Marienbader Gespräche 2021

Veröffentlicht am 27.07.2021 in

Abschlusskonzert des Projektes „Lebendiges Grenzland“ im Saal des ehemaligen Hotels Lesní Mlýn/Waldmühle

 

Musik heilt und versöhnt

Teilnehmer der Marienbader Gespräche 2021 informierten sich über das Projekt „Lebendiges Grenzland“  

Der Programmpunkt „Geschichte-Gegenwart – Musik verbindet“ passte sehr gut in die Marienbader Gespräche 2021, die unter dem Motto „Vertreibung – Ein Zukunftsthema? Geschichte – Gegenwart – Perspektiven“ stand. Dazu entführte die Tagungsleiterin Christa Naaß die Teilnehmer aus dem luxuriösen Casino des Hotels Nové láznĕ auf die Baustelle des gerade renovierten ehemaligen Hotels Waldmühle/ Lesní Mlýn.

Historisches Postkartenmotiv

Der Direktor des Westböhmischen Symphonieorchesters Milan Muzikář  informierte über die reiche Geschichte der Waldmühle/Lesní mlýn: Das Hotel wurde 1833 an der Stelle der ursprünglichen Mühle von dem Müller Johann Schneider erbaut, 15 Jahre nach der Ernennung von Marienbad/Mariánské Lázně zum Kurort. Erst 1865 wurde Marienbad zur Stadt erhoben. Ursprünglich diente es als Sägewerk, bald wurde es, wie andere Einöden in der Umgebung, zu einem Gasthof, nach 1850 wurde hier ein Gasthof mit Café betrieben. Vor 1900 wurde ein größeres Hotel gebaut. 1837 befand sich hier bereits eine überdachte Kegelbahn, 1850 wird ein Gasthof mit Café erwähnt. „1936 verfügte das Hotel Waldmühle über 70 Gästezimmer. Das Hotel hatte eine echte Erste-Republik-Atmosphäre. Dreimal täglich spielte hier die Kapelle, morgens, nachmittags und abends wurde getanzt“, so Milan Muzikář.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß das Hotel einige Jahre Alhambra und wurde dann zum ROH (Gewerkschaft)-Erholungsheim „Donbas“. Nach 1990 begann das Erholungsheim jedoch zu verfallen und wurde 1992 endgültig geschlossen. Unklare Eigentumsverhältnisse und das Ende der Gewerkschaftserholung ließen den gesamten Komplex verfallen.

Die Waldmühle/Lesní mlýn soll in Zukunft mehr als nur ein Hotel werden. Die Eigentümer wollen es buchstäblich in ein kulturelles und soziales Zentrum verwandeln, das für alle zugänglich ist.

Er stellte das Ehepaar Jana und Pavel Kučeraví vor, dass seit 8. August 2018 Eigentümer des ehemaligen Hotels Waldmühle ist. Sie sind Bauunternehmer, die sich auf die Instandsetzung historischer Gebäude spezialisiert haben. Ihr Ziel ist es, diesem Hotel seine ursprüngliche Schönheit zurückzugeben. Als erstes wurde das Café in Betrieb genommen, dann eine Außenkolonnade eröffnet. Dann kommen der Festsaal, das Nebengebäude und das Hotel selbst. Der große Saal soll wieder der Allgemeinheit dienen, indem regelmäßig verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Konzerte, Ausstellungen und Vorträge finden bereits jetzt während der Umbauphase statt und geben den Veranstaltungen ein ganz eigenes Flair.

Das Westböhmische Symphonieorchester Marienbad spielte zum Abschluss des 3. Jahrgangs des Musikfestivals „Lebendiges Grenzland“ zu Gunsten des Wiederaufbaus des Saals des Hotels Waldmühle/Lesní mlýn. Unter der Leitung von Martin Peschik (Dirigent) wurden Stücke von Zach, Hydn und Mozart vorgetragen. Die Solisten Marek Vajo (Trompete) und Lukáš Klánský begeisterten dabei die zahlreichen Zuhörer. Die freiwilligen Eintrittsgelder kommen dem weiteren Umbau des Saales zugute.

 

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