Präsident Dr. Bernd Fabrizius (erste Reihe Mitte) mit dem neugewählten Präsidium des Bundes der Vertriebenen - wieder mit dabei unsere Rita Hagl-Kehl, MdB (vorne links)
Steffen Hörtler folgt auf Christian Knauer im Präsidium des Bundes der Vertriebenen
Rita Hagl-Kehl, MdB ins Präsidium wiedergewählt - Wenzel-Jaksch-Medaille für Reinfried Vogler
Bei der Wahl wurde Steffen Hörtler zum Vizepräsidenten des Bundes der Vertriebenen gewählt. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft und SL-Landesobmann Bayern kandidierte erstmals und übernahm das Amt von Christian Knauer, dem BdV-Landesvorsitzenden Bayern, der nicht mehr für das Amt kandidier hatte.
In seiner konstituierenden Sitzung beschloss das neue Präsidium eine besondere Ehrung auszusprechen. Für sein jahrzehntelanges Engagement wird Reinfried Vogler, langjähriger Präsident der Sudetendeutschen Bundesversammlung und Ehrenpräsident der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, mit der Wenzel-Jaksch-Medaille ausgezeichnet.
Die Auszeichnung ist nach dem kämpferischen und vielgeachteten böhmischen Sozialdemokraten Wenzel Jaksch benannt, der von 1964 bis zu seinem Unfalltod 1966 Präsident des Bundes der Vertriebenen war. Wenzel Jaksch musste vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien fliehen, wo er vergeblich gegen die Vertreibungspläne von Beneš kämpfte. 1953 kam er als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag, wo er sich in der Vertriebenenarbeit große Verdienste erwarb.
Die Wenzel-Jaksch-Medaille wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um die deutschen Vertriebenen verdient gemacht haben. Unter anderem wurde der frühere Bundesinnenminister Otto Schily als erster Nichtvertriebener 2003 mit der Medaille ausgezeichnet.