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Im Alter von 97 Jahren ist Erwin Scholz am 21. November im Krankenhaus in Reichenberg verstorben. Scholz war 1992 der erste Präsident der Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechoslowakei.

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Im Alter von 97 Jahren ist Erwin Scholz am 21. November im Krankenhaus in Reichenberg verstorben. Scholz war 1992 der erste Präsident der Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechoslowakei.
Seine Heimatstadt, in der er am 24. Juli 1927 im Stadtteil Hanichen am Fuße des Reichenberger Hausbergs Jeschken zur Welt kam, hat ihn sein Leben lang nicht losgelassen, auch wenn es anfangs vor allem die kranke Mutter war, die ihn nach dem Einzug in die Wehrmacht noch im Januar 1945, seinem Einsatz in Italien, seiner Kriegsgefangenschaft bei den Amerikanern bis 1947, praktisch illegal über die sowjetische Besatzungszone nach Reichenberg zurückzog.
So hat Erwin Scholz auf beeindruckende Weise Zeugnis abgelegt, wie das Schicksal der verbliebenen Deutschen in der Tschechoslowakei im Allgemeinen, und im vormals deutsch geprägten Reichenberg im Besonderen gewesen war. In einem Video, das der Dokumentarfilmer Horst Herz 2009 im Rahmeneiner Veranstaltung der Seliger-Gemeinde, deren Mitglied Scholz auch war, in Teplitz-Schönau aufgenommen hat, erzählt Scholz Aspekte seines Werdegangs und seines Landes.
Nach der Samtenen Revolution, schon im Ruhestand, engagierte sich Erwin Scholz für die deutsche Minderheit, was ihm mit dem Bundesverdienstkreuz, der Adalbert-Stifter-Medaille und 2017 der Ehrenmedaille seiner Heimatstadt Reichenberg gedankt wurde. Sein Begräbnis fand am 2. Dezember im Familienkreis statt. Ulrich Miksch
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