Überraschend kam heute Bundesverbands-Schriftführer Max Wiltschka in der Geschäftsstelle vorbei. Er hatte einen privaten Termin in München und nutzte die Zeit für einen kurzen Besuch!
Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Seliger-Gemeinde,
wir laden Euch herzlich ein zur nächsten Mittwochsrunde. Diese findet am 26. Juni 2024 im Haus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5 statt, wie immer um 16:00 Uhr.
Unser Thema für dieses Treffen: Christoph Krumpholz berichtet über Brünn und den Versöhnungsmarsch. Ausserdem stellt er uns verschiedene Bücher vor, besonders das Buch von Katheřina Tučková "Gerta – das deutsche Mädchen".
Maria Noichl weiterhin Abgeordnete des Europäischen Parlaments
Die Seliger-Gemeinde gratuliert ihrem Mitglied zur Wiederwahl
Das Mitglied der Seliger-Gemeinde Maria Noichl ist auch in der neuen Legislaturperiode wieder Mitglied des Europäischen Parlaments. Dazu gratulieren die beiden Vorsitzenden Christa Naaß und Helena Päßler im Namen des Bundesverbands recht herzlich.
Über das Wahlergebnis insgesamt zeigt sich Noichl enttäuscht. „Es ist uns als SPD nicht gelungen, unsere vergangene Arbeit und unsere Zukunftsziele der Mehrheit der Menschen darzustellen. Hier müssen wir besser werden. Die Notwendigkeit, inhaltliche Kurskorrekturen vorzunehmen, sehe ich nicht.“
„Einen besonderen Dank möchte ich allen Demokratieverteidiger:innen aussprechen, die auf Demos, im Netz, an Stammtischen oder am Arbeitsplatz couragiert die Stimme für die Demokratie erhoben haben. Wir müssen gemeinsam noch stärker und lauter werden. Als SPD verteidigen wir die Demokratie seit über 160 Jahren."
„Europäische Themen blieben leider bei diesem Wahlkampf fast völlig außen vor. Die Opposition beschränkte sich jetzt aufs reine deutsche Ampelbashing ohne eigene Vorschläge für ein besseres Europa.“
„Jetzt schauen wir nach vorne, die Aufgaben müssen nun von weniger Schultern getragen werden. Wir machen weiterhin gute sozialdemokratische Politik für Europa und Deutschland, denn der Zuspruch zu Themen wie Fairness, Gerechtigkeit und ein gutes Miteinander ist ungebrochen. Ohne rote, sozialdemokratische Handschrift in Europa wird’s grau!“
Das gute Abschneiden der AfD und der nationalistischen Parteien in Europa erschüttern die Rosenheimer Sozialdemokratin „Wer hätte das gedacht, dass wir wieder vor einem derartigen nationalstaatlichen Denken stehen, so dass die europäischen Werte in Gefahr sind.“
Die Seliger-Gemeinde Niederbayern/Oberpfalz gratuliert zur Wahl
Mit 65 freuen sich die einen über die erreichte Rente – und andere stellen sich zur Bürgermeisterwahl, und gewinnen! Es ist ja eh eine Seltenheit, wenn Sozialdemokraten in Niederbayern Bürgermeister werden. Doch unser Mitglied Wolfgang Schwarz tritt in der 2000-Seelengemeinde Iggensbach das Bürgermeisteramt für die verlängerte Wahlperiode von 8 Jahren an. Er folgt WolfgangHaider, der im Frühjahr den Gemeinderat gebeten hatte, ihn aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Amt zu entbinden
Mit einem äußerst knappen Vorsprung von sechs Stimmen hat Wolfgang Schwarz (SPD) den Bürgermeistersessel im Iggensbacher Rathaus erobert. Auf ihn entfielen am Ende 654 Stimmen (50,23 Prozent), auf Gegenkandidat Bernhard Lenz von der UBL 648 (49,77 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 72,94 Prozent.
