Dr. Raimund Paleczek (links) vom Sudetendeutschen Archiv dankte George Jaksch (re.) für die Initiative
Die Bibliothek von Wenzel Jaksch wurde nun in die Bibliothek der FES überführt
Unlängst konnte auf Initiative von George Jaksch, dem Sohn Wenzel Jakschs, die im Sudetendeutschen Archiv in München eingelagerte Privatbibliothek seines Vaters, des letzten Vorsitzenden der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP), in das Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Bonn überführt werden.
Bei der Überführung der Bestände des Sudetendeutschen Archivs ins Bayrische Hauptstaatsarchiv wurden die Bücher aus der Jaksch-Bibliothek nicht übernommen, weil dort keine Bücher archiviert werden. Um auch diese Buchbestände an einen sicheren Aufbewahrungsort zu übergeben hat Dr. Thomas Oellermann vom Prager Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung den Kontakt nach Bonn hergestellt. Dr. Raimund Paleczek vom Sudetendeutschen Archiv dankte George Jaksch für die Initiative und Jacques Paparo vom Archiv der Sozialen Demokratie der FES für die Kooperation.
Die Seliger Gemeinde verfolgt seit ihrer Gründung das Ziel,dass die historischen Verdienste der sudetendeutschen Sozialdemokratie nicht spurlos aus der Geschichte verschwinden. Konkret bedeutet das auch, dass sie sich bemüht, Dokumente und archivarische Bestände zu sichern und einer dauerhaften und verlässlichen Aufbewahrung zuzuführen. Nur so kann das Erbe der sudetendeutschen Sozialdemokratie erhalten bleiben und nur so kann die Forschung zu ihrer Geschichte auch im 21. Jahrhundert noch ermöglicht werden.