seliger-online 17.09.2024

Veröffentlicht am 14.09.2024 in Allgemein

Am kommenden Dienstag, den 17. September um 19 Uhr befasst sich seliger-online mit dem Thema:

Jugend voran: junge Menschen in den deutsch-tschechischen Beziehungen

Zum Gespräch zu den Perspektiven der Arbeit mit und von jungen Menschen für den deutsch-tschechischen Dialog hat die Seliger-Gemeinde Mario Hierhager, den Vorsitzenden der Sudetendeutschen Jugend (SdJ– Jugend für Mitteleuropa) eingeladen. Das Gespräch wird moderiert von Christa Naaß, Ko-Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde.

Der Zugang zur online-Sitzung lautet: https://us06web.zoom.us/j/81869391137

Doch wer ist unser Gast Mario Hierhager? Wir stellen ihn kurz vor:

Von Beruf ist der 1988 geborene Mario Hierhager psychologischer Psychotherapeut. Seit 2005 ist er Mitglied der Sudetendeutschen Jugend (SdJ – Jugend für Mitteleuropa), seit 2010 in dessen Vorstand und seit November 2018 dessen Vorsitzender.

Aufgefallen ist uns Mario Hierhager mit der Erklärung der SdJ – Jugend für Mitteleuropa e.V. am Sudetendeutschen Tag 2024 in Ausgsburg. Darin heißt es:

„…  jüngere Generationen haben auch das Recht, in ihren eigenen Anliegen gehört und ernstgenommen zu werden und dieser Eindruck verblasst gesellschaftlich zunehmend und endet viel zu oft in Resignation.

Neuesten Analysen zufolge wenden sich junge Erwachsene, insbesondere junge Männer immer stärker der AfD zu. Das ist eine fatale und beängstigende Entwicklung, bei der wir alle in der Verantwortung stehen! Politische Zuspitzung ist Teil des Geschäfts, aber rhetorische Überspitzung zur Rückgewinnung von Wählerpotential, die stellenweise einen gewissen Anstand vermissen lassen, vertiefen doch nur die gesellschaftlichen Gräben! Auch politische Überlebensstrategien, bei denen man aufgrund eigener Fehler in der Jugend medial in ein Opfernarrativ verfällt, sind weitere Beispiele für die zahlreichen Brandbeschleuniger in den glimmenden Konflikten unserer Gesellschaft.

Am Ende hilft dies aber niemandem mehr als den Extremen von rechts und von links und gibt weitere Starthilfe für Wut, Hass und Gewalt gegenüber denjenigen, die Verantwortung übernehmen wollen für unsere Gesellschaft“. Und weiter: „ Wenn sich darüber hinaus demokratische Repräsentantinnen und Repräsentanten zu sehr an Stimmungen und nach der vermeintlichen Schwarmintelligenz in den Sozialen Medien richten, vereinfachte, verkürzte Antworten geben, geben sie zu viel Verantwortung ab und am Ende verliert unsere demokratische Freiheit.

Auch ist es der falsche Weg, zu uns geflüchtete Menschen oder sozial schwache Menschen pauschal zu instrumentalisieren und mit den Emotionen der Gesellschaft Wahlkampftaktik zu betreiben. In der Politik gibt es keine einfachen Antworten auf komplexe Fragen!

Wir sollten mit unserer Demokratie wirklich sehr vorsichtig sein! Auch die Mütter und Väter des Grundgesetzes hatten Ihre Erfahrungen mit Volksmeinungen, die vor nicht allzu langer Zeit in nationalsozialistischer Bösartigkeit und Dummheit gipfelten und damit auch unheimliches Leid über die Sudetendeutschen brachte“.

Er schließt mit den Worten: „Wir verschaffen uns … Gehör und wir sagen lautstark nein zu Angriffskrieg, nein zu Verbrechen an der Menschlichkeit und nein zu Flucht und Vertreibungen auf der ganzen Welt. Wir haben verstanden, dass Europa und die Demokratie die größten Garanten für eine lebenswerte Zukunft sind und diese werden wir weiter verteidigen. Und deshalb rufen wir auch die Politik, die Generationen untereinander und die Gesellschaft insgesamt zu weniger emotionsgetriebenem Reaktionismus und wieder zu mehr Diskussionsbereitschaft und Verständnis für den anderen auf“.

Wir hoffen auf eine spannende Diskussion zu den Fragen: Wie kann eine solche Einbindung aussehen? Welche Ziele haben junge Menschen in den deutsch-tschechischen Beziehungen, in der Vertriebenenarbeit? Welche positiven Beispiele gibt es? Welche Stellung hat die Sudetendeutsche Jugend innerhalb der Sudetendeutschen Landsmannschaft? usw.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

In der anschließenden Abendschule zu den Grundlagen der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie wird Dr. Thomas Oellermann im Anschluss auf die sudetendeutschen sozialdemokratischen Jugendverbände eingehen. 

 

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