Die Seliger-Gemeinde gratuliert ihrem Mitglied zur Wiederwahl
Der Oberösterreicher Hannes Heide ist seit 2019 SPÖ-EU-Abgeordneter und will sich im EU-Parlament weiterhin für eine Europäische Union einsetzen, die für die Menschen spürbar ist – durch einen Ausbau von Erasmus+, eine Stärkung des Kulturprogramms “Kreatives Europa” und Regionalförderungen, die wirtschaftlich und sozial wirksam sind.
Heide, geboren 1966, war von 2007 bis Ende 2019 Bürgermeister in seiner Heimatstadt Bad Ischl und ist daher tief in der Kommunalpolitik verwurzelt. Bei der Seliger-Gemeinde-Veranstaltung am Sudetendeutschen Tag in Augsburg „Was wird aus unserem Miteinander in Europa?“ war Hannes Heide Podiumsgast und brach eine Lanze für die Demokratie: „Als Sozialdemokraten weiß man: Kein Frieden und keine Freiheit ohne Demokratie.“
Ende der 1890er Jahren war in den Böhmischen Ländern auch der Fußball aufgekommen. Es gründeten sich die ersten tschechischen und deutschen Klubs, die allerdings alle bürgerlich waren. Nur wenige Arbeiter hatten genügend Freizeit, um sich Turnen und Sport zu widmen. Der Fußball in den Arbeitervereinen hatte von daher eine gewisse Verspätung. Ein erstes Arbeiterfußballspiel fand 1914, nur wenige Wochen vor dem Ersten Weltkrieg, auf einem Kreisturnfest in Teplitz statt. Der Krieg sollte die Fußballbewegung stärken, sowohl die bürgerliche als auch die der Arbeiter.
EM 2024. Fußball in Böhmen in Vergangenheit und Gegenwart
Gespräch zur Fußball-Europameisterschaft 2024 mit dem Historiker Dr. Filip Bláha
Zum ersten Mal nach 1988 wird Deutschland wieder Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft sein. Die schönste Nebensache ist eigentlich eine Hauptsache, denn in ihr spiegeln sich viele politische und gesellschaftliche Themen unserer Zeit. Das war in der Vergangenheit nicht anders als heute. Und auch in deutsch-tschechischen Fußballbeziehungen stecken viele interessante historische und gegenwärtige Themen.
Die Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik, die Seliger- Gemeinde und die Friedrich-Ebert-Stiftung Prag laden zur Vernissage der oben genannten Ausstellung ein:
am 24. Juni 2024 um 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
in die Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik, Michalská 12, 110 00 Praha 1
Die zweisprachige Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer – Lebenswege sudetendeutscher Sozialdemokraten“ beschreibt eine spannende Reise durch die Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokraten bis hin zur heutigen Seliger-Gemeinde. Zur Eröffnung begrüßen wir den ehem. Premier und EU-Kommissar Vladimír Špidla. Die Veranstaltung wird simultan verdolmetscht.
Der Eintritt ist frei, die Platzkapazitäten sind jedoch begrenzt. Daher ist eine Teilnahme nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Anmeldungen sind bei noch verfügbaren Plätzen bis zum 20. Juni 2024 über den folgenden Anmeldelink möglich.
Im Falle Ihrer Teilnahme bitten wir bei Einlass um Vorlage der ausgedruckten Anmeldebestätigung, die Sie nach Ihrer Anmeldung erhalten.
Brachen am Sudetendeutschen Tag eine Lanze für ein faires, soziales und demokratisches Europa: (v.l.) Dr. Reinhard Schaupp, Christa Naaß, Hannes Heide, Ronja Endres, Natalie Pamlik MdB, Helena Päßler und Libor Rouček
„Kein Frieden und keine Freiheit ohne Demokratie“
Was wird aus unserem Miteinander in Europa? – Podiumsdiskussion der Seliger-Gemeinde
Die Seliger-Gemeinde fragte in ihrer Veranstaltung am Sudetendeutschen Tag vom Samstagnachmittag „Was wird aus unserem Miteinander in Europa?“ Dazu begrüßte Helena Päßler, die Vorsitzende der Seliger-Gemeinde, die Vorsitzende der BayernSPD, Ronja Endres, das Mitglied des EU-Parlaments für die österreichischen Sozialdemokraten, Hannes Heide, den Karls-Preisträger des vergangenen Jahres und Kandidaten und Wahlkämpfer für die tschechische SOCDEM, Dr. Libor Rouček, sowie den stellvertretenden Landesvorsitzenden der Europa-Union in Bayern, Dr. Reinhard Schaupp. Natürlich galt ihr Gruß auch den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern.
