Sudetendeutscher Tag 2018

Veröffentlicht am 24.05.2018 in

Ein Hort des Friedens: Die Münchner Ortsgruppe am Stand der Seliger-Gemeinde beim Sudetendeutschen Tag in Augsburg

 

„Es rumort in der Sudetendeutschen Landsmannschaft“

Störungen durch Witiko-Bund und AfD – Satzungsänderung weiterhin nicht rechtskräftig

 

Bundesvorsitzender Albrecht Schläger freute sich, dass der Infostand der Seliger-Gemeinde, wie in den vergangenen Jahren, großes Interesse unter den Besuchern gefunden hat. Natürlich fanden auch viele Mitglieder den Weg nach Augsburg und statteten dem Standteam aus Renate Immisch, Gerhard Bahrenbrügge, Thomas Köpnick, Bruno Dengel einen Besuch ab. Insbesondere die Sonderausgabe der Brücke regte zu interessanten Gesprächen an, mit dem Ergebnis, dass vier neue Mitglieder geworben werden konnten.

 

 

Das ist auch gut so, denn es steht viel auf dem Spiel: In einem Europa, das mehr und mehr von neuen Ressentiments, von Misstrauen und Angst vor dem Anderen, von neuen Zäunen und Mauern geprägt ist, wird auch die Beziehung zu früheren Feinden und jetzigen Freunden über kurz oder lang leiden. Nicht nur zwischenmenschlich, auch nicht nur atmosphärisch, sondern ganz handfest politisch und wirtschaftlich.

 

Insbesondere die Generation der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge dürfte von den aktuellen Entwicklungen regelrecht geschockt sein. Niemand weiß besser als sie, wohin die Spaltung in „wir“ gegen „die anderen“ führen kann. Zusammen mit ihren Kinder und Kindeskinder wollen sie nicht tatenlos zusehen, wie sich die Geschichte wiederholt.

 

„Es rumort in der Sudetendeutschen Landsmannschaf“, stellte Bruno Dengel, stellvertretender Vorsitzender der Regionalgruppe Niederbayer-Oberpfalz, fest. Seit Neuestem wenden sich immer mehr Sudetendeutsche der AfD zu. Allen voran die etwa 1000 konservativen Sudetendeutschen, die sich im „Witiko-Bund“ organisieren. Ihr Antrag auf eine Standpräsenz wurde im Vorfeld des Sudetendeutschen Tages abgelehnt. Trotzdem gelang es den Rechten beim Sudetendeutschen Tag Präsenz zu zeigen. Treffpunkt war wieder der von ihrem 2. Vorsitzenden eingerichtete Stand des Bezirkes Oberbayern.

 

Störungen durch Witiko-Bund und AfD

 

In der Öffentlichkeit taucht jetzt ein neues Kürzel auf: VAdM. Es steht für einen Verein mit dem Namen „Vertriebene, Aussiedler, deutsche Minderheiten in der AfD e.V.“ Dieser Verein wurde am 15.7.2017 in Mannheim gegründet, um in der AfD den Stimmen der Vertriebenen mehr Nachdruck zu verleihen. Bisher kamen die Vertriebenen in dem Parteiprogramm der AfD nicht vor.

 

Zu den ersten Taten des VAdM gehörte am 6.9.2017 die Unterstützung des Wahlkampfauftritts von Erika Steinbach für die AfD in Pforzheim. Die Bundestagswahl ließ erkennen, dass die AfD in Vertriebenenkreisen gut ankommt. Das sprach sich auch in der AfD-Bundestagsfraktion herum und veranlasste rund ein Dutzend Abgeordnete zur Gründung eines vertriebenenpolitischen Arbeitskreises. Ihre vertriebenenpolitischen Positionen wollten sie am Sudetendeutschen Tag 2018 in Augsburg vorstellen. Doch der Initiator, Stephan Protschka, MdB aus Ingolstadt, erhielt von der Veranstaltungsleitung eine Absage. Protschka ist auch Plenumsmitglied des Sudetendeutschen Rates.

 

Satzungsänderung weiterhin nicht rechtskräftig

 

Nach dem die AfDler am ersten Tag wegen Pöbeleien der Veranstaltung verwiesen wurden, mischten sie sich – etwas ruhiger- am zweiten Tag unter die „Witikonen“. Die Hardliner sind mit der SL-Führung unzufrieden und fühlen sich verraten. Ihr Kampf gilt der von Bernd Posselt angestrebten Satzungsänderung. Entgegen der landläufigen Meinung ist diese noch lange nicht umgesetzt.“ Der entsprechende Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem Jahr 2016 ist vom Landgericht München letztmalig 2017 für nichtig erklärt worden“. Die Satzungsänderung ist zwar mit großer Mehrheit von der Bundesversammlung und vom Bundesvorstand verabschiedet worden, muss laut Gerichtsurteil aber von „allen Mitgliedern“ gebilligt werden.

 

Seliger-Gemeinde als demokratische Alternative

 

Umso wichtiger ist es, dass die Seliger-Gemeinde als demokratische Alternative für alle Sudetendeutschen, die für Frieden, Freiheit und Versöhnung eintreten, offensteht. Die Werte der sudetendeutschen Sozialdemokraten, die bis zu letzt auch die tschechoslowakische Republik und damit die Heimat gegen den Naziterror der Sudetendeutschen Partei verteidigten, sind unverrückbar und ein wertvolles Gut. Insbesondere wenn es gilt ein Europa des Friedens für unsere Kinder und Kindeskinder zu sichern.

 

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