Zentrum der Glasmacherkunst

Veröffentlicht am 24.11.2025 in Allgemein

Erika Kalkofen-Frahne im Gespräch mit Walter Erlenbach, Vorsitzender des Vereins Kamenický Senov - Steinschönau / Freunde und Partner von Kamenický Senov/Steinschönau und Umgebung e.V.

 

Böhmische Glaskunst in NRW

Partnerschaftsverein Kamenický Senov/Steinschönau – Interesse an Georg Hans Trapp

Mitte November haben unser Mitglied des Bundesvorstandes Erika Kalkofen-Frahne und ihr Mann Wolfgang an der Herbstbegegnung der Ackermann-Gemeinde Nordwest in Münster teilgenommen. Dort haben sie Walter Erlenbach, den Vorsitzenden des Vereins Kamenický Senov - Steinschönau / Freunde und Partner von Kamenický Senov/Steinschönau und Umgebung e.V. kennengelernt. Nachdem Erika Kalkofen-Frahne kurz über ihre persönlichen Nachforschungen und die Tätigkeit in der Seliger-Gemeinde berichtete, entwickelte sich ein interessantes Gespräch mit Walter Erlenbach in dem sie Interessantes über seinen Verein erfuhr.

Kamenický Senov/ Steinschönau liegt östlich von Děčín/Tetschen und Česká Kamenice/Böhmisch-Kamnitz an der Grenze zwischen dem Lausitzer Gebirge und dem Böhmischen Mittelgebirge. 1856 wurde in Steinschönau die erste Schule für Fachzeichnen, die spätere Glasfachschule gegründet, die Älteste ihrer Art in der Welt. Die Schule, in der noch heute Herstellung, Bearbeitung und Veredelung von Glas gelehrt wird, besitzt einen hervorragenden Ruf und mit dem Schwerpunkt „Glas und Licht“ ein Alleinstellungsmerkmal. Internationale Symposien, die gegenwärtig alle drei Jahre stattfinden, rücken Kamenický Senov/Steinschönau wieder in den Mittelpunkt der professionellen Glasmacherkunst.

Nach der Vertreibung der deutsche Glasbearbeiter und Glasveredler sowie deutscher Glasfachlehrer am Ende des 2. Weltkriegs aus dem damaligen Steinschönau fanden viele der Vertriebenen im 660 km entfernten Rheinbach eine neue Heimat und waren 1948 beteiligt an der Gründung der staatlich anerkannte Glasfachschule Rheinbach.

Dieser geschichtliche Hintergrund sowie das unermüdliche Bemühen Helfried Glössners, Sohn eines aus Steinschönau vertriebenen Glasfachschullehrers, die Beziehungen zur alten Heimat wiederherzustellen, führten 1996 zur Partnerschaft zwischen den Glasfachschulen beider Städte und am 28.06.2002 im Rahmen der 650Jahr-Feier der Stadt Kamenický Šenov zur Unterzeichnung der Städtepartnerschaft.

Seit dem über 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft sorgen gemeinsam mit den Vertretern beider Städte, den Leitern der Glasfachschulen und der Glasmuseen der von Helfried Glössner im Jahre 2001 gegründete Förderverein und auf tschechischer Seite seit 2003 der Verein “Freunde von Rheinbach“ für die Durchführung kultureller Veranstaltungen und für einen stetigen Austausch von Bürgern beider Städte. Es gibt einen regen kulturellen Austausch. z.B. einen Schüleraustausch der jeweiligen Glasfachschulen. Ebenso unterstützt wird die Friedhofssanierung in Steinschönau. Dort gibt es teilweise kunsthistorisch wertvolle Grabmale, die restauriert werden.

Der Rheinbacher Partnerschaftsverein war 2023, wie die Seliger-Gemeinde, auf Empfehlung des Deutsch- Tschechischen Zukunftsfonds zum Bürgerfest des Bundespräsidenten nach Berlin eingeladen, um sich und seine Projekte zu präsentieren.

Walter Erlenbach, der aktuelle Vorsitzende des Rheinbacher Partnerschaftsvereins „Verein der Freunde und Partner von Kamenický Šenov / Steinschönau und Umgebung e.V.“ berichtete, dass in Rheinbach durch den Verein in Zusammenarbeit mit der VHS eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel  "Tschechien - das unbekannte Nachbarland" vorbereitet wird. Zur Einführung spricht am 04. Dezember 2025 die Generalkonsulin, Kristina Larischová, über "Das Nachbarland Tschechien nach den jüngsten Parlamentswahlen und europapolitische Zusammenhänge". Weitere Vorträge folgen, z.B. am 26.02.2026 "Tschechien, Land und Leute - eine geographische Landeskunde" und am 05.03.2026 "Böhmen/Tschechien - eine deutsch-tschechische historische Landeskunde". Weitere Veranstaltungen folgen mit den Themen "Kunst und Architektur", "Glas aus Böhmen und Tschechien", "Böhmische und tschechische Literatur", "Tschechien als Reiseland", "Böhmische und tschechische Musik", evtl. "Tschechische Filme" und zum Abschluss "Die böhmische Küche".

Bei der TRAPP-Ausstellungseröffnung im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf im März 2026 wird der Verein aus Rheinbach auch vertreten sein. Da Georg Hans Trapp ursprünglich auch Glasgraveur gelernt hatte, findet die Ausstellung sicher viel Anklang, zeigte sich Erika Kalkofen-Frahne überzeugt.

In NRW gibt es vier Städtepartnerschaften mit Tschechien, dabei hat Rheinbach ein Alleinstellungsmerkmal, da die Städtepartnerschaft durch zwei Vereine belebt wird:

Rheinbach - Kamenický Šenov (seit 2002/2003)

Borken – Říčany (seit 2017)

Burbach (Siegerland) - Tanvald (seit 2007)

Salzkotten - Bystřice pod Hostýnem (deutsch Bistritz am Hostein (seit 2009)

 

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