ifa-Kulturmanager Ilyas Zivana (Mitte) präsentiert das Trikot der Mannschaft der deutschen Minderheit der Tschechischen Republik und den Turnierschal der Europeada - mit dabei die Bundesvorsitzenden Christa Naaß (re.) und Helena Päßler (li.) sowie die Fußballexperten Dr. Filip Blaha (2.v.re.) und Markus Rinderspacher (2.v.li.), Vizepräsident des Bayerischen Landtags
Die Europeada 2024: Ein Fußballfest zwischen den Meeren
Anlässlich der Podiumsdiskussion der Seliger-Gemeinde zum Thema Fußball stellte der ifa*-Kulturmanager bei der Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik, Ilyas Zivana, die EUROPEADA vor.
Die EUROPEADA ist die Fußball-Europameisterschaft der nationalen Minderheiten in Europa. Das Turnier ist ein großes Sportereignis mit mehr als 1000 Teilnehmer*innen, das einen fairen Wettbewerb und die Spannung eines Sportfestes mit den Anliegen der autochthonen, nationalen Minderheiten verbindet. Neben den Fußballspielen steht auch der kulturelle Austausch zwischen den Minderheiten im Mittelpunkt der Veranstaltung. Auf und neben dem Spielfeld geht es um Fairplay, Respekt, Toleranz und Völkerverständigung.
14 Argumente um am 9. Juni zur Europawahl zu gehen und pro-Europa zu stimmen!
Seit ihrer Gründung 1951 engagiert sich die Seliger-Gemeinde als Nachfolgeorganisation der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei für ein friedliches und freies Europa, für eine Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen. Sie steht in der Tradition derjenigen Sudetendeutschen, die sich als tapfere Demokraten gegen die Nationalsozialisten stellten und hierfür mit Flucht, Verfolgung und Vertreibung büßen mussten. Im Verlauf der mehr als sieben Jahrzehnte hat die Seliger-Gemeinde den deutsch-tschechischen Dialog gestärkt.
Mitglieder der Seliger-Gemeinde Waldkraiburg und München-Dachau trafen sich am letzten Wochenende in München am Isartor um an einer geführten Tour durch die historische Altstadt von München teilzunehmen.
Stadtführer Gert Hilger
Mit Gert Hilger hat die Seliger-Gemeinde einen profunden Kenner der Münchner Stadtgeschichte in ihren eigenen Reihen. Gert ist ausgebildeter Stadtführer für München und Waldkraiburg, hat in München seine Ausbildung bei der Post begonnen und viele Jahre dort als Pressesprecher gearbeitet.
Die Intention von Gert Hilger war es, Anregungen zu geben, bei einem künftigen Besuch Münchens, noch so manche „interessante Ecke“ auf eigene Faust alleine und intensiver zu erkunden.
Es wurde von einigen Teilnehmern auch Interesse bekundet, weitere Führungen zu vereinbaren.
An den besonders gefährdeten Stellen der Stadtmauer wurden runde Geschütztürme (wegen der runden Form „Scheibling“ genannt) errichtet. Gert Hilger erläutert die Zusammenhänge rund um die Turmreste, die vor rund 50 Jahren bei einer Neubaumaßnahme freigelegt wurden. Ganz in der Nähe des Isartors sind diese heute öffentlich zugänglich.
So begann die Tour am Isartorplatz , mit weiteren Stationen und vielen Informationen dazu. Karl-Valentin-und Liesl-Karlstadt-Musäum - Fresko „Schlacht bei Mühldorf 1322“ vorbei an der Heilig-Geist-Kirche und der Peterskirche, Münchens ältester Kirche, die einen atemberaubenden Blick über die Stadt bietet, wenn man die 299 Stufen zum Turm hinaufsteigt. Die Architektur der Altstadt, mit ihren prächtigen Bürgerhäusern und historischen Plätzen, erzählt die Geschichte Münchens auf eine Weise, die man einfach selbst erleben muss.
