Vor der Grundschule in Altrohlau erinnerten Christa Naaß und Uli Miksch an die verstorbene Olga Sippl
Gedenkfeier für Olga Sippl in Altrohlau
Mit einem stillen, bewegenden Gedenken hat die Seliger-Gemeinde im Rahmen ihres Frühjahrsseminars an ihre im Oktober 2025 verstorbene Ehrenvorsitzende Olga Sippl erinnert. Der Ort war bewusst gewählt: Altrohlau, ihr Geburtsort, wurde für die Teilnehmenden zu einem Raum der Erinnerung.
Der Gedenkakt fand an der Grundschule statt, die Olga Sippl einst selbst besuchte und an der ihr Vater tätig war. Es ist ein unscheinbarer Ort – und gerade deshalb ein besonders eindrücklicher. Denn nur wenige Schritte entfernt liegt das Volkshaus, in dem ihre Eltern im Arbeitertheater auf der Bühne standen und in dessen Umfeld Olga Sippl ihre Jugend verbrachte. Hier nahm vieles seinen Anfang: ihr Gespür für Gemeinschaft, ihr Engagement und ihre tiefe Verwurzelung in den Werten, die sie später über Jahrzehnte hinweg vertreten sollte. Auch ihre Zeit im Arbeitersport, unter anderem im ATUS, gehört zu diesen prägenden Erfahrungen.
Die Reden der Bundesvorsitzenden Christa Naaß und des Präsidiumsmitglieds Uli Miksch machten deutlich, wie groß die Lücke ist, die Olga Sippl hinterlassen hat. Sie erinnerten an eine Frau, die mit Haltung, Wärme und Beharrlichkeit wirkte – und die es verstand, Menschen zu verbinden. Immer wieder klang dabei Dankbarkeit an: für ihr Engagement, ihre Klarheit und ihre unermüdliche Arbeit für die Seliger-Gemeinde.
Für viele der Anwesenden war dieser Moment mehr als ein offizieller Programmpunkt. Zwischen Schule und Volkshaus, zwischen persönlichen Erinnerungen und historischer Kulisse wurde spürbar, wie eng Lebensweg und Herkunft miteinander verwoben sind. Altrohlau wurde so nicht nur zum Ort des Gedenkens, sondern auch zu einem Ort des Verstehens.
Die Gedenkfeier zeigte eindrucksvoll: Olga Sippl ist nicht nur Teil der Geschichte der Seliger-Gemeinde – ihr Wirken bleibt lebendig in der Gemeinschaft, die sie geprägt hat.