein deutscher und ein tschechischer Militärvertreter teilnahmen. Sie äußerten ein klares Bekenntnis zum gemeinsam handelnden Europa , aber ebenso eine unübersehbare Bedrohung von russischer Seite.
Den Abschluss der Konferenz krönte der Empfang in der Botschaft der Bundesrepblik Deutschland.