Beklemmende Momente - Keimzelle der Nazis
Das Sterneckerbräu war eine Bierbrauerei in München. Das zugehörige Gasthaus diente als Treffpunkt und erste Geschäftsstelle der NSDAP, quasi die Keimzelle der Nazis, die in den darauffolgenden Jahrzehnten so viel Unglück über die Menschen in Deutschland und Europa brachten. Gerade auch für Sozialdemokraten, die zu Tausenden wegen ihrer politischen Gesinnung verfolgt, grausamst in den KZ´s gequält und getötet wurden.
Weitere Stationen
Gert Hilger erstaunte teilweise sogar die Kenner der Münchener Stadtgeschichte mit interessanten Details an den vielen Stationen, die besucht wurden, unter anderem:
Westenriederstr. (Reste Zwingmauer)
Bier-u. Oktoberfestmuseum (eines der ältesten Bürgerhäuser Münchens, Erläuterungen zur „Biergeschichte Münchens“
Tal (Infos zu Stadtbächen), Bruderschaftshausder Bäcker, Herbergswesen im Mittelalter
„Weißes Bräuhaus“ (Infos Weizenbier)
Altes Rathaus (Goebbels: „Reichspogromnacht“) mit Julia-Statue
Marienplatz, Neues Rathaus
„Alter Peter („Keimzelle“ Münchens)
Viktualienmarkt mit den Brunnendenkmälern der Volkssänger
Schrannenhalle
Neue Synagoge, Jakobsplatz (Stadtmuseum)
V.l.n.r.: Gerhard Barenbrügge, Vorsitzender der Gruppe München-Dachau, Bernd Wegmann, Co-vorsitzender der Gruppe Waldkraiburg, Gert Hilger, Mathilde Pollack-München, Peter Schmid-Rannetsperger, Vorsitzender der Gruppe Waldkraiburg, Dr. Christian Reppe-Gruppe Memmingen.
In die Geheimnisse der Münchener Stadtmauer, mit Zwingermauer, wurden wir von Gert Hilger ebenfalls eingeweiht ;-)
Station am Viktualienmarkt. Der Karl-Valentin-Brunnen (Bildhauer Ernst Andreas Rauch) am Viktualienmarkt, dem Komiker und Volksschauspieler Karl Valentin (1882–1948) gewidmet.
Trubel rund um den Marienplatz
Ein kurzer Abstecher und Besuch bei den Münchener Genossinnen und Genossen am Marienplatz, die am SPD-Stand fleißig Werbung für die bevorstehende Europawahl am 9. Juni machten.
Himmelsleiter. Sogenannte Himmelsleitern sind gerade gebaute Treppen, die auch mehrere Stockwerke miteinander verbinden. In historischen Gebäuden der Altstadt häufig zu finden.
Die Neue Jüdische Hauptsynagoge Ohel Jakob ist zusammen mit dem Jüdischen Museum ein Teil des Jüdischen Zentrums der Israelitischen Kultusgemeinde in München.
Insgesamt war die Führung ein eindrucksvolles Erlebnis, das nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch die Schönheit und den Geist Münchens zum Leben erweckte. Es war eine perfekte Kombination aus Bildung und Unterhaltung.
Ein Besuch im Augustiner Biergarten rundete vor der Heimfahrt den München-Besuch noch ab.
„Eine Stunde Fußball“ stand auf dem Programm des Sudetendeutschen Tages 2024. Die Seliger-Gemeinde lud am Sonntag, gleich nach den Festreden, zu einer Podiumsdiskussion ein, die der Fußball EM 2024 gewidmet war. Nach dem Thema „Arbeiterfußball“ beim Frühjahrsseminar war dies nun der 2. Akt unseres Dreiklangs zur EM. Teil 3 folgt am 27. Mai um 19 Uhr mit einem seliger-online zum Thema.